Gibt es umweltfreundliche Waschmittel?

Weiße Hantücher hängen mit Wäscheklammern an einer Wäscheleine im Gartenzum Vergrößern anklicken
Mit jedem Waschgang gelangen Chemikalien in die Umwelt
Quelle: chris74 / Fotolia.com

Das eigene Waschverhalten entscheidet über die Umweltbelastung beim Wäschewaschen.

Etwa 630.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Das sind etwa acht Kilogramm pro Einwohner. Zusammen mit Weichspüler, Waschhilfsmitteln und Wäschepflegemitteln kommen dann sogar etwa 850.000 Tonnen pro Jahr zusammen. Mit jedem Waschgang gelangen die darin enthaltenen Chemikalien teilweise mit dem Abwasser in Flüsse und Seen.

Waschmittel einzusparen, schont die Umwelt und die Haushaltskasse. Das Wichtigste: Die Waschmaschine sollte möglichst voll beladen werden. Das Waschmittel wird dann je nach Verschmutzungsgrad und Wasserhärte dosiert. Wird auf der Waschmittel-Packung zwischen „leicht“, „normal“ und „stark verschmutzter“ Wäsche unterschieden, genügt für Wäsche im Haushalt meist die Dosierung für leicht bzw. normal verschmutzt. Den Härtegrad ihres Leitungswassers können Sie bei Ihrem Wasserversorgunger erfragen oder auf dessen Internetseite finden. Überdosierung bringt kein besseres Waschergebnis, sondern verursacht lediglich höhere Kosten und eine größere Umweltbelastung.

Die Dosierungsanleitung für die verschiedenen Wasserhärtebereiche und Verschmutzungsgrade ist auf der Verpackung abgebildet. Waschmittel mit einer hohen Ergiebigkeit wie die superkompakten Waschpulver erfordern nur eine ganz geringe Dosierung von circa 70 Gramm pro Waschgang. Das entspricht etwa zwei großen Esslöffeln. Errechnen lässt sich die Ergiebigkeit, indem die Anzahl der Waschladungen durch das Gewicht geteilt wird. Beide Angaben dazu stehen auf der Verpackung. Wiegt ein Päckchen superkompaktes Waschpulver für 15 Waschladungen nur circa 1050 Gramm, sind für jede volle Waschladung 70 Gramm Waschpulver notwendig. So lassen sich auch leicht unterschiedliche Packungsgrößen und Preise vergleichen.

Waschen bei niedrigen Temperaturen entlastet die Haushaltskasse zusätzlich. Die meisten Textilien werden schon im 20°C-, 30°C- bzw. 40°C-Waschprogramm sauber. Damit entlasten Sie die Umwelt und Ihre Haushaltskasse zusätzlich durch Einsparung von Energie. Einmal monatlich sollte die Maschine jedoch zur Vermeidung von Keimwachstum mit 60°C betrieben werden. Kochwäsche sollte im Haushalt die Ausnahme sein, zum Beispiel bei ansteckenden Krankheiten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Maschine, wenn sie nicht benutzt wird, innen trocknen kann, d.h. die Tür nicht dicht geschlossen wird.

Der Wasch-Rechner des Forum Waschen zeigt Ihnen die Kosten Ihres Wäschewaschverhaltens.

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 Textilwaschmittel