Boden des Jahres

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Extensive Weidenutzung schützt die Böden
Quelle: scpictures / Fotolia.com

Die Vielfalt der Böden in Deutschland ist groß. Um mehr Licht in die Welt unter unseren Füßen zu bringen, wird jedes Jahr am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Bodens, der „Boden des Jahres“ vorgestellt. Welcher Boden gekürt wird entscheidet ein Fachgremium. Neben Namen und Verbreitung werden historische Fakten, die vorherrschende Nutzung und aktuelle Nöte der jeweiligen Böden präsentiert.

Inhaltsverzeichnis

 

Alpiner Felshumusboden - Boden des Jahres 2018

Felshumusboden ist in Gebirgen anzutreffen, innerhalb Deutschlands vor allem im bayerischen Alpenraum. Er besteht aus zwei Bereichen, die in der Bodenkunde als Horizonte bezeichnet werden. Fester Fels bildet dabei den sogenannten C-Horizont, den Untergrund. Auf diesem sammelt sich Humus an, sodass eine mehr oder weniger mächtige Humusauflage (L- und O-Horizont) entsteht. Zur Bildung solcher O/C-Böden sind besondere Standortbedingungen notwendig, wie sie in den höheren Lagen von Gebirgen oft gegeben sind: Kurze Vegetationszeiten, lange Kältephasen und eine oft schwer zersetzbare Streu aus abgestorbenen Pflanzenresten.  Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.  

 

Boden des Jahres 2017: Hortisol (Gartenboden)

Der Gartenboden, in der Fachsprache Hortisol, entwickelte sich durch gärtnerische Bewirtschaftung aus anderen Böden. Er ist ein von Menschenhand über Generationen geschaffener Boden mit einem mächtigen, humusreichen Oberboden, der sehr fruchtbar ist. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.  

 

Der Grundwasserboden (Gley) - Boden des Jahres 2016

Grundwasserböden sind durch oberflächennahes Grundwasser geprägte Böden. Nach der deutschen Bodenkundlichen Kartieranleitung heißen sie Gleye, nach dem altdeutschen Wort „Klei“ für entwässerten Schlick. International zählen die Böden zu den Gleyosolen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.  

 

Der Stauwasserboden (Pseudogley) - Boden des Jahres 2015

Stauwasserböden werden durch Niederschlagswasser geprägt, das nur stark verzögert in den Untergrund versickern kann. Unter einem gut durchlässigen Stauwasserleiter folgt ein gering durchlässiger, dichter gelagerter Staukörper. Nach der deutschen Bodenklassifikation bezeichnet man die meisten Stauwasserböden als Pseudogleye, solche mit lang anhaltender Vernässung auch als Stagnogleye. International zählen die Böden vor allem zu den Planosolen oder den Stagnosolen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten

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Der Weinbergboden – Boden des Jahres 2014

Weinbergsböden sind seit der Römerzeit Zeuge der Wirtschaftsweise des Menschen. Nach der deutschen Bodengliederung werden die meisten Weinbergsböden als Rigosole bezeichnet. International gehören sie zu den Aric Anthrosolen (auch Regic oder Terric Anthrosol). Der Weinbergsboden ist bereits der zehnte "Boden des Jahres". Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

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Der Plaggenesch – Boden des Jahres 2013

Der Plaggenesch ist Zeuge einer historischen Wirtschaftsweise des Menschen, bei der arme Böden oberflächlich „abgeplaggt“, im Tierstall mit Dung vermischt und dann auf der „Esch“ verteilt wurden. Das ermöglichte Roggenanbau auf vormals verarmten Böden, hinterließ aber auch weite Heideflächen oder Wanderdünen abseits der Küsten. Der internationale Name (nach World Reference Base for Soil Resources, WRB) des Plaggeneschs ist Plaggic Anthrosol. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

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Das Niedermoor – Boden des Jahres 2012

Niedermoore sind Böden, die sehr große Mengen (über 30 %) an organischem Material als Torf enthalten. Niedermoortorfe besitzen eine typisch dunkelbraune bis schwarze Farbe. Je nach Erhaltungszustand sind die torfbildenden Pflanzenteile mit bloßem Auge mehr oder weniger gut erkennbar.Der Untergrund von Niedermooren kann aus Sand, Schluff, Lehm und Ton bestehen - oder auch aus ganz besonderen, in Seen abgelagerten Materialien, den Mudden. Diese Mudden können je nach Ausgangsmaterial weiß (Kalkmudde), oliv (Lebermudde aus Algen) oder dunkelbraun (Tonmudde) gefärbt sein. International gehören Niedermoore zu den Histosolen (WRB). Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Vega (Brauner Auenboden) – Boden des Jahres 2011

Vegen sind braune, fruchtbare Böden im Überflutungsbereich von Flüssen und werden auch als Braune Auenböden bezeichnet. Der Name Vega stammt aus dem iberischen Sprachraum und bedeutet so viel wie „Aue“ oder „fruchtbare Ebene“. Typische Merkmale: dunkler, humusreicher Oberboden mit graubraunem, feinkörnigem Unterboden, der deutlich geschichtet und oft ebenfalls humushaltig ist. Darunter können sich Kiesschichten älterer Flussablagerungen oder Oberböden früherer Auenböden befinden. Vegen werden nur sporadisch überflutet und sind im oberen Bereich kaum von Grundwasser geprägt. Sie zeigen daher weder Rostflecken noch grau-blaue Verfärbungen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Stadtböden – Boden des Jahres 2010

Stadtböden sind ebenso wie die Böden unter Acker und Wiesen sowie in Wäldern Teil des Umweltmediums Boden, das unsere Lebensgrundlage ist. Unter dem Begriff Stadtböden werden die vielfältigen Böden städtisch industrieller Räume zusammengefasst. Die Faktoren, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben, wie Ausgangsgestein, Relief, Klima, Wasserführung, Flora und Fauna, sind hier durch den Menschen sehr stark beeinflusst worden; so stark, dass sich Stadtböden von denen des Umlandes erheblich unterscheiden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Die Kalkmarsch – Boden des Jahres 2009

In Marschböden sind alle gr0ßen Flutereignisse früherer Jahrhunderte an der Nordsee zu erkennen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Braunerde – Boden des Jahres 2008

Braunerden sind weitverbreitete Böden und werden als Ackerland und Grünland sowie als Waldstandorte genutzt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Podsol - Boden des Jahres 2007

Podsole sind die Standorte mit den blühenden Heidelandschaften. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Fahlerde - Boden des Jahres 2006

Fahlerden sind nicht fahl sondern haben nur einen ausgebleichten Horizont. Es sind fruchtbare Böden mit einer hohen Ertragssicherheit. Neben Winterweizen, Wintergerste und Raps werden auch hohe Holzerträge erzielt. Die gute Wasserspeicherung aufgrund der Zusammensetzung der Böden ermöglicht das üppige Pflanzenwachstum. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.

 

Schwarzerde - Boden des Jahres 2005

Schwarzerden sind die Könige unter den Böden. Eine Schwarzerde in der Magdeburger Börde führt die Bewertungsliste der Bodenschätzung mit 100 Punkten an. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Bodenwelten.