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Energie

Energiesparen

Letzte Änderung: 09.04.2013

In welchen Bereichen kann man Energie und gleichzeitig Energiekosten sparen? Wie viele Kraftwerke könnten durch konsequentes Stromsparen überflüssig werden? Was behindert das Energiesparen? Wie hilft die Politik beim Energiesparen? Was kann jeder selbst tun, um Energie zu sparen?

Energiesparen bedeutet, mit weniger Endenergien (elektrischem Strom, Brenn- und Kraftstoffen) die gleichen Energiedienstleistungen zu erbringen: einen warmen und hellen Wohnraum zu haben oder ein Produkt herzustellen.

In allen Bereichen – Haushalte, Industrie, Gewerbe – gibt es Möglichkeiten zum Energiesparen, die sich über die eingesparten Energiekosten über kurz oder lang auszahlen. Energiesparen ist also doppelt vorteilhaft: Es spart Energiekosten und mindert die Umweltbelastungen, die die Energienutzung verursacht.

Doch zahlreiche Hemmnisse verhindern, diese wirtschaftlichen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen zu erschließen. Es bedarf deshalb vielfältiger Instrumente, die einerseits fördern und andererseits verbindlich fordern.

Informationen zum Energiesparen im Verkehr finden Sie auf der Seite Verkehr.

 

Energieverbrauch und Einsparpotentiale in Deutschland

Wieviel Energie verbrauchen wir? Wie effizient nutzen wir Energie?

Stromzähler; Foto: @bilderbox © fotolia.deWie viel besser sind Kühlschränke oder Waschmaschinen im Energieverbrauch geworden? Wie hat sich der Heizenergiebedarf pro Wohneinheit entwickelt? Antwort gibt der Bericht „Energieeffizienz in Zahlen“. Kennwerte für Energieverbräuche (XLS / 1,65 MB) verschiedener Branchen wurden ausgerechnet. Der Bericht zeigt: Deutschland hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Energieeffizienz gemacht.

Stromsparen: weniger Kosten, weniger Kraftwerke, weniger CO2

Durchgestrichenes KohlekraftwerkUnser stetig angestiegener Stromverbrauch macht viele Klimaschutzerfolge wieder zunichte. Obwohl der Stromverbrauch nur ein Fünftel des gesamten Endenergieverbrauches ausmacht, verursacht er – über die Emissionen der Kraftwerke – fast die Hälfte aller energiebedingten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland. 30 neue Kraftwerke müssten nicht gebaut werden, wenn wir alle, auch die Industrie als größter Stromverbraucher, die wirtschaftlichen Möglichkeiten zum Stromsparen ausschöpfen würden. Mehr über die Stromsparmöglichkeiten, ob in der Industrie oder im Privathaushalt, können Sie im UBA-Positionspapier Stromsparen: weniger Kosten, weniger Kraftwerke, weniger CO2 - Fakten und Argumente für das Handeln auf der Verbraucherseite lesen.

Die Ökodesign-Richtlinie kurz und bündig erklärt - Was bringt sie für die Energieeinsparung?

Stromzähler; Foto: @bilderbox © fotolia.deDie Ökodesign-Richtlinie der EU ist ein starkes und geeignetes Instrument, um die Energieeffizienz von Produkten zu erhöhen. Aus den beachtlichen Effizienzgewinnen aber auch absolute Einsparungen zu machen, ist eine Herausforderung. Mit der Publikation „Umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte” stellt das Umweltbundesamt die Richtlinie, ihren Ausgestaltungsprozess sowie ihre Auswirkungen auf Hersteller und Verbraucher leicht verständlich dar.

Umweltfreundliche Produkte fördern: Konzept für ein „Top-Runner-Modell“

Die Bundesregierung will auf EU-Ebene ein Anforderungs- und Anreizsystem schaffen, das die energie- und ressourceneffizientesten Produkte am Markt fördert. Für ein solches „Top-Runner-Modell“ hat das UBA ein Grundkonzept erstellen lassen. Das Gutachten „Grundkonzeption eines produktbezogenen Top-Runner-Modells auf der EU-Ebene“ zeigt, wie der in der EU vorhandene Instrumentenmix verbessert werden kann. Beispielsweise sollte die bisher nur für wenige Produkte verpflichtende Energieverbrauchskennzeichnung auf weitere Produkte ausgeweitet werden.

Energievergeudung durch Leerlaufverluste elektrischer Geräte

Viele elektrische Geräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn sie vermeintlich ausgeschaltet sind. Lesen Sie, wie sie „Leerlaufverluste” vermeiden können.

Energieeffizienz in Deutschland: Methoden zur Messung des Fortschritts

Haus mit dichter Fassadenbegrünung; Foto: Reinhard Böhnke © UBAVon  2008 bis zum Jahr 2016 muss Deutschland seinen Energieverbrauch um insgesamt 9 Prozent senken und der EU über seine Erfolge berichten. So schreibt es die EU-Energiedienstleistungsrichtlinie vor. Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, hat Deutschland im Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan festgelegt. Eine Studie im Auftrag des UBA hat Berechnungsmethoden entwickelt, um die Fortschritte bei Energieeinsparung und Energieeffizienz zu ermitteln.

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Energiesparen im Privathaushalt

Energiesparen im Haushalt schont den Geldbeutel und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, weil so der Ausstoß des Treibhausgases CO2 gesenkt wird. Das Umweltbundesamt bietet Ihnen zahlreiche Tipps und Hilfen hierfür:

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Energiesparende Gebäude

Ratgeber

Beim Heizen CO2 und Kosten sparen

Heizkörper mit Thermostat; Quelle: Zauberhut © fotolia.deHeizen und Trinkwassererwärmung in Wohngebäuden verursachten 2007 fast ein Viertel des Endenergieverbrauchs. Die Studie: „Umweltwirkungen von Heizungssystemen in Deutschland“ im Auftrag des UBA zeigt, wie Gebäude klima- und umweltfreundlich zu beheizen sind: Sowohl ein besonders niedriger Heizenergiebedarf als auch besonders klimafreundliche Heiztechniken ermöglichen es, die Treibhausgasemissionen um bis zu 95 % zu senken.

Nachtspeicherheizungen

NachtspeicherheizungMit elektrischem Strom zu heizen, verursacht mehr Treibhausgase als nötig. 2004 betrug der gesamte Stromverbrauch für Raumwärme und elektrische Warmwasserbereitung 14 % des gesamten Stromverbrauchs. Jede 25. Wohnung in Deutschland wird elektrisch beheizt. Informationen über Gründe für den Ersatz klimaschädlicher Stromheizungen und zur Wirtschaftlichkeit des Austauschs von Nachtspeicherheizungen finden Sie beim Bundesumweltministerium.

Trinkwassererwärmung: Energieeffizienz und Hygiene

Ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaziele wird in Energieeinsparungen im Gebäudebereich gesehen. So auch bei der Warmwasserbereitung, die etwa 12% des Endenergieverbrauchs der privaten Haushalte ausmacht. Energiesparen bei der Trinkwassererwärmung und die hygienischen Anforderungen an das Trinkwasser sind aber nicht ganz einfach in Einklang zu bringen: Nur die Warmwassertemperatur zu verringern oder das Wasser chemisch zu desinfizieren, kann nämlich zu Gesundheitsbelastungen durch Legionellen oder Chlornebenprodukten führen. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, auf chemische Desinfektion zu verzichten und Energiespar-Maßnahmen durchzuführen, die die Wärmeverluste bei der Erzeugung, Speicherung und Verteilung des Warmwassers verringern.

Gebäude umweltfreundlich und kostengünstig kühlen

Gebäude mit gelben Sonnenschutzrollos an den Fenstern; Foto: Gisela Schuemann © fotolia.deGebäude zu kühlen wird als immer selbstverständlicher angesehen. Eine Studie untersuchte, wie viel CO2-Emissionen und Energieverbrauch die Kühlung von Gebäuden in Deutschland verursacht und wie sich beides verringern lässt. Selbst bei wärmerem Klima können zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise außenliegender Sonnenschutz und intensive Nachtlüftung, die Behaglichkeit verbessern und den gegenwärtigen Energieverbrauch für Gebäudekühlung um 64 Prozent verringern.

Gebäudesanierungen durch günstige rechtliche Rahmenbedingungen vorantreiben

Spielzeughäuser auf Energiepass; Quelle: m.schuckart © fotolia.deIm Gebäudebestand existieren enorme Möglichkeiten, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu vermindern. Diese bleiben aber oft ungenutzt, da zu selten, und dann häufig nicht anspruchsvoll genug, energetisch saniert wird. Wie das Recht die Entwicklung zu energieeffizienteren Gebäuden unterstützen kann, zeigt die Studie Rechtskonzepte zur Beseitigung des Staus energetischer Sanierungen im Gebäudebestand.

EU führt besonders effiziente Umwälzpumpen als Standard ein

Umwälzpumpe; Quelle: http://www.energypluspumps.euDer Einsatz besonders effizienter Umwälzpumpen spart Energie und CO2, und die Verbraucherinnen und Verbraucher sparen Geld. Deshalb beschloss die EU Anforderungen an die Mindesteffizienz von Umwälzpumpen: Ab 2013 sollen ineffiziente Umwälzpumpen in zwei Stufen vom Markt verschwinden. Die Verordnung (EG) Nr. 641/2009 trat mit der Veröffentlichung am 22. Juli im Amtsblatt der EU in Kraft. Eine Presse-Information fasst diese Anforderungen und ihre Auswirkungen auf das Klima, auf Verbraucherinnen und Verbraucher und auf die Hersteller von Umwälzpumpen und Heizungsanlagen zusammen. Weitere Informationen bietet ein Hintergrundpapier. Informationen zum Pumpentausch finden Sie unter http://www.sparpumpe.de.

Bauen und Wohnen: Die Umweltbilanz muss besser werden

UBA-Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen"Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig, und mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie, erläutert die UBA-Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen".
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Energiesparen in Industrie und Gewerbe

Die Sektoren Industrie und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen verbrauchen zusammen rund 70 % des gesamten Stroms in Deutschland, die Industrie allein fast die Hälfte (45 %). Ihr Stromverbrauch stieg von 1993 bis 2005 um 31 %. Daher ist es wichtig, die in diesen beiden Sektoren vielfach vorhandenen Stromeinsparpotenziale zu erschließen.

Elektrische Antriebe in Industrie und Gewerbe verbrauchen fast zwei Fünftel des gesamten Stromes in Deutschland und ca. 80% in diesen zwei Sektoren. Gerade bei elektrischen Antrieben und den davon angetriebenen Aggregaten besteht ein bedeutendes, auch wirtschaftliches Stromeinsparpotenzial – so insbesondere bei Druckluft, Pumpen und Ventilatoren. So können z. B. nach der Studie Optionen und Potentiale für Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen des Wuppertal-Instituts bis 2010 in den Sektoren Industrie und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen ca. 71 Mrd. Kilowattstunden Strom eingespart werden. Die größten Stromeffizienzpotenziale bestehen danach insbesondere bei dem Einsatz effizienter Pumpen (21 Mrd. kWh), bei Strom sparender Prozesswärmebereitstellung (16 Mrd. kWh), effizienter Beleuchtung (13 Mrd. kWh) und effizienten Kühlgeräten für Lebensmittel (4 Mrd. kWh).

Hauptgründe dafür, dass die umfangreichen, wirtschaftlichen Potenziale nur unzureichend genutzt werden, sind mangelnde Information und finanzielle Einschränkungen. Industrie- und Gewerbeunternehmen verwenden die verfügbaren Investitionsmittel vorrangig für das Kerngeschäft und stellen hohe Anforderungen an die Amortisationszeit von Energieeffizienzmaßnahmen (vielfach Soll-Amortisationszeit kleiner 1,5 Jahre).

Bundesländer, Bundesregierung und Europäische Kommission helfen bereits, die genannten Effizienzpotenziale zu erschließen: Ökodesign-Richtlinie, Förderprogramme im Rahmen der Klimaschutz-Initiative des BMU oder das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm der KfW-Bank sowie verschiedene Informationskampagnen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten, in Industrie und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen existierende Energieeffizienzpotenziale zu erschließen. Hervorzuheben ist die Einführung von Energiemanagementsystemen, z. B. gemäß DIN EN 16001 oder VDI 4602/1. Sie ermöglichen nahezu immer, wirtschaftliche Effizienzpotenziale zu erkennen und zu erschließen, insbesondere in der Industrie.

Weitere Information für Effizienzpotenziale in Industrie und Gewerbe:

Energiemanagement in Unternehmen und Organisationen

Deckblatt des Leitfadens; Foto: BMU/Christoph Edelhoff2009 hat die Norm EN 16001 EU-weit einheitliche Kriterien für strukturierte Energiemanagementsysteme aufgestellt. Mit der Umsetzung dieser Norm können Unternehmen und Organisationen ihre Energieeffizienz verbessern und Energieeinsparpotenziale erkennen. Der neue Leitfaden des UBA und des BMU zeigt übersichtlich und praxisorientiert wie es geht und dass es sich sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht lohnt.

Energiesparen im Büro

Computer mit abschaltbarer SteckerleisteAuch im Büro lässt sich Energie einsparen, denn hier laufen elektrische Geräte, Heizung und zum Teil Klimaanlagen viele Stunden täglich. Wie identifiziere ich Energieschleudern? Woran erkenne ich beim Einkauf Energie sparende Bürogeräte? Und wie ließe sich in Bürobauten der Energieverbrauch für Heizung, Klimatisierung, Beleuchtung und EDV reduzieren? Diese und weitere Fragen beantwortet Christoph Mordziol, Energieexperte des UBA, im Interview mit dem „Magazin für Verbraucher”. Auch Leerlaufverluste (Energieverbrauch ausgeschalteter elektrischer Geräte) sollten im Büro vermieden werden.

Stromverbrauch für die Beleuchtung

GlühlampenBeschlüsse der EU sollen die Energieeffizienz der Beleuchtung in Privathaushalten verbessern, indem die meisten herkömmlichen Glühlampen schrittweise vom Markt genommen werden („Glühlampenausstieg”). Ähnliche Regelungen hat die EU auch für gewerbliche bzw. industrielle Beleuchtung ausgearbeitet.

Energieeffizienz – die intelligente Energiequelle

Die Broschüre „Energieeffizienz – die intelligente Energiequelle” des Bundesumweltministeriums nennt Industrie- und Gewerbebetrieben erste Ansatzpunkte, um ihre Energieeffizienz zu verbessern und Energie einzusparen. Die Tipps umfassen allgemeine Querschnittstechniken wie Druckluft, Elektromotoren und Beleuchtung, aber auch branchentypische Verbesserungsmöglichkeiten.

Effizienzsprung bei Elektromotoren

Ab 2011 dürfen ausschließlich hocheffiziente Asynchron-Drehstrommotoren in Verkehr gebracht werden. Das veröffentlichte der Ökodesign-Regelungsausschuss für Elektromotoren kürzlich im Amtsblatt der EU. Mit dieser Maßnahme werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 63 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.  

Förderung demonstrativer Konzepte und Techniken

Mit dem Umweltinnovationsprogramm unterstützen Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium Industrie- und Gewerbebetriebe, die ihre Umweltbelastungen deutlich reduzieren wollen. Das schließt auch Konzepte und Techniken der Energieeinsparung, der umweltgerechten Energieversorgung und der Nutzung erneuerbarer Energien ein.

Beispiel: Energiesparen im Bäckereibetrieb
Der wirtschaftliche Erfolg von Bäckereien hängt zunehmend auch vom Energieverbrauch ab. Die Ökobäckerei Schwarzmaier in Oberbayern konnte mit Unterstützung des Umweltbundesamtes ein umweltfreundliches und innovatives Energiekonzept verwirklichen, das vielfältige Energieeinsparmaßnahmen sowie den Einsatz des klimafreundlichen Energieträgers "Holzpellets" umfasst.

Weitere Beispiele finden Sie beim Bundesumweltministerium

Förderbeispiele

 

 

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