Wie Klimawandel und Stoffeinträge Wälder verändern

Ein Buchenwald mit grünem Blätterdach und Laub auf dem Waldboden.zum Vergrößern anklicken
Der Moder-Stieleichen-Hainbuchen-Feuchtwald ist Lebensraum des Sauerklees (Oxalis acetosella).
Quelle: Gerhard Hofmann

Standortfaktoren wie Boden und Klima bestimmen, welche Bäume, sonstige Pflanzen- und Tierarten in einem Wald leben, wieviel Holz heranwächst. Wie weit Klimawandel und Stickstoffeinträge die Strukturen, Funktionen und Leistungen von Wäldern verändern, kann mit dem vom UBA entwickelten „Bewertungskonzept für die Ökosystemintegrität“ wissenschaftlich eingeschätzt werden.

Als Ergebnis zweier Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes liegen praxisreife Methoden und Handreichungen vor, um zu bewerten, wie sich der ökologische Zustand von Waldökosystemen unter den Bedingungen des Klimawandels und von Stickstoffeinträgen entwickelt. Im Fokus stehen dabei Stoff-, Wasser- und Energiehaushalte, die biologische Vielfalt der Vegetation sowie die Anpassungsfähigkeit der Wälder an äußere Veränderungen (Resilienz).

Mit dem Ziel, die Strukturen und Funktionen der Wälder und damit ihre Leistungen für den Menschen langfristig zu schützen, hilft das Bewertungskonzept, die Ursachen von Störungen beziehungsweise der Gefährdung der Ökosystemintegrität zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. 

Behörden für Umwelt- und Naturschutz und Forstwirtschaft, wissenschaftliche Institute und Ingenieurbüros sowie Verbände können das Bewertungsverfahren nutzen, um notwendige Schritte hinsichtlich Bewirtschaftung der Wälder, Reinhaltung der Luft oder Klimaanpassung abzuleiten. Als Arbeitsinstrumente stehen neben dem Abschlussbericht ein „Bestimmungsschlüssel der Wald- und Forstökosystemtypen Deutschlands“ sowie die „Anleitung zur Beurteilung der Integrität von Wald- und Forstökosystemtypen in Deutschland“ zur Verfügung.