Kraft-Wärme-Kopplung / Nah- und Fernwärme

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Mit Fernwärme lässt sich bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme sinnvoll nutzen
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Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme. Diese sollte nicht ungenutzt als Abwärme in die Umgebung abgegeben, sondern sinnvoll verwendet werden: zum Beispiel für das Heizen von Gebäuden. Dieses Prinzip wird in modernen Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung umgesetzt. Sie sind nicht nur ökonomischer, sondern sparen auch Brennstoff und klimaschädliche Treibhausgase ein.

Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) leistet einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung. Der Anteil der KWK an der Gesamtnettostromerzeugung in Deutschland ist in den letzten Jahren langsam, aber stetig gestiegen. Lag er im Jahr 2003 bei etwa 13,4 Prozent, so belief er sich 2011 auf circa 15,9 Prozent. Die KWK-Nettostromerzeugung ist in dem Zeitraum um circa 20 Prozent und die gesamte Nettostromerzeugung um circa 1 Prozent angestiegen. Die Impulse des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes reichen jedoch trotz zahlreicher Verbesserungen in der Vergangenheit höchstwahrscheinlich immer noch nicht aus, um eine wesentliche Erhöhung der KWK-Stromerzeugung zu erreichen.

Treibhausgasemissionen von Fernwärme und Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung

Die hohe Gesamteffizienz des KWK-Prozesses sorgt für niedrige Treibhausgasemissionen bei der Erzeugung von Fernwärme und Strom. In der Studie "Bestimmung spezifischer Treibhausgas-Emissionsfaktoren für Fernwärme" wurden Emissionsfaktoren für Wärme und Strom der Fernwärmebereitstellung (differenziert nach Heizwerken und Heizkraftwerken) in Deutschland berechnet.