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Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH

Wasch- und Reinigungsmittel

Nachhaltiger Konsum – Umweltbewusster Umgang

Letzte Änderung: 10.08.2010

Umweltbewusst waschen und die Umwelt weniger belasten

Gibt es umweltfreundliche Waschmittel? Nein! Denn jedes Waschmittel kann Stoffe enthalten, die

Diese Stoffe können über das Abwasser bis in die Gewässer gelangen.

Wer wäscht, nimmt also in jedem Fall eine gewisse Umweltbelastung in Kauf. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Umwelt durch das eigene Waschverhalten weniger zu belasten. Und dabei tut man nicht nur etwas für die Umwelt, sondern spart auch noch Geld!

Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen dazu sind:

Wird auf der Packung zwischen „leicht”, „normal” und „stark verschmutzter” Wäsche unterschieden, genügt für Wäsche im Haushalt fast immer die Dosierung für leicht bzw. normal verschmutzt. Überdosierung bringt kein besseres Waschergebnis, sondern nur höhere Kosten und Umweltbelastung.

Der Wasserhärtebereich 1 – auch „weiches Wasser” genannt – erfordert die geringste Waschmittelmenge. Liegt Ihr Wasser im Härtebereich 2 bis 3, ist etwas mehr Waschmittel erforderlich. Die Dosierung für die verschiedenen Wasserhärtebereiche und Verschmutzungsgrade muss nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz auf der Verpackung erkennbar sein.

Sie erreichen damit gute Waschergebnisse und ersparen der Umwelt überflüssige Chemikalien. Flüssigwaschmittel belasten Kläranlagen und Gewässer wegen ihres höheren Tensidgehaltes stärker als kompakte Pulver.

Kochwäsche sollte im Haushalt die Ausnahme sein, z. B. bei ansteckenden Krankheiten. Damit entlasten Sie die Umwelt durch Einsparung von Energie.

Die Vorwäsche ist bei den heutigen Waschmitteln fast immer entbehrlich.

Überdenken Sie Ihre Reinigungsansprüche. Nicht jedes Wäschestück muss nach einmaliger Benutzung gewaschen werden.

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Etwa 640.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Umgerechnet verbraucht jeder Einwohner fast 8 kg Waschmittel im Jahr. Hinzu kommen Weichspüler und weitere Waschhilfsmittel und Wäschepflegemittel, insgesamt sind das etwa 220.000 Tonnen pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass Verbraucher beim Einkauf und beim Gebrauch von Waschmitteln den Waschmittelmarkt entscheidend beeinflussen und zugleich etwas für den Schutz der Umwelt tun können. So haben sich seit 1986 zunehmend phosphatfreie Waschmittel auf dem deutschen Markt durchgesetzt. Heute werden in den Haushalten nur noch phosphatfreie Textilwaschmittel benutzt.

Etwa 40 % der Universalwaschmittel waren 2000 superkonzentrierte Waschmittel (=Superkompakte). Sie sparen Verpackungs- und Transportaufwand und werden aufgrund veränderter Fertigungsverfahren auch mit geringerem Energieaufwand hergestellt. Der Anteil der Superkompaktate bei den Universalwaschmitteln ist wieder rückläufig. Im Jahr 2005 betrug der Anteil der Superkompaktate nur noch etwa 25 %. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Flüssigwaschmittel von 11 % auf 24 % und der Anteil der Pulverwaschmittel von 39 % auf etwa 47 % gestiegen (IRI Marktforschungsinstitut).

Als Orientierungshilfe für den umweltbewussten Einkauf von Waschmitteln sollten Sie sich die Angaben zur Ergiebigkeit ansehen, die auf der Verpackung aufgedruckt sind. Produkte mit hoher Ergiebigkeit erfordern nur eine geringe Dosierung pro Waschgang (um 100 ml oder weniger). So gelangen durch den Einsatz hoch konzentrierter und damit sehr ergiebiger Waschmittel entsprechend weniger Waschmittelchemikalien in die Abwässer und Gewässer als bei der Verwendung herkömmlicher Waschmittel. Gleichzeitig benötigen hochkonzentrierte Waschmittel kleinere Pakete und sparen Verpackungsmaterial. Wundern Sie sich nicht über den relativ hohen Preis der kleinen Kompakten! Vergleichen Sie die Preise an Hand der aufgedruckten Angaben zur Ergiebigkeit: Die Ergiebigkeit unterschiedlicher Waschmittel lässt sich heute leicht vergleichen: Auf den Verpackungen ist die Zahl der normalen Waschmaschinenfüllungen angegeben, die mit dem Packungsinhalt bei mittlerem Wasserhärtegrad gewaschen werden können.

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Ökologische Gebäudereinigung

In allen öffentlichen Gebäuden sind kontinuierlich Reinigungsarbeiten durchzuführen. Täglich oder in periodischen Abständen zu reinigen sind sanitäre Anlagen, Küchen, Flure und andere Innenräume, Fenster usw. Aufgrund der zunehmenden Beauftragung von privaten Gebäudereinigungsfirmen (Fremdreinigung) steht nicht mehr die Beschaffung der Reinigungsmittel im Vordergrund der Betrachtung, sondern die Berücksichtigung von Umweltschutzerfordernissen in den Ausschreibungen und in der Vertragsgestaltung selbst.

Das Umweltbundesamt hat in einem F/E-Vorhaben langfristige Versuche in der praktischen Gebäudereinigung öffentlicher Gebäude (Berufsschule, Bürogebäude, Krankenhaus) gefördert (Modellprojekt Neuss). Die gewonnenen Erkenntnisse sind in Form von Ausschreibungsempfehlungen für eine modifizierte Gebäudereinigung zusammengefasst worden. Die Berücksichtigung von Umweltschutzgesichtspunkten bei der Gebäudereinigung ist möglich durch

Der Bericht "Modellprojekt Ökologische Gebäudereinigung" ist in der Reihe "TEXTE" des Umweltbundesamtes in den Bänden 44/95 und 45/95 veröffentlicht worden.

Zur Reinigungsfrequenz in Schulgebäuden hat die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes im "Leitfaden für die Innenraumhygiene in Schulgebäuden (Schulleitfaden)" ausführlich Stellung bezogen.

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