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Internationaler Umweltschutz, Antarktis
EPA-Netzwerk
Letzte Änderung: 07.02.2011
EPA Network steht für Network of Environmental Protection Agencies. Es ist ein informelles Netzwerk der nationalen Umweltagenturen Europas auf Leitungsebene.
Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat im November 2003 das erste Treffen des EPA-Netzwerks, also der nationalen Umweltbehörden, organisiert. Zurzeit gehören Behörden aus 31 Staaten und Regionen sowie die Europäische Umweltagentur zum EPA-Netzwerk. Die Europäische Kommission nimmt als ständiger Gast und das Europäische Parlament als gelegentlicher Gast an den Sitzungen teil.
Das Netzwerk funktioniert über zwei Schwerpunktaktivitäten:
- Zweimal im Jahr (im Frühjahr und im Herbst) finden Treffen statt.
- Zusätzlich werden zu spezifischen Themenbereichen Arbeitsgruppen, sogenannte Interest Groups, eingerichtet; daneben gibt es auch informelle themenbezogene Arbeitsgruppen.
Bislang gab es folgende Netzwerk-Treffen:
- Kopenhagen (November 2003)
- Rom (März 2004)
- Stirling (September 2004)
- Ljubljana (März 2005)
- Prag (September 2005)
- Wien (März 2006)
- Dessau-Roßlau (September 2006)
- Helsinki (April 2007)
- Zagreb (September 2007)
- Oslo (April 2008)
- Gent (September 2008)
- Locarno (Mai 2009)
- Dublin (September 2009)
- Bilbao (März 2010)
- Krakau (September 2010)
Das nächste Treffen findet im März 2011 in Malta statt. Gastgeber des zweiten Treffens im Herbst werden die Niederlande sein.
Das Netzwerk hat folgende zentrale Aufgaben:
- Regelmäßige, persönliche Kontaktpflege auf Leitungsebene;
- Verstärkung der fachlichen/technischen Zuarbeit an die Europäische Kommission;
- Verstärkung des Informations- und Erfahrungsaustausches;
- Identifizierung gemeinsamer Probleme und mögliche Entwicklung von gemeinsamen Lösungen;
- Bildung von Allianzen und Erarbeitung gemeinsamer Positionen gegenüber der EU-Kommission;
- Verbesserung des Informationsaustausches und Datenbereitstellung zum Umweltzustand;
- Prüfung des Umweltverhaltens der eigenen Einrichtung.
Es wird außerdem darauf geachtet, dass das Netzwerk die Aktivitäten von bestehenden Netzwerken, wie IMPEL oder Eionet, nicht dupliziert.
Das UBA ist Mitglied in folgenden Arbeitsgruppen des EPA Netzwerks:
- Bessere Regulierung
- Klimaänderung- und Anpassung
- Altlastensanierung und Bodenschutz
- Umwelt und Gesundheit (virtuelle Gruppe)
- Internationale Zusammenarbeit
- Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Federführung durch das UBA)
Berichte der Arbeitsgruppen:
http://epanet.ew.eea.europa.eu/fol249409
Die Mitwirkung im EPA-Netzwerk hat verschiedene Vorteile für das UBA:
- Sie ermöglicht einen regelmäßigen Kontakt auf Leitungsebene.
- Sie fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch auf fachlicher Ebene („voneinander lernen“).
- Das UBA kann seine Produkte, Arbeitsergebnisse und Positionen einem nicht nur fachspezifischen internationalen Kreis bekannt machen.
- Die Arbeitsteilung wird unterstützt und Synergien werden deutlich.
- Insbesondere kann das UBA, im Verbund mit anderen Umweltbehörden, durch gebündelte wissenschaftliche Politikberatung verstärkt Einfluss auf europäische Prozesse nehmen.
Es ist außerdem sinnvoll, dass die Kommission und die EUA die Möglichkeit haben, sich frühzeitig über eventuell auftretende Probleme bei der nationalen Umsetzung der europäischen Umweltpolitik zu informieren.
Weitere Informationen über das EPA-Netzwerk: