Energie- & Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen

Wie viel Energie und Ressourcen verbrauchen Cloud-Dienstleister? Wie viel Treibhausgase verursachen Home-Office oder Videostreaming? Und welche Strategie hat die öffentliche Hand, umweltverträgliche IT-Dienstleistungen zu beschaffen? Bundesumweltministerium, UBA, Öko-Institut und Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration laden zu einer kostenlosen Videokonferenz am 10.09.2020.

In diesen Tagen zeigt sich mehr denn je, wie sehr Wirtschaft und soziales Zusammenleben von leistungsstarken und zuverlässigen digitalen Infrastrukturen abhängen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach digitalen Diensten sprunghaft steigen lassen. Sowohl im Home-Office als auch beim privaten Medienkonsum sind Onlinedienste und sichere Datenübertragung so gefragt wie nie. Deutschland hat einen echten Digitalisierungsschub erlebt, ohne den in den letzten Monaten vieles schwerer und manches unmöglich gewesen wäre.

Mit der Umweltpolitischen Digitalagenda hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (⁠BMU⁠) im März ein Set an Grundsätzen und Maßnahmen vorgelegt, um die Chancen digitaler Technologien gezielt für den Schutz von ⁠Klima⁠, Natur und Ressourcen zu nutzen und die Digitalisierung selbst in umweltgerechte Bahnen zu lenken. Denn ungeachtet ihrer großen Effizienzpotenziale, verbrauchen digitale Infrastrukturen zunehmend Energie und Rohstoffe.

Um die Digitalisierung nachhaltig zu gestalten, arbeitet das Umweltbundesamt (⁠UBA⁠) im Auftrag des BMU an zuverlässigen Daten über den ökologischen Fußabdruck der Digitalisierung. BMU und UBA laden Sie zusammen mit dem Öko-Institut und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) zur Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse ein:

Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen

Donnerstag, 10. September 2020, von 14:00 bis 16:30 Uhr
im Bundesumweltministerium (BMU) Berlin
mit Bundesministerin Svenja Schulze und UBA-Präsident Dirk Messner

Wie unterscheiden sich Cloud-Dienstleister in ihrem Ressourcenverbrauch und ihrer Energieeffizienz? Mit welchen Treibhausgasemissionen sind Home-Office oder Videostreaming verbunden? Und welche Strategie hat die öffentliche Hand, umweltverträgliche IT-Dienstleistungen zu beschaffen? Diese und weitere Fragen sollen auf der Veranstaltung beantwortet werden.

Programm

14:00 UhrBegrüßung durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze und UBA-Präsident Prof. Dr. Dirk Messner
14:30 UhrVorstellung der Forschungsergebnisse

  • Bewertung der Ressourceneffizienz von digitalen Diensten durch Kennzahlen Jens Gröger (Öko-Institut e. V.)
  • Kritische Punkte beim Ausbau von nachhaltigen Übertragungsnetzen und Cloud-Infrastrukturen Lutz Stobbe (Fraunhofer IZM)
  • Vorstellung des Policy-Papers zur Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen Marina Köhn (Umweltbundesamt)

15:15 UhrPodiumsdiskussion: Wie gelingt der nachhaltige Ausbau digitaler Infrastrukturen und welche Rahmenbedingungen sind hierzu erforderlich?

  • Stefanie Schödel-Adam, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Informationstechnik Dienstleistungszentrum des Landes Berlin (ITDZ)
  • Dr. Nils Trares-Wrobel, Kooperationsgruppe Green IT des IT-Planungsrates / Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein
  • Lars-Helge Wilbrandt, Gründer von BIOHOST
  • Ryan Holowka, Sustainability Manager, Public Policy & External Affairs, Vodafone AG

16:20 UhrAusblick: Andreas Lorenz, Abteilungsleiter Digitalisierung und Organisation im Umweltbundesamt

Pressemitteilung

Übertragung per Videostream

Die Veranstaltung wurde hier live per Video übertragen. Sie können das Video auch im Nachhinein ansehen:

Aufzeichnung der Veranstaltung "Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen" vom 10.09.2020
Quelle: Bundesumweltministerium

Aufzeichnung der Veranstaltung "Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen" vom 10.09.2020

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