Umweltpolitik ist immer auch Gesellschaftspolitik

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Wie kann kultureller Wandel nachhaltig gestaltet werden?
Quelle: Franz Pflügl / Fotolia.com

Umweltpolitik reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen. Umweltpolitische Maßnahmen – auch unterlassene – wirken auf die Gesellschaft zurück. Dies gilt es bei der Planung und Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen zu berücksichtigen.

Umwelt- und Naturschutzpolitik soll zum gesellschaftlichen Wohlergehen und der langfristigen Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. In Anbetracht der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sieht sich die Umweltpolitik vor neue Herausforderungen gestellt: Ökologische Fragen müssen stärker im Kontext sozialer und wirtschaftlicher Fragen gesehen und beantwortet werden. Kultureller Wandel findet permanent statt, auch ohne politisches Zutun. Zudem möchten die Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung von Politik und Gesellschaft teilhaben und mitentscheiden.

Hauptziel des Projekts „Umwelt- und Naturschutzpolitik als Gesellschaftspolitik – Konzepte und zukünftige Herausforderungen“ war es, zunächst einen Verständigungs- und Diskussionsprozess über Umweltpolitik und ihre gesellschaftliche Wirkungen anzustoßen und zu moderieren. Hierfür wurde eine gemeinsame Verständigungsgrundlage darüber erarbeitet, was die Umweltpolitik als Gesellschaftspolitik kennzeichnet und welche Herausforderungen hiermit verbunden sind.

In diesem Prozess konnten zahlreiche gute Beispiele wie auch Hemmnisse einer Umweltpolitik im Wandel identifiziert und Implikationen für die umweltpolitische Praxis abgeleitet werden. Diese werden in diesem Bericht systematisch anhand der drei Themenfelder „Gesellschaftliche Wirkung von Umweltpolitik“, „Zivilgesellschaftliches Engagement, Beteiligung und Umwelthandeln“ sowie Fragen der „Fairness und Gerechtigkeit“ dargestellt und reflektiert. Abschließend werden Unterstützungsbedarfe und -erwartungen für den andauernden Prozess der Entwicklung in Richtung einer transformativen integrativen Umweltpolitik benannt.