Bebauung und Versiegelung

Straße mit Asphalt und Bürgersteig mit Betonpflasterzum Vergrößern anklicken
Mehr und mehr Grün weicht Asphalt und Beton
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Jede Baumaßnahme betrifft unmittelbar den Boden. Je nach Intensität der baulichen Veränderungen verliert der Boden dabei komplett oder teilweise seine wertvollen Funktionen. Bedeckt mit Beton oder Asphalt geht Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren.

Als Folge großflächiger Versiegelung des Bodens entsteht besonders in Ballungsräumen ein Stadtklima, dass durch erhöhte Lufttemperaturen im Vergleich zu Wäldern und naturbelassenen Räumen gekennzeichnet ist. Auch bildet sich weniger Grundwasser neu, weil Regenwasser nicht oder nur erschwert dem Boden zugeführt werden kann und daher über Kanalsysteme abgeleitet werden muss.

Der Verlust an natürlichem Boden führt zu einer Verinselung von Landschaften und Lebensräumen. Räumliche Korridore, besonders für die heimische Tierwelt, werden langfristig eingeschränkt. Etwa 45,1 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Derzeit liegt die tägliche Umwidmung von unbebautem Boden in Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland bei circa 56 Hektar am Tag (wie erwähnt werden davon rund 45 Prozent versiegelt). Es zeigt sich zwar eine leicht abnehmende Tendenz in den letzten Jahren. Dennoch ist dieser Wert noch weit vom Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung entfernt, den Flächenverbrauch auf weniger als 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 zu senken.

Ein Diagramm stellt in Balkenform für jedes Jahr dar, wie viel Hektar Fläche in Deutschland zwischen 1993 und 2018 pro Tag neu für Siedlungs- und Verkehrsflächen ausgewiesen wurden. Ergänzend wird als Linie der Vier-Jahres-Durchschnitt abgebildet.
Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche
Quelle: Statistisches Bundesamt Diagramm als PDF

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Bodenversiegelung - Wie wir uns der besten Flächen berauben

Straßen und Parkplätze versiegeln den Erdboden, sodass dieser immer weniger CO2 aus der ⁠Atmosphäre⁠ aufnimmt. Oft gehen dadurch auch landwirtschaftliche Flächen verloren, die vorher Menschen mit Nahrung versorgt haben. Green Radio hat mit Jean Charles Munch, Direktor am Institut für Bodenökologie des Helmholtz-Zentrums München über dieses globale Problem gesprochen.

Quelle:
Green Radio