Fortbildungstagung für Wasserfachleute - Wasserkurs

Bundesinstitut für Risikobewertung
Diedersdorfer Weg 1
12277 Berlin-Marienfelde
Deutschland
bis
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Der diesjährige Wasserkurs des UBA und des WaBoLu e.V. findet vom 29.11. – 01.12.2022 in Berlin statt. In den Vorträgen und Fachgesprächen werden interessante aktuelle Themen des Wassersektors beleuchtet wie die Auswirkungen des Klimawandels, die Anpassung an weitere Herausforderungen sowie neue Anforderungen an die behördliche Überwachung von Trink- und Badebeckenwasser.

Der Wasserkurs des ⁠UBA⁠ und des WaBoLu e.V. richtet sich an Fachleute, insbesondere aus Gesundheitsbehörden, Wasserversorgungsunternehmen, Laboren und dem Beratungsbereich. Der Anmeldeschluss für die diesjährige Veranstaltung ist der 21. November 2022.

Die Themen, die in der Veranstaltung präsentiert und diskutiert werden, sind auch dieses Jahr wieder vielfältig: Die Effekte des Klimawandels können deutlich spürbare Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft haben. In Dürrephasen sind Hausbrunnen teilweise trockengefallen. Deshalb hat das Bundesland Sachsen ein Sonderprogramm ins Leben gerufen, um der auf Hausbrunnen zur Trinkwasserversorgung angewiesenen Bevölkerung zu helfen. Die Auswirkungen zeigen sich aber nicht nur in Bezug auf die verfügbare Wasserquantität, sondern auch bezüglich Fragen der Qualität: Dürreperioden können einen Einfluss auf die Nitratdynamik in Grund- und Oberflächenwässer haben. Zahlreiche Initiativen beschäftigen sich mit nachhaltigen Handlungsansätzen zur Minderung der ⁠Klimafolgen⁠, wie z.B. das Projekt „Wasserwende“ mit einer verstärkten Beförderung des Konsums von Trinkwasser. Und auch die kürzlich entwickelten kommunalen Hitzeaktionspläne, z.B. der Stadt Köln, greifen Wasserthemen auf, wie das Bereitstellen von Trinkwasser im öffentlichen Raum.

Herausforderungen wie der ⁠Klimawandel⁠, aber auch Anforderungen zum Energiesparen, bringen neue Lösungsansätze hervor. Zu den Anpassungsstrategien gehören beispielsweise die Aufbereitung von Abwasser für die Industrie sowie die Wiedergewinnung von Schwimm- und Badebeckenwasser gemäß DIN 19645. Auch an die aktuelle Anforderung zur Einsparung von Energie passen sich öffentliche Bäder momentan an. Die Idee der „abwasser-freien Produktion“ will dazu beitragen, durch Einsparungen der zunehmenden Ressourcenknappheit zu begegnen.

Regulatorisch und für die Überwachung durch die Gesundheitsämter ergeben sich ebenfalls regelmäßig neue Anforderungen: Welche Erfahrungen gibt es mit der Umsetzung des risiko-basierten Ansatzes, der durch die Anforderungen der EU-Trinkwasserrichtlinie zukünftig verpflichtend wird? Welche Anforderungen kommen mit der Trinkwasserverordnung in Bezug auf Cyanobakterientoxine auf uns zu? Und wie überwachen Gesundheitsämter neue Anlagetypen wie Indoor-Surfwellen? Die umfassende nationale Wasserstrategie der Bundesregierung, die unter der Federführung des BMUV entstand, zielt darauf ab, den langfristigen Herausforderungen für die Wasserwirtschaft und die Wasserressourcen zu begegnen.

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