Indikator: Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM10)
Die „Europäische Partnerschaft für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien“ (PARC) wurde mit dem übergeordneten Ziel entwickelt, das Wissen um chemische Substanzen zu verbessern, um so die Gesundheit der Menschen und die Umwelt besser zu schützen. Umgesetzt werden soll dieses Ziel innerhalb von sieben Jahren und mit 200 Organisationen aus Europa.
Basic principles for the development of a concept for environmental exposure assessments of single substances released from multiple uses under REACH
(deutscher Titel: Entwicklung eines Konzepts zur Berücksichtigung der Freisetzung aus mehreren Verwendungen bei der Bewertung der Umweltexposition für Einzelstoffe unter REACH)
(FKZ 360 01 058)
Außergewöhnliche Belastungssituationen verdienen besondere Betrachtungen. Sie treten immer dann auf, wenn übliche oder erwartbare Umweltbedingungen nicht anzutreffen sind. Weil die Gesundheit bei diesen oft extremen Belastungen besonders gefährdet ist, nimmt die Umwelthygiene und Umweltmedizin daher auch zu solchen besonderen Themen Stellung.
Der Artikel beschreibt drei wichtige Indikatoren, welche die Bedeutung der Feinstaubbelastung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aufzeigen. 2021 konnten insgesamt ca. 232.900 verlorene gesunde Lebensjahre (Disability-Adjusted Life Years; DALYs) auf Feinstaub (PM2,5) zurückgeführt werden. Im Vergleich zu 2010 sind die DALYs um etwa die Hälfte zurückgegangen.
Im Rahmen des „ Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit" (APUG) hat das Umweltbundesamt die Datenbasis für bevölkerungsbezogene Expositionsschätzungen - so genannte Expositionsfaktoren - erfolgreich erweitert und aktualisiert.
Der Mensch ist vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die akute oder chronische Gesundheitsschädigungen hervorrufen können: Lärm, Schadstoffe in der Luft, im Wasser, oder in Nahrungsmitteln. Den Kontakt eines Organismus mit chemischen, biologischen oder physikalischen Einflüssen bezeichnen Fachleute als „Exposition”.