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Verkehr | Lärm

Mobilität ist ein wichtiger Motor unserer Wirtschaft und ein Grundbedürfnis der Menschen. Der Verkehr verursacht jedoch viele Probleme, die Mensch und Umwelt schädigen.

Der Verkehrssektor verbraucht in der EU gut ein Drittel der Energie und verursacht mehr als ein Viertel der Treibhausgasemissionen. Die stetige Zunahme des Verkehrs, insbesondere des Güterverkehrs, kompensiert die Einsparungen, die durch bessere Antriebstechnologien und alternative Kraftstoffe erreicht werden konnten. Neben dem Ausstoß von CO2 und anderen klimaschädlichen Treibhausgasen stellen die verkehrsbedingten Luftschadstoffe wie Feinstaub oder NOx eine große Belastung für die Gesundheit dar. Darüber hinaus sind viele Menschen hohen Lärmbelastungen ausgesetzt. Diese beeinträchtigen ihre Gesundheit und mindern die Lebensqualität. Zudem nimmt der Verkehr derzeit circa fünf Prozent der gesamten Fläche in Deutschland in Anspruch. Von einem Flächenverbrauchsziel von maximal 30 Hektar pro Tag für Siedlungs- und Verkehrsfläche sind wir noch weit entfernt.

Lärm ist praktisch überall und rund um die Uhr vorhanden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das gestiegene Verkehrsaufkommen. Zudem hat die Zahl der Lärmquellen zugenommen. Beispiele dafür sind Laubbläser oder Großveranstaltungen. Auch sind viele Menschen gegenüber negativen Umwelteinwirkungen generell und insbesondere im Hinblick auf Lärm deutlich sensibler geworden. Eine deutliche Minderung der Beeinträchtigungen durch den Lärm des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs lässt sich nur durch die abgestimmte Anwendung vieler unterschiedlicher Einzelinstrumente erreichen: von der Fahrzeug- und Fahrwegtechnik über das Steuerrecht bis zur Verkehrs- und Stadtplanung.

In einem umfassenden Konzept für eine nachhaltige Mobilität kommen der Verkehrsvermeidung und der Verlagerung von Verkehr auf umweltschonendere Verkehrsmittel besondere Bedeutung zu. Auch Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen, die sich am Stand der Technik orientieren, müssen enthalten sein. Instrumente zur Minderung der Emissionen zielen auf lärm- und schadstoffarme Fahrzeuge, emissionsarme Betriebsweisen und umweltgerechte Fahrwege. Im Hinblick darauf müssen vor allem Emissionsgrenzwerte konsequent an den Stand der Technik angepasst werden. Ziel des UBA ist es, zukünftige Fragen der Raumplanung noch stärker mit dem Thema Verkehr zu verknüpften. So können die Lebensqualität in ländlichen wie auch städtischen Räumen verbessert und die ökologischen Ziele zum Beispiel der Luftreinhaltung und des Lärmschutzes erreichen werden.

Der Energieverbrauch des Verkehrs muss stärker als bisher in die Gesamtdiskussion der zukünftigen Energieversorgung (post-fossil) und die Energiewende integriert werden. Eine schrittweise Erhöhung der regenerativen Energieversorgung des Verkehrs im Sinne des Klimaschutzes ist notwendig. Das dafür notwendige kontinuierliche Monitoring der vergangenen und die Szenarien für zukünftige Entwicklungen im Güter- und Personenverkehr in Deutschland werden unter anderem mit dem Transport Emission Model (TREMOD) ermöglicht. Dies stellt eine wichtige Datengrundlage sowohl für den Verkehrsteil der Emissionsberichtserstattung in Deutschland als auch für verschiedene Umweltdatendarstellungen für Wissenschaft und Wirtschaft dar. Mit diesem Werkzeug werden Analysen zu allen Verkehrsträgern erstellt. Mit TREMOD werden außerdem die Grundlagen für verkehrsträgerübergreifende Konzepte wie die Multimodalität, Steigerung der Energieeffizienz oder die mögliche zukünftige Energieversorgung des Verkehrsentwickelt. Es dient zudem der nationalen und internationalen Berichterstattung.

Eine wichtige Säule der nachhaltigen Mobilität ist der Radverkehr. Im Auftrag des Verkehrsministeriums betreut und berät das UBA im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans seit 2008 Projekte wie Kampagnen, Forschungsvorhaben, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und vieles mehr, um den Radverkehr zu fördern. Das Umweltbundesamt plädiert für einen umweltbewussten und nachhaltigen Umgang mit den Themen Verkehr und Lärm. Dies erfordert einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über die Entwicklung unserer Städte und ländlichen Räume, an dem sich das UBA zum Schutz von Mensch und Umwelt aktiv beteiligt.

Der Einfluss der Corona-Krise auf die Umwelt

Darstellung eines Corona-Virus

Weniger Verkehr auf den Straßen, die Industrieproduktion teilweise lahmgelegt, die Büros verwaist – was macht die Corona-Krise mit der Umwelt? Wird die Luft besser und rettet Corona vielleicht sogar das Klima? Das Umweltbundesamt gibt Antworten. weiterlesen

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Leitfaden für mehr Lebensqualität in Quartiersstraßen

Kinder spielen auf der Straße in einem Wohngebiet

Eine attraktive Gestaltung von Straßen in Wohnquartieren senkt Umweltbelastungen und verbessert die Lebensqualität. Ein neuer UBA-Leitfaden stellt wirksame verkehrsberuhigende und verkehrslenkende Maßnahmen vor, mit denen Straßenräume im Quartier von übermäßiger Beanspruchung durch Autos befreit werden und sich zu zukunftsfähigen Lebensräumen entwickeln können. weiterlesen

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Neue Broschüre: Wie plant und gestaltet man „geh-recht“?

Zu Fuß Gehende auf einem Zebrastreifen

Wie breit müssen Gehwege sein? Wie gestaltet man sie barrierefrei? Und was ist zu beachten, wenn sie auch mit Fahrrädern benutzt werden sollen? Eine neue Broschüre bietet eine kompakte Übersicht der existierenden Richtlinien, Normen und Kennzahlen rund um die Fußverkehrsplanung – für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen und Planungsbüros, aber auch für Bürgerinnen und Bürger. weiterlesen

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Luftqualität 2019: NO2-Rückgang setzt sich fort

Eine Straße, in der sich Autos stauen.

2019 wurde der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ Luft an rund 20 Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. 2018 waren es noch 42 Prozent. Insgesamt ist die Belastung mit Stickstoffdioxid deutschlandweit weiter rückläufig. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). weiterlesen

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AU sollte bei Diesel-Pkw künftig auch Stickstoffoxid (NOx) messen

an einem Pkw, der in einem Raum steht, ist ein Messgerät am Auspuff angeschlossen

Das UBA empfiehlt, die regelmäßige Abgasuntersuchung (AU) bei Diesel-Pkw um eine Messung des Stickstoffoxid-Ausstoßes (NOx) zu erweitern. So könnte sichergestellt werden, dass Bauteile und Systeme zur Abgasminderung, wie SCR-Katalysatoren, auch dauerhaft im Betrieb funktionieren. Welche Messverfahren geeignet sind und wie sie konkret in der AU umgesetzt werden könnten, zeigt eine neue Studie. weiterlesen

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Sieben Fragen und Antworten zum Diesel

Ein Abgasrohr an einem Auto.

Nur neuste Dieselautos der Abgasstandards Euro 6d-TEMP und Euro 6d haben auch auf der Straße niedrige Stickstoffoxid-Emissionen. Ältere Dieselautos überschreiten hingegen die Euro-Grenzwerte für Stickstoffdioxid auf der Straße deutlich. Fakten zu Stickstoffoxid-Belastung, Software-Updates, Nachrüstung mit Katalysatoren und der Rolle von Dieselmotoren für den Klimaschutz. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt