Programm

Klimaresilient in die Zukunft – Nationale Konferenz zum Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie und Verleihung des Preises „Blauer Kompass“
© Umweltbundesamt

Programm & Sessions

Freitag, 06.11.2020

10:15     Anmeldung

10:30     Begrüßung und Einführung

  • Svenja Schulze | Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Prof. Dr. Dirk Messner | Präsident des Umweltbundesamtes

11:00     Podiumsdiskussion „Klimaresilient in die Zukunft: Schwerpunkte der deutschen Anpassungspolitik“

  • Svenja Schulze | Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Prof. Dr. Dirk Messner | Präsident des Umweltbundesamtes
  • Dr. Markus Kerber | Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
  • Ursula Heinen-Esser | Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  • und weitere Teilnehmende

12:00     Mittagspause

12:30     Parallele Sessions

  1. Bei Trockenheit Nutzungskonflikten vorbeugen: Wasserverfügbarkeit im ländlichen Raum sichern
  2. Mit Stadtnatur gegen Klimawandelfolgen: Naturbasiert die Auswirkungen von Starkregen und Hitze abpuffern
  3. Im Klimawandel gesund bleiben: Risikogruppen schützen, vulnerable und sozial benachteiligte Personen stärken
  4. Multiplikatoren für Klimaanpassung gewinnen: Wie Kommunikation und Beteiligung gelingt

13:45     Schlaglichter auf die Sessionergebnisse

14:00     Schlusswort

  • Florian Pronold |Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

14:10     Ende der Konferenz

14:30    Preisverleihung „Blauer Kompass“ durch

  • Svenja Schulze | Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Prof. Dr. Dirk Messner | Präsident des Umweltbundesamtes

15:30     Ausklang

                        
Moderation der Konferenz: Hanna Gersmann

Moderation der Preisverleihung: Nadine Kreutzer

Die Veranstaltung wird digital durchgeführt. Dem Programm können Sie per Livestream auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit folgen. Die Sessions finden in einem gesonderten Konferenztool statt. Die Einwahldaten und Zugangslinks erhalten Sie im Vorfeld zur Veranstaltung.

Das Programm können Sie hier als PDF runterladen.

Parallele Sessions

 

Session 1: Bei Trockenheit Nutzungskonflikten vorbeugen: Wasserverfügbarkeit im ländlichen Raum sichern

Langanhaltende Trockenheitsperioden im ländlichen Raum prägten die vergangenen Jahre und werden als Folge des Klimawandels auch in Zukunft zunehmend eine große Herausforderung für Mensch und Umwelt darstellen. Im Ausgleich von Nutzungskonflikten zwischen einzelnen Nutzergruppen haben Akteure der Wasserwirtschaft eine wichtige Rolle. Ausbleibende Niederschläge verursachen Engpässe bei der Trinkwasserbereitstellung, Ertragsausfälle in der Landwirtschaft und durch Niedrigwasser kommt es zu Unterbrechungen von Binnenschifffahrt und Lieferketten. Um diesen Folgewirkungen zu begegnen, bedarf es strategischer Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen.

In der Session geht es darum, wie ein ausgewogenes und bedarfsorientiertes Wassermanagement bei Trockenheit und Dürre im ländlichen Raum langfristig etabliert werden und Nutzungskonflikte zwischen unterschiedlicher Nutzergruppen verringern kann. Was können wir dazu aus den langanhaltenden Trockenperioden und ihren Folgen in den Jahren 2018, 2019 und aktuell 2020 lernen? Welche Strategien und Methoden eignen sich, um sich gezielt auf die Folgen zukünftiger Trockenperioden vorzubereiten und entsprechende Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen zu treffen? Welche Formate und Instrumente der Kooperation und Kommunikation sind hier dienlich?

Die Session richtet sich an Verantwortliche für Klimaanpassung in Kommunen, Kreisen, Ländern und Bundesbehörden, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen aus Interessensverbänden und der Wirtschaft (v.a. Wasserwirtschaft, Landwirtschaft).

Mit Impulsvorträgen von:

  • Jürgen Reich, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Obmann des Ständigen Ausschusses Klimawandel der Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)
  • Nicole Engel, Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen

Moderation: Achim Daschkeit (UBA), Manfred Born (ecolo)


Session 2: Mit Stadtnatur gegen Klimawandelfolgen: Naturbasiert die Auswirkungen von Starkregen und Hitze abpuffern

Bei der Entwicklung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel stehen Städten und Kommunen vor großen Herausforderungen. Neben der finanziellen Belastung zählt hierzu auch die Unsicherheit über die Entwicklung des Klimawandels: Mit welchen Mengen an Starkregen muss mittelfristig gerechnet werden, wenn die Kanalisation ausgebaut werden soll? Wie heiß wird in es verdichteten Innenstadtgebieten tatsächlich?

