UBA fördert Design für eine Kreislaufwirtschaft

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Materialien im Kreislauf zu führen und gar nicht erst zu Abfall werden zu lassen klappt nur, wenn es beim Produktdesign gleich mitgedacht wird. Welche Möglichkeiten Ecodesign bietet, war Thema des „Circular Design Forums“ in Berlin, auf dem auch Ergebnisse des Projektes „EcoDesign Circle“ vorgestellt wurden, bei dem das UBA federführend ist. Dokumentation und weitere Materialien sind nun online.

Materialien in steten Kreisläufen zu führen und Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen, das sind zwei wesentliche Aspekte einer idealen Kreislaufwirtschaft. Design kann als das Herz einer Kreislaufwirtschaft betrachtet werden. Denn das Ziel von Kreisläufen ist es, den Wert von Produkten, ihrer Komponenten und Materialien zu erhalten. Und genau dazu soll Design beitragen: Produkte und Materialien so lang wie möglich nutzen zu können.

Designzentren und das UBA unterstützen kreislauffähiges Design

Um Design für eine Kreislaufwirtschaft zu fördern, arbeiten seit 2016 sechs Designzentren aus dem Ostseeraum mit dem Umweltbundesamt als federführendem Partner zusammen. Das dreijährige EU-Interreg-Projekt „EcoDesign Circle“ will durch seine erarbeiteten Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsangebote Ecodesign-Kompetenzen von und zwischen Designzentren, (Produkt)Designerinnen und -designern, Unternehmen und Lehrenden stärken. 

„Circular Design Forum“ als Plattform für internationale Vernetzung und Austausch

Eine Gelegenheit für mehr Austausch im internationalen Rahmen bot das „Circular Design Forum“ im Sommer 2018. Vorträge, Panels und Workshops gewährten über 200 Teilnehmenden aus 21 Ländern Einblicke in nachhaltige Gestaltungsansätze, zukunftsweisende Geschäftsmodelle und politische Rahmenbedingungen. Vorgestellte Themenfelder wie Bionik, Materialinnovation, Mode sowie gesellschaftliche Denk- und Handlungsweisen umrissen sowohl Umsetzungsmöglichkeiten als auch Grenzen einer Kreislaufwirtschaft. 

Organisiert wurde diese internationale Konferenz vom Internationalen Design Zentrum Berlin unter Mitarbeit aller „EcoDesign-Circle"‘-Partner in Berlin. Die filmische Dokumentation der während der Konferenz angebotenen Vorträge und Panel-Diskussionen und die finalen Projektergebnisse sind jetzt online einsehbar.

Neue Weiterbildungs- und Beratungsformate für Unternehmen

Im Mittelpunkt des „Circular Design Forums“ standen die Projektergebnisse von „EcoDesign Circle“. So konnten Besucherinnen und Besucher die Lernfabrik Ecodesign testen: ein vom Fraunhofer IZM im Auftrag des Umweltbundesamtes konzipiertes Training, das Methoden des „design thinking“ mit Nachhaltigkeit verbindet. Was die Lernfabrik spielerisch erprobt, ist mit den vom Design Forum Finnland und dem estnischen Designzentrum erarbeiteten Ecodesign Audits und Sprints in Nordeuropa in die Praxis umgesetzt worden: Sechs kleine und mittlere Unternehmen haben gemeinsam mit jeweils einer Designagentur sowie einer Expertin für Kreislaufwirtschaft nachhaltigere Produktalternativen oder Dienstleistungsangebote entwickelt. Die überzeugendsten Alternativen sollen in den Betrieben jetzt realisiert werden und weniger umweltfreundliche und ungenügend kreislauffähige Varianten ersetzen. 

Freigeschaltet wurde während des „Circular Design Forums“ die Webplattform Sustainability Guide, die Unternehmen und Designerinnen und Designern einen Einstieg in kreislauffähige Gestaltung erleichtern möchte und überzeugende und aktuelle Praxisbeispiele aus dem Ostseeraum in Form von Kurzfilmen integriert.