Wie kann der Verlust an Boden global erfasst werden?

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Wassererosion ist global einer der bedeutendsten Prozesse, die zur Bodendegradation führen.
Quelle: Knut Ehlers / Umweltbundesamt

Bodendegradation, also die Verschlechterung des Bodens bis hin zu völligem Verlust seiner Funktionsfähigkeit, kann beispielsweise durch eine nicht standortgerechte landwirtschaftliche Nutzung eintreten. Sie gefährdet auf globaler wie auch nationaler Ebene eine nachhaltige Entwicklung. Welche Möglichkeiten bestehen, die globale Bodendegradation zu erfassen, hat ein UBA-Gutachten untersucht.

Im September 2015 wurden die globalen Nachhaltigkeitsziele (engl. Sustainable Development Goals, SDGs) von den Vereinten Nationen verabschiedet. Sie beinhalten die Ziele, die Bodenqualität zu verbessern, degradierten Boden wieder herzustellen und eine „land degradation-neutral world“ zu erreichen. Um beobachten zu können, ob und welche Fortschritte die Weltgemeinschaft bei der Erreichung dieser Ziele macht, ist es nötig Bodendegradation global messbar zu machen. Wie dies gelingen könnte und welche ähnlichen Abschätzungen der Bodendegradation auf globaler Ebene es in der Vergangenheit gab, hat nun ein vom UBA in Auftrag gegebenes Gutachten des „International Soil Reference and Information Centre“ (ISRIC) aus den Niederlanden untersucht. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass es mehrere Möglichkeiten eines globalen Monitoring von Bodendegradation gibt. Zwingende Voraussetzung für ein global anerkanntes Verfahren ist zunächst jedoch ein einheitlicher global akzeptierter Bezugsrahmen, denn ein guter Boden beispielsweise ist für den einen ein Boden, der hohe landwirtschaftliche Erträge sichert, und für den anderen ein Boden, der einer hohen Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren ein zuhause bietet.

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Schlagworte:
 Bodendegradation  Bodenerosion durch Wasser  Erosionsforschung