Krisenmanagement einrichten und verfeinern
Unter Krisenmanagement wird der systematische Umgang mit Krisensituationen verstanden, wobei im Folgenden insbesondere klimatisch beeinflusste Naturkatastrophen im Fokus stehen. Grund dafür ist, dass der Klimawandel eine Zunahme von Extremereignissen und klimatischen Extremen (z. B. Starkniederschläge, Stürme, Hitzewellen) bewirkt, die darüber hinaus auch stärker ausgeprägt sein können als bisher. Dadurch können Krisensituationen entstehen, von denen alle aktuellen und zukünftigen touristischen Aktivitäten der Region direkt oder indirekt betroffen sind. Das Krisenmanagement beinhaltet alle Aktivitäten vor, während und nach einer Krise. Da sich auch Touristinnen und Touristen in gefährdeten Gebieten aufhalten können und diesen darüber hinaus das Erfahrungswissen im Umgang mit den regional vorkommenden Risiken fehlt, sind touristische Aktivitäten besonders betroffen. Darüber hinaus bestehen aber noch Unsicherheiten darüber, wie sich die zukünftige Erwärmung des Klimas auf die Veränderung von Naturgefahren auswirken wird.
Ablauf bei der Einrichtung eines Krisenmanagements:
- Gefahren- und Risikoanalyse: Identifizierung einzelner Risiken, dabei sollten auch mögliche zukünftige Risiken in die Betrachtung miteinbezogen werden.
- Risikobewertung: Hierbei spielen unter anderem die Eintrittswahrscheinlichkeit und die quantitativen und qualitativen Auswirkungen eine Rolle.
- Risikomanagement: Strategie zum Umgang mit den identifizierten Risiken (Ziel: Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit durch technische und bauliche Schutzmaßnahmen & Abmilderung der negativen Auswirkungen einer Katastrophensituation durch Krisen- und Notfallpläne).
Die Kommunikation der Aktivitäten im Risikomanagement kann insgesamt dazu beitragen, dass sich sowohl die Bevölkerung, als auch die Gäste sicher fühlen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil der wahrgenommenen Sicherheit bei der Wahl der Urlaubsdestination eine hohe Bedeutung zukommt und diese außerdem die Gesamtzufriedenheit mit dem touristischen Aufenthalt beeinflusst. Allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, dass durch die Risikokommunikation keine negativen Effekte für die touristische Attraktivität der Region erzeugt werden.