Indikator: Abfallmenge – Siedlungsabfälle
Die Abfallpolitik der Bundesregierung, die sich eine Vermeidung und Verwertung von Abfällen zum Ziel hat, war mit Blick auf die Verwertung erfolgreich. Die Abfallmenge, die abgelagert (deponiert) werden muss, sank zwischen den Jahren 2000 und 2023 von 28,7 auf 15,66 Prozent. Am erfolgreichsten war diese Politik bei Siedlungsabfällen. Von ihnen mussten im Jahr 2023 nur 0,6 Prozent deponiert werden.
Das Netto-Abfallaufkommen sank zwischen den Jahren 2000 und 2023 um rund 21 Prozent. Das liegt neben statistischen Effekten hauptsächlich an der konjunkturell bedingten Abnahme der Bau- und Abbruchabfälle. Die Abfälle aus Haushalten blieben im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau. Der Großteil des anfallenden Abfalls wird verwertet.
Beim Sammeln und Transportieren von Abfällen wird je nach Abfallart zwischen der systemlosen und der systematischen Erfassung unterschieden. Systemlos ist zum Beispiel die Bündelsammlung von Altpapier. Dem stehen die unterschiedlichen Behältersysteme gegenüber. Während der Restmüll in der grauen Tonne erfasst wird, gibt es für eine Reihe von Abfällen getrennte Erfassungssysteme.
Die Abfallwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Recycling, die energetische Nutzung von Restabfällen sowie die Deponiegaserfassung und -nutzung tragen erheblich zur Minderung von Treibhausgasen bei. Das Ablagerungsverbot für nicht vorbehandelte Siedlungsabfälle hat einen entscheidenden Impuls für diese Entwicklung in Deutschland gegeben.