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Gesundheit und Umwelthygiene

Human-Biomonitoring in Europa

Letzte Änderung: 26.03.2007

Human-Biomonitoring (HBM) ist ein Werkzeug in der Umwelt- und der Arbeitsmedizin. Im Human-Biomonitoring werden menschliche Körperflüssigkeiten und -gewebe untersucht, um ihre Belastung mit Schadstoffen zu bestimmen. So wird zum Beispiel analysiert, wie viel Blei bei Einzelpersonen oder Bevölkerungsgruppen im Blut vorhanden ist. 

Die europäische Umwelt- und Gesundheitspolitik misst diesem Werkzeug für die Bestimmung der Umweltbelastung der Bevölkerung eine große Bedeutung bei. Die bisherigen oder noch dauernden HBM-Studien mehrerer europäischer Länder behandeln unterschiedliche Fragestellungen; die angewandten Verfahren sind jedoch nicht einheitlich und die erstellten Daten daher oft nicht vergleichbar. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission im Jahr 2004 in ihrem Aktionsplan „Umwelt und Gesundheit 2004 – 2010“ die „Entwicklung eines kohärenten Vorgehens zum Biomonitoring in Europa“ als ein Ziel benannt.

Seit dem Frühjahr 2005 lässt sich die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission von einer Expertengruppe unterschiedlicher Disziplinen aus 17 Staaten der europäischen Gemeinschaft und Kroatien fachlich beraten. Diese Gruppe, die „Implementation Group on HBM“ (IG-HBM), wird technisch unterstützt durch das EU-Projekt ESBIO („Expert team to Support BIOmonitoring in Europe“). IG-HBM und ESBIO entwickeln Vorschläge für Richtlinien und Verfahrensprotokolle zur harmonisierten Durchführung eines gesamteuropäischen HBM-Programms. Die Implementation Group hat darüber hinaus den Auftrag, die Kommunikation zwischen nationalstaatlicher Politik und Europäischer Kommission zu unterstützen. Das gemeinsam erarbeitete Konzept soll in einem Pilotprojekt ab Mitte 2007 in der Praxis erprobt werden.

Beteiligung des Umweltbundesamtes

In beiden Arbeitsgruppen wirken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbundesamtes mit. Gerade für ihre Beteiligung am ESBIO-Projekt können sie auf langjährige, umfangreiche Erfahrungen mit bevölkerungsbezogenem Human-Biomonitoring zurückgreifen: In Deutschland gab es in den vergangenen 20 Jahren wiederholt Umwelt-Surveys, also repräsentative Studien zur Belastung der Bevölkerung mit Umweltschadstoffen.

 

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