Windenergie: Hoher Abstand zu Wohnnutzung senkt Potenzial enorm

Windräder in einer weiten Feldlandschaftzum Vergrößern anklicken
Der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen wird meist kontrovers diskutiert.
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Das Leistungspotenzial für Windenergie an Land ist in Deutschland mit rund 1.200 Gigawatt prinzipiell hoch. Ein vorgeschriebener Mindestabstand von zwei Kilometern zu Siedlungen würde es rein rechnerisch um 97 Prozent schrumpfen lassen – praktisch sogar auf nahezu Null.

Besonders in Bundesländern mit dichter Besiedlung, aber auch in solchen mit vielen Splittersiedlungen wie Schleswig-Holstein, würden kaum noch Flächen für den Bau von Windenergieanlagen übrig bleiben. Bedenkt man, dass viele Standorte in der Einzelfallbetrachtung etwa wegen des Artenschutzes nicht in Frage kommen, wäre ein Ausbau in der Größenordnung, die das neue Erneuerbaren-Energien-Gesetz vorsieht, nicht mehr möglich. Dies sollte bei der Diskussion um Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung bedacht werden.