Pkw werden schadstoffärmer: „Euro 6“-Norm für Neuwagen eingeführt

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Der Straßenverkehr gehört zu den bedeutendsten Stickoxid-Quellen (NOx).
Quelle: Haramis Kalfar - Fotolia

Für alle neuen Fahrzeugtypen wurde am 1.9.2014 die Schadstoffklasse „Euro 6” verbindlich. Für Fahrzeuge mit Ottomotoren sinkt der wichtige Stickoxid-Grenzwert auf 60 Milligramm pro Kilometer. Für Fahrzeuge mit Dieselmotoren halbiert sich die Obergrenze im Vergleich zur Euro 5-Norm auf 80 Milligramm. Bei Dieselmotoren sinkt zudem die zulässige Menge an Rußpartikeln auf 4,5 Milligramm pro Kilometer.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Einführung von Grenzwerten für die Anzahl der ausgestoßenen Feinstaubpartikel pro gefahrenen Kilometer.  Für Dieselmotoren gilt der Grenzwert ab sofort, für Ottomotoren mit Direkteinspritzung ab dem Jahr 2017. Damit wird der gesundheitsgefährdenden Wirkung von Feinstaub stärker als bisher Rechnung getragen.

Aus Sicht des UBA kann dieser Stand der Abgasgesetzgebung aber nicht der letzte Schritt sein. Zukünftig ist es notwendig, stärker zu kontrollieren, ob die Fahrzeuge die Grenzwerte auch nach Jahren der Nutzung noch einhalten. Außerdem sind die zurzeit unter Laborbedingungen durchgeführten Schadstoffmessungen noch realitätsnäher durchzuführen. Erste Initiativen dazu laufen bereits auf EU-Ebene unter der Überschrift RDE (Real Driving Emission).