Bundesregierung stärkt nachhaltigen Konsum

Billen (BMJV), Dr. Flachsbarth (BMEL), Dr. Eiden (BLE), Krautzberger (UBA), Horn (BMUB)zum Vergrößern anklicken
Start des neuen Kompetenzzentrums Nachhaltiger Konsum

v. l. n. r.: Parl. Staatssekretär Gerd Billen (BMJV), Parl. Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth (BMEL), Dr. Hanns-Christoph Eiden (BLE), Maria Krautzberger (UBA) und MinDir. Dietmar Horn (BMUB)

Quelle: Adelphi

Das neue Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum beim Umweltbundesamt hat seine Arbeit aufgenommen – und soll in den nächsten Jahren mehr Umweltschutz in den Alltag von Wirtschaft und Gesellschaft bringen.

Die Bundesregierung setzt ein klares Signal zur Förderung des nachhaltigen Konsums in Deutschland. Mit der Verabschiedung des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum hat sie bereits im Februar 2016 wichtige Weichen gestellt. Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft sowie im Alltag der Bürgerinnen und Bürger soll damit weiter vorangebracht werden. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums Nachhaltiger Konsum der Bundesregierung beim Umweltbundesamt sowie das Nationale Netzwerk Nachhaltiger Konsum sollen die Umsetzung nachhaltigen Konsums in Deutschland auf eine breitere Basis stellen.

"Mit den dicken Brocken anfangen"

Michael Bilharz vom UBA im Interview mit der Berliner Morgenpost über einfache Strategien, nachhaltiger zu leben

Wie wir wohnen, wie wir uns fortbewegen und was wir essen, ist hauptverantwortlich für unseren Energie- und Ressourcenbedarf und die hiermit einhergehenden Folgen, welche sich zunehmend auch in anderen Teilen der Erde auswirken. Die vorherrschenden Produktions- und Konsummuster sind noch weit vom Ziel der Nachhaltigkeit entfernt, Umweltbelastungen, soziale Ungleichheiten und problematische Verlagerungsstrategien sind weiterhin üblich. Nachhaltigkeit im Lebensalltag der Bürgerinnen und Bürger ist bisher keine Selbstverständlichkeit.

Mit der Zustimmung zur Erreichung der im September 2015 verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) will die Bundesregierung die Förderung von Innovationen und gesellschaftlichen Engagement für nachhaltigen Konsum intensivieren. Hierfür hat die Bundesregierung im Februar 2016 das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum mit über 170 Maßnahmen verabschiedet. Nachhaltigkeit soll somit zur Richtschnur in Wirtschaft, Gesellschaft und im Konsumalltag werden.

Um die Rahmenbedingungen für eine gesellschaftliche Verwirklichung nachhaltigen Konsums in Deutschland zu verbessern, hat die Bundesregierung das Nationale Netzwerk Nachhaltiger Konsum initiiert, das durch das neu eingerichtete Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum der Bundesregierung beim Umweltbundesamt getragen werden soll.

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, hebt hervor: „Die zentrale Rolle des Kompetenzzentrums Nachhaltiger Konsum beim Umweltbundesamt besteht darin, die Aktivitäten von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in vielfältigen Bedürfnisfeldern zusammenzuführen, Öffentlichkeit und Verbraucher zu informieren und neue Impulse für private und politische Initiativen zu geben.“

Das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum trägt mit konkreten Angeboten und Dienstleistungen dazu bei:

  • Die gesellschaftliche Wissensbasis zum nachhaltigen Konsum auszubauen, um die Orientierungs- und Handlungsfähigkeit aller Akteure für Nachhaltigkeit zu stärken,
  • Fortschritte beim nachhaltigen Konsum messbar zu machen,
  • die Sichtbarkeit von Initiativen aus Wirtschaft und Gesellschaft zu erhöhen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen,
  • Teilhabe und Engagement für nachhaltigen Konsum für alle zu stärken,
  • den gesellschaftlichen Dialog über Zukunftsperspektiven einer nachhaltigen Lebensweise in Deutschland zu intensivieren, und
  • die Umsetzung nachhaltigen Konsums als kooperative, gesellschaftsübergreifende Aufgabe zu organisieren und verbessern zu helfen. 

Das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum versteht sich als ein zentraler Ansprechpartner für Institutionen und Initiativen, die nachhaltigen Konsum in Deutschland weiter voranbringen wollen.

Wir laden Sie ein, sich mit Ihrer Initiative und Ihrem Engagement an dieser Aufgabe zu beteiligen. Sprechen Sie uns an.

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