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Letzte Änderung: 01.06.2012
Ende 2011 führt die EU-Verordnung (EU) Nr. 1062/2010 (deutsch PDF / 1,65 MB / englisch PDF / 1,65 MB) das EU-Etikett für Fernsehgeräte verpflichtend ein. Wir beantworten die häufigsten Fragen dazu.
Fragen zur Kennzeichnung von Fernsehgeräten: Warum gibt es eine Energieverbrauchskennzeichnung für Fernseher?
Fernsehgeräte sind seit der Einführung der Flachbildfernsehtechnik mit immer größeren Bildschirmdiagonalen erhältlich. Mit der Bildschirmgröße nimmt auch der Stromverbrauch des Fernsehers zu. Allerdings kennen ihn nur die wenigsten. Um diesen anschaulich darzustellen, zeigt die Energieverbrauchskennzeichnung neben der Effizienzklasse des Fernsehers auch den Jahresstromverbrauch, die Leistungsaufnahme, die Bilddiagonale sowie ob das Gerät einen echten Ausschalter besitzt. Ab dem 30.11.2011 ist die Energieverbrauchskennzeichnung für Fernsehgeräte verbindlich. Die Kennzeichnung beginnt mit den Klassen A bis G und wird ab 01.01.2014 zu A+ bis F geändert, ab 01.01.2017 zu A++ bis E und ab 01.01.2020 zu A+++ bis D. Diese Kennzeichnungen können bereits vorzeitig genutzt werden, sobald ein effizienteres Fernsehgerät auf den Markt bzw. in den Handel gelangt, welches bereits eine höhere Klasse erreicht. Hierdurch kann es vorkommen, dass unterschiedliche Kennzeichnungen im Handel zu sehen sind. Meist werden die Geräte in den Verkaufsräumen mit hoch auflösenden und guten Signalquellen im sogenannten „Shop mode“ betrieben. Dieser speziell für Verkaufsräume ausgelegte Betriebsmodus stellt die Fernsehbilder mit stärkerer Helligkeit und größerem Kontrast dar. Für das Fernsehen bei Ihnen zu Hause ist der sogenannte „Home mode“ vorgesehen, da dort die hohen Helligkeits- und Kontrastwerte stören würden. Der sog. „Home mode“ für das Fernsehen zu Hause solle ein abgestimmtes Helligkeits- und Kontrastverhältnis für ein gutes Fernsehbild bieten. Diese Einstellung wird für die Kennzeichnung des Energieverbrauchs genutzt, wobei von einem täglichen Betrieb von 4 Stunden ausgegangen wird. In vielen Fällen stellt diese Einstellung ein gutes Fernsehbild dar. Sollte das Fernsehbild heller oder kontrastreicher dargestellt werden, nimmt in den meisten Fällen der Energieverbrauch zu. Weiter Tipps erhalten sie in Fachzeitschriften sowie den Tests der Stiftung Warentest. Ein Fernseher sollte nicht beliebig groß sein, da bei zu großem Bild nicht alle Inhalte erkannt und die Augen überanstrengt werden können. Des Weiteren nimmt der Stromverbrauch mit der Bildschirmfläche erheblich zu. Die ideale Größe ist abhängig von der Entfernung des Betrachters zum Gerät: Die Bildschirmdiagonale sollte etwa die Hälfte der Entfernung zum Gerät nicht überschreiten. Beispielsweise ist bei einem Abstand von 1,5 bis 2 Meter ein Fernsehgerät mit einer Bilddiagonalen von 82 Zentimetern völlig ausreichend. Den größten Platz nimmt die Angabe der Energieeffizienzklasse mit zugehörigem Buchstaben ein. Die sparsamsten Geräte sind in der obersten, dunkelgrünen Effizienzklasse, die nun A, A+, A++ oder A+++ heißen kann. Vergleichen Sie in Geschäften, in Katalogen oder im Internet mehrere Geräte, ob nicht eines davon eine höhere Kennzeichnung trägt. Des Weiteren ist die Angabe der Leistungsaufnahme und des Jahresenergieverbrauchs wichtig, um Geräte innerhalb einer Größenklasse zu vergleichen. Hierfür ist die Bilddiagonale ebenfalls auf dem Etikett anzugeben. Die Integration weiterer Funktionen wie ein zweiter Empfänger oder eine Festplatte kann den Gesamtenergieverbrauch gegenüber mehreren Einzelgeräten senken. Deshalb ist es wichtig, neben der Energieeffizienz auch die enthaltenen Funktionen zu betrachten. Eine Erklärung des Fernsehgeräteetiketts erhalten sie hier PDF / 217 KB. Die Einsparungen an Energiekosten hängen davon ab, wie groß ein Fernseher ist, und mit welchem Gerät man ihn vergleicht. Die folgende Tabelle zeigt die höheren oder niedrigeren Energiekosten im Vergleich zu einem Fernseher der Effizienzklasse A+: |
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