Unsicherheiten bei Klimafolgen und Anpassung

Die der Anpassungsthematik innewohnenden Unsicherheiten entstehen vor allem aus den folgenden Gründen.

Bei den Modellrechnungen zum globalen Klima wie auch zum Regionalklima und seinen Folgen entstehen an mehreren Stellen Unsicherheiten, die sich im Resultat gegenseitig ausgleichen, aber auch aufaddieren können.

Das Klima der Erde ist ein äußerst komplexes System, das in seinen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen bisher nicht vollständig erfasst wurde. Klimamodelle können die Zukunft nicht vorhersagen, sondern lediglich wahrscheinliche Bandbreiten von Veränderungen projizieren. Die Menge der Treibhausgase, die in der Zukunft ausgestoßen werden, ist der entscheidende Treiber des Klimawandels. Diese Menge ist allerdings kaum vorhersehbar, da sie von Unwägbarkeiten wie wirtschaftlicher Entwicklung und den Ergebnissen internationaler Klimaverhandlungen abhängt. Hier müssen sich Klimaforscher mit Annahmen und Szenarien behelfen.

Die regionalen Auswirkungen von Klimaveränderungen auf natürliche Systeme, wie z.B. den Grundwasserhaushalt, sind hochkomplex und werden noch erforscht. Eine besondere Rolle hierbei spielen Kipppunkte des Klimasystems.

Die Vergrößerung der Unsicherheit von globalen Klimaszenarien zu regionalen Klimafolgen und Maßnahmen ist in der folgenden Abbildung dargestellt.


Literatur:
Umweltbundesamt (2005). Klimawandel in Deutschland. Vulnerabilität und Anpassungsstrategien klimasensitiver Systeme.
BMVBS (2007). Schifffahrt und Wasserstraßen in Deutschland – Zukunft gestalten im Zeichen des Klimawandels.

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