Die richtigen Reifen

ein Auto fährt bei Schneetreiben über eine verschneite Fahrbahn, Großaufnahme eines Reifenszum Vergrößern anklicken
Es lohnt sich, auf umweltschonende Reifen zu setzen.
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Spätestens Ende Oktober ist es Zeit, Winterreifen aufzuziehen. Ob Sommer oder Winter, Autoreifen haben großen Einfluss auf Lärm, Verbrauch und Treibhausgasemissionen. Worauf Sie achten sollten.

Autoreifen verursachen Straßenlärm, der ganz wesentlich an den Rollgeräuschen der Reifen liegt. Die Reifen beeinflussen außerdem die Höhe des Kraftstoffverbrauchs - und damit die Höhe der Treibhausgasemissionen und anderer Schadstoffe in den Abgasen. Der Reifenabrieb wiederum ist eine bedeutende Feinstaubquelle und enthält gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe wie zum Beispiel krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) – außerdem fallen durch Reifenabrieb jedes Jahr rund 100.000 Tonnen Mikroplastik an. Hinzu kommen 600.000 Tonnen Altreifen, allein in Deutschland, die aufwändig und anspruchsvoll recycelt werden müssen.

Kraftstoffverbrauch und Schadstoffe

Je größer der Rollwiderstand, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch und desto höher sind auch die CO2-Emissionen beim Autofahren. Das EU-Reifenlabel bietet hier eine gute Orientierung. Ein Fahrzeug, ausgerüstet mit Reifen der besten Kategorie A, kann im Vergleich zu Reifen der schlechtesten Kategorie G bis zu 7,5 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Wer 15.000 Kilometer im Jahr fährt, spart so rund 125 Euro pro Jahr (Spritverbrauch 8 Liter/100 Kilometer; Spritpreis 1,40 Euro/Liter).

Lärm durch Rollgeräusche

Bei modernen Pkw-Reifen gibt es große Unterschiede bei den Abrollgeräuschen. Geräuschoptimierte, lärmarme Reifen können daher einen wirksamen Beitrag zur Minderung des Straßenlärms leisten. Angaben zum Abrollgeräusch finden Sie ebenfalls auf dem EU-Label.

Lebensdauer

Langlebige, verschleißarme Reifen schonen Geldbeutel und Umwelt. Lesen Sie die einschlägigen Testberichte (Stiftung Warentest, ADAC etc.) und achten Sie bei Sommerreifen auf die UTQG-Angabe (Uniform Tire Quality Grade) auf der Seitenwand des Reifens. Die Zahl hinter dem Wort „TREADWEAR“ sollte nach Möglichkeit nicht unter 300 liegen – größere Werte sind besser.

Reifendruck

Ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch um etwa fünf Prozent – und ist ohnehin gefährlich. Prüfen Sie den Reifendruck daher regelmäßig. Informationen zum passenden Reifendruck finden Sie auf der Innenseite der Tankklappe oder im Türrahmen der Fahrertür. Außerdem führt falscher Reifendruck zu vorzeitigem Verschleiß.

Entsorgung

Reifen bestehen aus einer Vielzahl teilweise gesundheits- und umweltbelastender Materialien. Sie müssen deshalb sachgerecht entsorgt werden. Eine Entsorgung im Haus- oder Sperrmüll ist verboten. Geben Sie Ihre Altreifen deshalb im Reifenfachhandel ab.