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Was sind die hauptsächlichen Umweltprobleme?

Die Umweltprobleme in der Antarktis entstehen durch Nutzungskonflikte zwischen Mensch und Natur. Sowohl der Tourismus als auch die Forschung belasten die Antarktis. Mit steigender Zahl der Forschungsstationen nehmen Flug-, Schiffs- und Fahrzeugbewegungen für Personentransport und Logistik, Luftbelastung durch Abgase, die Menge des anfallenden Mülls und der Abwässer, die Gefahren potentieller (Öl-)Unfälle usw. zu.

Alle menschlichen Aktivitäten in der Antarktis benötigen wegen der Abgeschiedenheit und der extremen Klimabedingungen eine spezielle Logistik verbunden mit umfangreichen Vorsichts- und Sicherungsmaßnahmen. Diese tragen wiederum zur Belastung des Ökosystems bei. Zudem geht eine große, wenngleich gegenwärtig noch vertretbare Belastung von solchen Formen des Tourismus aus, bei denen vergleichsweise umfangreiche Besuchergruppen sich räumlich und zeitlich auf kleine Regionen oder Anlandungsplätze konzentrieren (kumulative Wirkungen).

Durch die drastische Zunahme der Zahl der Touristinnen und Touristen wird das sensible Ökosystem beeinträchtigt. Bedenklich ist außerdem, dass sich die touristischen Aktivitäten auch qualitativ ändern. War zu Beginn der Antarktisreisen reines „Sightseeing” die Regel, so suchen heute immer mehr Besucher das „Abenteuer Wildnis”. Extreme Berg- und Skiwanderungen, motorisierte Fahrten über das Eis, Paragliding, Rundflüge usw. sind immer stärker gefragt. Wie die Anlandungen konzentrieren sich die touristischen Aktivitäten der Kreuzfahrtschiffe ebenfalls auf die wenigen eisfreien Abschnitte der Küsten. Diese stellen jedoch gleichzeitig den natürlichen Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten dar. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Störungen der Flora und Fauna sowie Schäden des empfindlichen Ökosystems der Antarktis so gering wie möglich zu halten oder ganz zu vermeiden.

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Schlagworte:
 Antarktis

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt