Letzte Änderung: 23.02.2012
Seit 2003 ist die Bevölkerungszahl in Deutschland regional unterschiedlich stark rückläufig, das wird den Prognosen zufolge auch langfristig so bleiben (Umweltdaten ONLINE).
Unterschiedliche Entwicklungen von Geburts- und Sterberaten sowie Wanderungsbewegungen und die sich daraus ergebende Veränderung der Bevölkerungszahl und –struktur in den betroffenen Räumen führen dazu, dass der soziodemographische Wandel in Städten und Regionen in unterschiedlicher Weise und Intensität ausgeprägt ist. Es gibt deshalb nicht „die” Entwicklungsstrategie für den soziodemographischen Wandel in Städten und Regionen aus Umweltsicht.

Zur Behandlung von Grundsatzfragen und zur Entwicklung überregionaler Strategien ist es aus Sicht des Bundes notwendig, tragfähige einfache Typisierungen von Räumen zu entwickeln. In der Literatur zur nachhaltigen Raumentwicklung finden sich zahlreiche Versuche, Typen von Räumen zur Formulierung von Strategien zum (sozio-) demographischen Wandel zu bilden.
Statt unsere Wirtschaft mit Diesel zu ölen sollten wir künftig mehr Gehirnschmalz einsetzen, regt der Vizepräsident Dr. Holzmann in einem Vortrag anlässlich einer Konferenz „Älter, weniger, weiter weg – Demographischer Wandel als Gestaltungsaufgabe für den Umweltschutz” an.
Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) äußert sich zur demografischen Lage der Nation so, dass Deutschland zwar das mit Abstand bevölkerungsreichste Land der Europäischen Union ist. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Zahl der Einwohner von damals 68 Millionen auf mittlerweile 83 Millionen angewachsen. Dennoch müsse man sich Sorgen machen, Weil die bevorstehenden demografischen Veränderungen ohne historisches Beispiel sind und deshalb keine Erfahrungen mit den Auswirkungen und keine Konzepte zum Umgang mit diesen Veränderungen existieren.
UBA Texte – Reihe 18/07 Soziodemographischer Wandel in Städten und Regionen – Entwicklungsstrategien aus Umweltsicht |
In einem Projekt des Umweltbundesamtes wurden die Wirkungen des demographischen Wandels auf Siedlungen und Infrastrukturen unter Umweltaspekten analysiert und Anpassungsstrategien für eine zukunftsfähige Entwicklung entworfen. |
Grünbuch „Angesichts des demografischen Wandels - eine neue Solidarität zwischen den Generationen” der EU, pdf.Datei, 323 KB. |
Europa erlebt heute demografische Veränderungen, die in Ausmaß und Konsequenzen ohne Beispiel sind. Der Bericht der Hochrangigen Gruppe unter Vorsitz von Wim Kok unterstreicht die Bedeutung der demografischen Herausforderung für die „Strategie von Lissabon”: das Altern der Bevölkerung könnte das jährliche „potenzielle Wachstum” des BIP in Europa von heute 2–2,25 % auf 1,25 % im Jahre 2040 drücken. |
Lissabon Strategie Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Mitgliedsstaaten treffen sich in der portugiesischen Hauptstadt, um die strategischen Ziele der EU für die nächsten Jahre festzulegen. |
Die Lissabon-Strategie (auch Lissabon-Prozess oder Lissabon-Agenda) ist ein auf einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs im März 2000 in Lissabon verabschiedetes Programm, das zum Ziel hat, die EU innerhalb von zehn Jahren, also bis 2010, zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Mit dieser Strategie will die EU „im Rahmen des globalen Ziels der nachhaltigen Entwicklung ein Vorbild für den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt in der Welt sein”.[ |
Aktion Demographischer Wandel der Bertelsmann Stiftung |
Die Aktion Demographischer Wandel ist ein Leitprojekt der Bertelsmann Stiftung. Sie will Handlungsmöglichkeiten dort aufzeigen, wo die Schwierigkeiten am größten sind, in den Kommunen und Regionen. Sie will aber auch auf Landes- und Bundesebene dafür werben, den Blick nach vorne zu richten, um die Zukunft zu gestalten. Die Komplexität der Folgen des demographischen Wandels bedeutet für die Stiftung: Klassische Projektarbeit mit Modellversuchen und best practice-Analyse muss mit Implikationen für mittelfristigen Systemwandel vor dem Hintergrund eines langfristigen Leitbildes verbunden sein. |
Die Initiative befasst sich mit Werkzeugen für eine demografieorientierte Personalpolitik und mit Öffentlichkeits- und Marketingstrategien demographischer Wandel |
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Europäische Kommission: Die Bevölkerung der EU wird älter, was können wir tun? |
Die Menschen leben länger und die Älteren sind gesünder. Bis 2030 wird die Zahl der „älteren Arbeitnehmer” (zwischen 55 und 64 Jahren) um 24 Millionen steigen, da die Babyboomer-Generation das Vorruhestandsalter erreicht, und die EU wird 34,7 Millionen Menschen über 80 Jahren zählen (gegenüber 18,8 Millionen heute). Seit 1960 ist die durchschnittliche Lebenserwartung 60-jähriger Frauen um fünf Jahre und die gleichaltriger Männer um fast vier Jahre gestiegen. Die Zahl der Menschen über 80 wird bis zum Jahr 2050 um 180 % anwachsen. |
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. befasst sich auch mit dem Thema und bietet viele Quellen |
Vorrangiges Ziel des gemeinnützigen Vereins Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit ist es, den Weg Deutschlands in die Informations- und Wissensgesellschaft aktiv mitzugestalten. Dazu werden vielfältige Initiativen und Projekte entwickelt und durchgeführt, die die Potenziale von Frauen und Männern nutzen, um Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen zu verwirklichen. Die Strategie der Chancengleichheit setzt die Anerkennung der Verschiedenheit von Menschen, ihrer vielfältigen Biografien, Lebensweisen und Befähigungen voraus und fördert die Entfaltung der daraus erwachsenen Potenziale und Perspektiven. Sie nutzt diese Vielfalt als Erfolgsfaktor für die gender- und generationengerechte Entwicklung der Gesellschaft. |
Schlussbericht der Enquête-Kommission „Demographischer Wandel – Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik” |
Im Zweiten Zwischenbericht der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages sind die demographische Entwicklung und die sie bestimmenden Einflussfaktoren für einen längeren Zeithorizont (ab 1950) ausführlich dargelegt worden. Ziel dieses Kapitels ist es, eine aktualisierte Übersicht der Grunddaten des demographischen Wandels in Deutschland zu geben. Daher wird hier im Einzelnen der Zeitraum von 1991 bis 2000 beschrieben, als aktueller Rand neuer Bevölkerungsvorausschätzungen, die bis 2050 reichen. |