Bodennahes Ozon schädigt Pflanzen und die Biodiversität

Spinatblätter, die zum Teil weiß oder gelb verfärbt sindzum Vergrößern anklicken
Schäden durch bodennahes Ozon, wie hier an Spinat, führen zu Ertragseinbußen in der Landwirtschaft.
Quelle: Jürgen Bender / Thünen-Institut für Biodiversität

Hohe Konzentrationen bodennahen Ozons in Deutschland schädigen Nutz- und Wildpflanzen und beeinträchtigen Ökosysteme. Eine UBA-Studie untersuchte, wie das Gefährdungspotenzial lokal und großräumig realistisch eingeschätzt werden kann und leitete Empfehlungen für die zukünftige Wirkungsbewertung ab.

Vor allem sollten für die Risikoanalysen ausschließlich die neuen Methoden genutzt werden, die die tatsächliche, stark witterungsabhängige Ozon-Aufnahme durch die Pflanze berücksichtigen (sogenannter POD-Ansatz, abgekürzt für Phytotoxische Ozon-Dosis). So abgeleitete ökologische Belastungsgrenzen sind in Deutschland weiträumig, zum Teil flächendeckend überschritten. Um sie einzuhalten, müsste die Hintergrund-Ozonbelastung in Deutschland um mehr als ein Viertel gesenkt werden. Dafür gilt es, den Ausstoß der Vorläuferstoffe zu reduzieren, vor allem Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Fahrzeugen, Kraftwerken und Lösemitteln.