Der dritte PMT-Workshop 2021

Der dritte PMT-Workshop 2021: "Getting control of PMT substances under REACH "zum Vergrößern anklicken
Der dritte PMT-Workshop 2021: "Getting control of PMT substances under REACH"
Quelle: Michael Neumann / UBA

Der dritte PMT-Workshop fand am 25. und 26. März 2021 unter dem Titel "Kontrolle von PMT- und vPvM-Stoffen unter REACH" als Online-Konferenz statt. Er wurde vom Umweltbundesamt (UBA) und dem Norwegischen Geotechnischen Institut (NGI) organisiert.

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Über 700 Expert:innen aus 32 Nationen hatten sich vorab registriert. Darunter Vertreter:innen von Wasserversorgern, der chemischen Industrie, der akademischen Forschung, Regulierungsbehörden und NGOs. In der Spitze waren 510 Zuhörer:innen gleichzeitig online. Dies unterstreicht einmal mehr die wachsende internationale Aufmerksamkeit für PMT/vPvM-Stoffen in der Umwelt.

Der Workshop zeigte eine Vielzahl von Perspektiven auf, wie PMT- und vPvM-Stoffe unter ⁠REACH⁠ beherrscht werden können. Die Europäische Kommission, die ECHA und nationale Behörden erörterten Aspekte der politischen Steuerung und Koordination, beispielsweise wie PMT/vPvM Stoffen in der ⁠CLP⁠-Verordnung und REACH berücksichtigt werden können. Zudem wurde über die Identifizierung der ersten beiden PMT/vPvM-Stoffe als SVHC unter REACH, sowie über nationale Strategien für den Umgang mit diesen Substanzen informiert. Die Wasserversorger äußerten ihre Besorgnis über das Vorhandensein von PMT/vPvM-Stoffen in Trinkwasserressourcen in ganz Europa und das Fehlen praktischer Ansätze, um diese zu entfernen. Die chemische Industrie präsentierte ihre Initiativen zur Produktverantwortung und begrüßte einen offenen Dialog mit allen Parteien, um den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu gewährleisten. Aus der wissenschaftlichen Forschung wurden ⁠Monitoring⁠- und Sanierungsstudien, Toxizitäts- und ⁠Persistenz⁠-Screening-Methoden sowie realen Fallstudien von neu auftretenden PMT-Substanzen vorgestellt. NGOs konnten zeigen, wie sowohl Markt- als auch politische Mechanismen genutzt werden können, um Innovationen voranzutreiben um einen Ausstieg aus der Verwendung von PMT/vPvM-Stoffen zu realisieren.

Zum Abschluss des Workshops wurde die Meinung des Publikums über die 10 größten Schwachstellen bezüglich der Beherrschung von PMT/vPvM-Stoffen durch eine Live-Umfrage ermittelt. Die Ergebnisse dieser Umfrage und der dazugehörigen Interpretation finden Sie hier.

 

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Lesen Sie die vollständige Geschichte der Entwicklung der PMT/vPvM-Kriterien im Rahmen der EU-Chemikaliengesetzgebung REACH zur Identifizierung von PMT/vPvM-Stoffen: (01) –> Einführung zu PMT/vPvM-Stoffen, (02) –> Emergenz (2009 - 2015) der PMT/vPvM-Kriterien, (03) –> Erster PMT-Workshop 2011, (04) –> Öffentliche Konsultation (2016 - 2019) zu den PMT/vPvM-Kriterien, (05) –> Zweiter PMT-Workshop 2018, (06) –> Anwendung (2019 - laufend) der PMT/vPvM-Kriterien, (07) –> Dritter PMT-Workshop 2021, (08) –> Medienberichterstattung, (09) –> Häufig gestellte Fragen (FAQ), (10) –> Die abgestimmten PMT/vPvM-Kriterien

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