Grüne Geldanlagen dienen dem Umwelt- und Klimaschutz
Der Bereich von Sustainable Finance, mit dem Privatanleger*innen vermutlich am ehesten in Kontakt kommen, sind nachhaltige Geldanlagen – also Investment-Strategien, die explizit Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Doch welche Typen von nachhaltigen Geldanlagen gibt es eigentlich am Markt und was zeichnet diese typischerweise aus?
Das Interesse an nachhaltigen Finanzierungen hat enorm zugenommen, angetrieben durch internationale Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Die erheblichen internationalen Kapitalströme in Richtung Environmental, Social- und Governance (ESG)-Investitionen birgt aber auch die Gefahr, dass Institute Produkte nachhaltig nennen, die es nicht sind.
Aktuell spielt die öffentliche Hand auf dem nachhaltigen Finanzmarkt eine zentrale Rolle in der Standard- und Regelsetzung. Gleichzeitig legen Staaten aber auch Geld an und/oder emittieren eigene Anleihen. In diesem Zusammenhang scheint auch eine Vorbild-Rolle des Staates für private Akteure naheliegend.
Die Dynamik von Sustainable Finance ist bemerkenswert. Jedoch ist augenfällig, dass die verschiedenen Nachhaltigkeits-Herausforderungen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten adressiert werden. Sowohl die regulatorischen Maßnahmen als auch die Aktivitäten in der Finanzpraxis behandeln schwerpunktmäßig das Klima-Thema, obwohl zahlreiche Umweltthemen dringender Behandlung bedürfen.
In einer Nische des Finanzsektors verfolgten einzelne Institute das Thema Nachhaltigkeit bereits seit langem. In seiner Gänze jedoch war der Finanzmarkt eher Teil des Nachhaltigkeitsproblems als seiner Lösung. Eine bewusste Mobilisierung von Kapital für transformative Aktivitäten fand kaum statt. Ab 2015 begann sich das jedoch zu ändern. Sustainable Finance könnte das „New Normal“ werden.
Deutsche Stiftungen sind mit einem geschätzten Gesamtkapital von 110 Milliarden Euro einflussreiche Investoren. Wie Stiftungen bei ihren Geldanlagen ökologische und soziale Kriterien besser und transparent berücksichtigen können, zeigt ein neuer Leitfaden, der in einem Verbändeförderungsprojekt des Umweltbundesamtes erarbeitet wurde.
Geldanlagen, die gezielt in die Bereiche Energie, Transport und Gebäude investieren, können helfen, die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Nach welchen Kriterien öffentliche Finanzinstitutionen, wie Entwicklungsbanken, dabei vorgehen sollten, und welche Projekte nicht mehr finanziert werden sollten, zeigt eine neue UBA-Studie.