Smartphone

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Alte Smartphones sind wahre Rohstoffspeicher
Quelle: Maksym Yemelyanov / Fotolia.com

Unsere Tipps

  • Kaufen Sie ein Smartphone, das Sie möglichst lange nutzen können.
  • Kaufen Sie Geräte mit geringer elektromagnetischer Strahlung (SAR-Wert kleiner 0,6 W/kg).
  • Entsorgen Sie Ihre Altgeräte sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle.

Gewusst wie

Selbst bei intensiver Nutzung haben Smartphones nur einen geringen Stromverbrauch. Die Haupt-Umweltauswirkungen der Geräte verursachen ihre Produktion und der Energieverbrauch für die Infrastruktur, die zur Datenübertragung benötigt wird. Zudem enthalten Mobiltelefone eine Vielzahl von Rohstoffen, deren Abbau die Umwelt belastet. Oft können sie nur zu unzureichenden Anteilen recycelt werden.

Lange Lebensdauer: Die Umweltbelastungen von Smartphones können Sie vor allem dadurch reduzieren, dass Sie die Geräte möglichst lange nutzen. Auch wenn es hier keine einfachen Regeln für Verbraucher/-innen gibt, können Sie schon beim Kauf darauf achten. Zum Beispiel sollte die Speicherkapazität erweiterbar sein, damit Sie diese zu einem späteren Zeitpunkt selbstständig erweitern können. Auch eine integrierte Ladestandsanzeige ist sinnvoll, die den aktuellen Stand der Batterieladung während der Nutzung und während des Ladevorgangs optisch sichtbar macht. Bei vielen Geräten ist der Akku fest mit dem Gerät verbunden. Falls der Akku kaputt geht, wird die Reparatur aufwendig und teuer. Wir empfehlen deshalb, Geräte zu kaufen, bei denen Sie den Akku selber auswechseln können.

Geringe elektromagnetische Strahlung: Ein wichtiger Indikator für die gesundheitlichen Wirkungen der Funkwellen bei Handys ist die spezifische Absorptionsrate, der SAR-Wert. Er wird ausgedrückt in Watt pro Kilogramm biologisches Gewebe und wird grundsätzlich bei maximaler Leistung des Handys nach einem standardisierten Verfahren gemessen. Moderne Handys und Smartphones haben gegenüber älteren Modellen einen Vorteil. Sie senden oft im UMTS-Standard, der beim Verbindungsaufbau strahlungsärmer ist als der GSM-Standard. Neben Mobilfunkverbindungen können Smartphones in der Regel auch Wireless Lan (WLAN) nutzen. Das Umweltzeichen Blauer Engel fordert für Mobiltelefone einen SAR-Wert kleiner 0,6 W/kg, um vorbeugend die Strahlenexpositionen gering zu halten.

Richtige Entsorgung: Verbraucher können nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ihre alten Geräte kostenlos bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Viele Umweltschutzorganisationen sammeln Smartphones und andere Mobiltelefone für unterschiedliche karitative Zwecke.

Was Sie noch tun können:

  • Viele Mobilfunkanbieter geben ihren Kundinnen und Kunden mit jedem neuen Vertrag ein neues Gerät. Das muss nicht sein. Viele Anbieter gewähren einen niedrigeren Monatspreis, wenn Sie Ihr eigenes Gerät weiternutzen.
  • Gebrauchtes Smartphone nutzen: Wenn es nicht das neuste Gerät sein muss, können Sie mit einem gebrauchten Smartphone viel Geld sparen.
  • Vermeiden Sie hohe Umgebungstemperaturen. Damit verlängern Sie die Lebensdauer des Akkus.
  • Trennen Sie das Ladegerät nach Beendigung des Ladevorgangs vom Netz. So sparen Sie Strom.
  • Prüfen Sie, ob Ihr ausgemustertes Gerät nicht für eine Zweitnutzung in Frage kommt. Dafür ist es wichtig, dass Sie als Nutzerinnen und Nutzer alle persönlichen Daten selbst und ohne zusätzliche, kostenpflichtige Software sicher entfernen können. Das hängt vom jeweiligen Modell und dem Betriebssystem ab.
  • Wenn Sie die Wahl haben, dann gehen Sie mit dem Smartphone über WLAN ins Internet statt über Mobilfunk. Die Datenübertragung über Mobilfunk verbraucht wesentlich mehr Energie als über einen stationären Anschluss. Weitere Informationen finden Sie bei unseren Tipps zum Surfen.

Hintergrund

Im gesamten Lebenszyklus eines Smartphones verursacht die Produktion die größten Umweltauswirkungen. Smartphones enthalten neben verschiedenen Schadstoffen auch zahlreiche wertvolle Edel- und Sondermetalle. Viele von ihnen haben eine strategische Bedeutung für wichtige Nachhaltigkeitstechniken (beispielsweise die Erzeugung erneuerbarer Energie durch Windkraftanlagen). Wenn die Geräte getrennt gesammelt werden, kann wenigstens ein Teil dieser Metalle zurückgewonnen werden. Leider werden auch bei gutem Recycling nicht alle Metalle vollständig zurückgewonnen. Auch deshalb ist es sinnvoll, die Geräte möglichst lange zu nutzen.
Um eine umweltschonende Entsorgung zu gewährleisten, müssen die einzelnen Bauteile leicht zu trennen sein. Dies erhöht die Chance, viele verschiedene Teile wieder zu verwerten. Es ist daher wichtig, dass z. B. die Akkus leicht entnehmbar sind. Das verlängert auch die Lebensdauer der Geräte, denn die Akkus gehören oft zu den ersten Bauteilen, die versagen.

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Schlagworte:
 Mobilfunk  Elektroschrott  Elektrogerät/Elektronikgerät