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Zu welchen Schäden führt Streusalz in Gewässern?

Grundwasser
Durch die Versickerung gelangt das salzhaltige Schmelzwasser in das Grundwasser. Grundwasser-Messstellen in der Nähe großer Straßen weisen daher häufig erhöhte Konzentrationen insbesondere von Chlorid auf. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung (250 mg/L) wird aber in der Regel deutlich unterschritten. Da Grundwasser nur sehr langsam erneuert wird und unsere wichtigste Trinkwasserquelle darstellt, müssen chemische Beeinträchtigungen aber so weit technisch möglich vermieden werden.

Oberflächengewässer
Das im Schmelzwasser gelöste Salz wird in den Entwässerungssystemen (Abwasserreinigungsanlage, Regenwasserreinigung) kaum zurückgehalten und gelangt daher in die Bäche und Flüsse. Gewässerorganismen können ab Konzentrationen über 200 mg/L von Chlorid-Ionen geschädigt werden. Manche Süßwasserorganismen verschwinden erst bei Konzentrationen von mehr als 500 mg/L. Eine biologische Verödung tritt ab 5 g/L ein. In Regenrückhaltebecken wurden Konzentrationen bis zu 40 g/L gemessen. Deshalb können dort, wo das salzhaltige Wasser einfließt, die kritischen Konzentrationen auch in Bächen und Flüssen überschritten werden. Weiträumig entstehen durch die Einleitung streusalzhaltiger Abwässer aber in der Regel keine bedenklich hohen Konzentrationen.
Flüsse werden auch durch die Kalisalzgewinnung mit Salz belastet.  Die Konzentrationen in betroffenen Oberflächengewässern liegen meist im Bereich 100-200 mg/L, Hintergrundkonzentrationen unbelasteter Gewässer liegen dem gegegnüber im Bereich 10-50 mg/L. Die höheren Hintergrundkonzentrationen treten überwiegend in Gewässern küstennaher Gebiete aus der Verdriftung von Meerwasser auf.

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Schlagworte:
 Streusalz

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