Naturbasierte Ansätze bieten hier eine vielversprechende Perspektive, denn sie gelten als kosteneffiziente und flexible Lösungen mit vielfältigem Nutzen. Indem die Resilienz und Funktionsfähigkeit von Ökosystemen gestärkt werden, können sie die negativen Auswirkungen des Klimawandels für die Gesellschaft abpuffern. Außerdem lässt sich durch naturbasierte Ansätze die Anpassung an den Klimawandel gut mit Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität, Luftreinhaltung und oft sogar der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Steigerung der Lebensqualität und des Wohlbefindens verbinden.

In der Session geht es darum, wie sich natur- und ökosystembasierte Lösungen in verdichteten urbanen Gebieten integrieren lassen, um Klimawandelfolgen abzupuffern. Wie können Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft dazu beitragen, naturbasierte Lösungen besser zu fördern?

Die Session richtet sich an Verantwortliche für Klimaanpassung in Kommunen, Kreisen, Ländern und Unternehmen, Bundesbehörden, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der Stadtentwicklung und der organisierten Zivilgesellschaft.

Mit Impulsvorträgen von:

  • Ulrike Raasch, Emschergenossenschaft, Zukunftsinitiative ‚Wasser in der Stadt von morgen‘
  • Florian Mayer, Bundesamt für Naturschutz, Fachgebietsleiter Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich

Moderation: Andreas Vetter (UBA), Johannes Rupp (IÖW)


Session 3: Im Klimawandel gesund bleiben: Risikogruppen schützen, vulnerable und sozial benachteiligte Personen stärken

Extremwetterereignisse wie Hitzeperioden oder Überschwemmungen sind schon jetzt spürbare Auswirkungen des Klimawandels und werden in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Besonders betroffen davon sind Seniorinnen und Senioren, Kinder, pflegebedürftige und gesundheitlich vorbelastete Menschen, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner sozial benachteiligter Stadtquartiere mit infrastrukturellen Defiziten. Für diese Gruppen stellen die Belastungen durch die Auswirkungen des Klimawandels ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Hinzu kommt, dass sie über herkömmliche Ansätze und Projekte zur Klimaanpassung oft schlecht erreicht werden können, beispielsweise aufgrund eingeschränkter Mobilität oder Sprachbarrieren.

Umso wichtiger ist es, Strategien zu entwickeln, um vulnerable Gruppen in der Klimaanpassung zu stärken. In der Session geht es darum, wie der Schutz vulnerabler Gruppen in Klimaanpassungskonzepte integriert werden kann. Welche Ansätze und Projekte setzen sich für benachteiligte Gruppen ein und wie lassen sich diese in die Breite tragen?

Die Session richtet sich an Verantwortliche für Klimaanpassung in Kommunen, Kreisen und Ländern, Bundesbehörden, Vertreter*innen aus dem Gesundheits- und Wohlfahrtsbereich, dem Bevölkerungsschutz, der Stadtentwicklung und der organisierten Zivilgesellschaft.

Mit Impulsvorträgen von:

  • Dr. med. Ralph Krolewski, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG)
  • Steffen Lembke, Arbeiterwohlfahrt (AWO), Abteilungsleiter Qualitätsmanagement/Nachhaltigkeit

Moderation: Kirsten Sander (UBA), Dr. Torsten Grothmann

Session 4: Multiplikatoren für Klimaanpassung gewinnen: Wie Kommunikation und Beteiligung gelingt

Die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen auf lokaler Ebene erfordert häufig Unterstützung und Engagement aus der Bevölkerung oder der lokalen Wirtschaft. Spezielle Informations- und Beteiligungsangebote können Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel in ihrer Rolle als Ehrenamtliche oder Unternehmensmitarbeitende für wirksame Klimaanpassungsmaßnahmen sensibilisieren und aktivieren. Durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit kann so die Motivation und Akzeptanz für Klimaanpassung steigen. Hierbei nehmen zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteure des Bevölkerungsschutzes eine wichtige Unterstützungs- und Aktivierungsrolle ein. Zusätzlich können Ehrenamtliche und Beschäftigte als Multiplikatoren wirken.

In der Session werden Ansätze vorgestellt und diskutiert, wie Personen in unterschiedlichen Rollen als Multiplikatoren und Unterstützer für das Engagement für Klimaanpassung gewonnen werden können. Welche Kommunikations-, Aktivierungs- und Beteiligungsmethoden eignen sich?

Die Session richtet sich an Verantwortliche für Klimaanpassung in Kommunen, Kreisen und Ländern, Bundesbehörden, Vertreter*innen aus Unternehmen, dem Bevölkerungsschutz, von Hilfsorganisationen sowie der organisierten Zivilgesellschaft.

Mit Impulsvorträgen von:

  • Prof. Dr. Peer Rechenbach, Deutscher Feuerwehrverband
  • Dr. Anke Valentin, Wissenschaftsladen Bonn, Geschäftsführung / Projektentwicklung

 Moderation: Sebastian Ebert (UBA), Dr. Esther Hoffmann (IÖW)

 

Stand: 14.10.2020