Material- und Energieeffizienz in der Zementindustrie

Dargestellt ist Beton aus einer Betonmischmaschine.zum Vergrößern anklicken
Anreize sollen die Nachfrage nach CO2-armen und ressourceneffizienten Zementen und Betonen steigern.
Quelle: BanksPhotos/Getty Images

Zement ist Bestandteil von Beton, einem der wichtigsten Baustoffe. Die Produktion von Zement ist energie- und rohstoffintensiv. Ein Projekt im Auftrag des UBA arbeitet heraus, dass die Zementindustrie durch effizienten Energie- und Materialeinsatz einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz leisten kann, die CO2-Minderungspotentiale mit klassischen Technologien aber begrenzt sind.

Die Studie „Prozesskettenorientierte Ermittlung der Material- und Energieeffizienzpotentiale in der Zementindustrie“ gibt einen Überblick über bereits eingesetzte und zukünftig anwendbare Technologien zur Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung von Zement und Beton und deren Auswirkung auf die CO2-Emissionen. 

Anhand verschiedener Szenarien wird gezeigt, dass mit den aktuell eingesetzten Technologien die Potenziale zur Minderung von CO2-Emissionen durch Effizienzmaßnahmen bei der Produktion von Zement begrenzt sind. Vielmehr ist eine weitestgehende Reduzierung der CO2-Emissionen nur durch eine Kombination von Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Zement bzw. Beton möglich. So haben auch die Zusammensetzung von Zement und Beton sowie das Recycling von Beton Auswirkungen auf die Höhe der CO2-Emisisonen, die der Zementindustrie zugerechnet werden.  

Damit die Herstellung von Zement und Beton zeitnah ressourcenschonender und klimafreundlicher wird, ist der Dialog zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft über technologische Veränderungen unabdingbar. Zudem kommen Anreizen für eine gezielte Nachfrage nach CO2-armen und ressourceneffizienten Zementen und Betonen, zum Beispiel durch Vorgaben im Rahmen der öffentlichen Beschaffung, eine besondere Bedeutung zu. 

Das UBA hat kürzlich ein weiteres Vorhaben beauftragt, das auf den Erkenntnissen der vorliegenden Studie aufbaut. Dieses Vorhaben wird sich übergreifend unter anderem mit grundlegenden Fragen zur Bewertung von CO2-Minderungsmaßnahmen in der Industrie auseinandersetzen. Ziel dieses Vorhabens ist es aber auch, im Austausch mit allen relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Eckpunkte einer Roadmap zur weitestgehenden CO2-Minderung in der Zementindustrie zu erarbeiten. Ergebnisse des Folgevorhabens werden voraussichtlich im Jahr 2022 vorliegen.