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Letzte Änderung: 27.01.2012

Leuchttürme zur Umgebungslärmrichtlinie

Logo „Leuchttürme der Umgebungslärmrichtlinie“; © GRÜNE LIGA e.V.Entsprechend dem Ziel der Umgebungslärmrichtlinie sollen die Kommunen in Lärmaktionsplänen Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung festlegen. Dabei ist die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil. Im Rahmen des UBA-geförderten Projekts „Leuchttürme zur Umgebungslärmrichtlinie“ trägt die Grüne Liga gute Beispiele zu verschiedenen Aspekten der Lärmaktionsplanung zusammen. Diese in Faltblättern dokumentierten Beispiele zeigen den Kommunen und der interessierten Öffentlichkeit u.a. Wege zur erfolgreichen Umsetzung von Lärmminderungsmaßnahmen auf.

Bewertung von Umweltlärm und dessen Wirkungen

Wirkung von Lärm: Schwerhöriger Mann; Robert Kneschke © fotolia.deDie WHO und die EEA haben sich verstärkt mit den Wirkungen von Lärm beschäftigt. Ergebnis dessen sind Empfehlungen für Richtwerte sowie für Verfahren zur Quantifizierung von Risiken durch Umweltlärm. Eine Übersicht zu den Grundsatzdokumenten finden Sie im UMID-Sonderheft „Quantifizierung des Einflusses von Lärm auf Lebensqualität und Gesundheit”.

Krankheiten durch Umweltlärm: Wie groß ist der Verlust gesunder Lebensjahre in Europa?

Deckblatt der StudieDas Regionalbüro für Europa der WHO hat den Bericht "Burden of Disease from Environmental Noise – Quantification of Healthy Life Years Lost in Europe" veröffentlicht, der die Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Umweltlärm und speziellen gesundheitlichen Wirkungen, wie kardiovaskuläre Krankheiten, Schlafstörungen, kognitive Leistungseinschränkungen und Tinnitus (Ohrgeräusche), zusammenfasst. 

Modellprojekt zur Lärmaktionsplanung in Leipzig

Logo „Mach’s leiser!“; © Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Lärmaktionsplanung. Die Umgebungslärmrichtlinie sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger bereits bei der Erarbeitung von Lärmminderungsmaßnahmen und bei der Festsetzung schützenswerter ruhiger Gebiete angemessen zu beteiligen sind. Im Rahmen eines UBA-geförderten Projekts „Mach's leiser – Mitwirken bei der Lärmaktionsplanung in Leipzig“ des Ökolöwen sollen neue Verfahren der Bürgerbeteiligung an einem konkreten Projektgebiet erprobt werden.

Straßenverkehrslärm in Ballungsräumen: Wie hoch sind die Minderungspotenziale?

stark befahrene Straße in Hamburg; Foto: Matthias Hintzsche © UBAStraßenverkehr ist in Ballungsräumen der größte Lärmverursacher. Aber gerade hier gibt es auch die höchsten Potenziale, den Lärmpegel zu senken. Bei der aufgrund der EU-Umgebungslärmrichtlinie durchzuführenden Lärmaktionsplanung kommt es besonders auf die Nutzung von Synergieeffekten unterschiedlicher Verkehrs- und Umweltschutzkonzepte an. In einer Studie im Auftrag des UBA wurden die Minderungspotenziale am Beispiel des Ballungsraums Hamburg quantifiziert.

„Gestörte Idylle” - Hinweise zum Einsatz von Gartengeräten

Rasentraktor; Quelle: Matthias Hintzsche © UmweltbundesamtBesonders vom Frühjahr bis zum Herbst fällt Arbeit im Garten an, die durch die Benutzung motorisierter Gartengeräte Lärm verursacht. Um den Erholungswert in Gärten zu erhalten, hat das Umweltbundesamt allgemeine Verhaltensregeln zur Lärmvermeidung zusammengestellt. Es wird darüber hinaus anschaulich erklärt, woran man lärmarme Gartengeräte beim Kauf erkennt und welche gesetzlichen Grundlagen bestehen.

Fluglärm macht krank

Nachtflug; Quelle: Jürgen Effner © fotolia.deDie im Auftrag des UBA am Flughafen Köln/Bonn durchgeführte Studie bestätigt aufs Neue: Wer in der Nacht Fluglärm ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, Herz- und Kreislauf- oder psychische Krankheiten zu bekommen. „Wir sollten im Sinne einer nachhaltigen Mobilität kritisch darüber nachdenken, welche Nachtflüge wirklich notwendig sind“, sagte dazu UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Nächtlicher Lärm ist eine Gesundheitsgefahr

landendes Flugzeug; Quelle Foto: Ralf Beier © fotolia.deJede/r fünfte Europäerin/Europäer ist regelmäßig nächtlichem Lärm ausgesetzt, der krank machen kann. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des WHO-Regionalbüros für Europa. Der Lärm einer verkehrsreichen Straße kann auf Dauer Schlafstörungen, psychische Störungen, ja sogar frühzeitige Morbidität und Mortalität zur Folge haben. Nachgewiesen sind auch durch Fluglärm verursachte Herz-Kreislaufprobleme.
Deshalb empfiehlt die WHO als neuen Richtwert ("Night Noise Guidelines"), dass die Bevölkerung nachts außen vor den Wohnungen als Jahresmittelwert keinem höheren Schalldruckpegel (Lnacht) als 40 dB(A) ausgesetzt sein sollte. Das entspricht etwa dem Schallpegel einer ruhigen Wohngebietsstraße. Wenn dieses Ziel kurzfristig nicht zu erreichen ist, wird als Interimswert 55 dB(A) als Obergrenze empfohlen. Die WHO fordert Regierungen und Kommunen auf, etwas gegen Lärm zu tun, denn Lärm kann zu sozialem Gefälle in den Wohnquartieren beitragen und unerwünschte Folgekosten bei den Krankenkassen verursachen.

Lärm von Triebwerksprobeläufen auf Flugplätzen ermitteln und im Lärmschutz berücksichtigen

Flugzeugtriebwerk; Quelle: Ferenc Szelepcsenyi © fotolia.deFür Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Luftfahrzeugen werden auf Flugplätzen Triebwerksprobeläufe durchgeführt, die die Nachbarschaft mit Lärm belasten. Als Grundlage für eine zukünftige Beurteilung wurde in einer Studie im Auftrag des UBA ein Vorschlag für eine einheitliche Methodik zur Ermittlung dieser Geräuschemissionen erarbeit.

Lärmbelästigung in Deutschland

Straße, PKW, Wohnhaus - Matthias Hintzsche (I 3.4)Für die Menschen in Deutschland ist Lärm eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen. Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage an etwa 2000 Erwachsenen zum „Umweltbewusstsein in Deutschland 2008” hervor.

Fluglärm macht auf Dauer krank

VerkehrsflugzeugPersonen, die erhöhtem Nachtfluglärm ausgesetzt sind, haben häufiger höhere Blutdruckwerte als Menschen in ruhigeren Wohngebieten. Dies hat eine internationale Studie unter Beteiligung des UBA ergeben. Schon ein Anstieg des nächtlichen Fluglärmpegels um 10 dB(A) im Schallpegelbereich zwischen 30-60 dB(A) erhöht das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen und Männern um rund 14 Prozent.

Schienenverkehr: Trassenpreisgestaltung

Lärmarme KunststoffbremssohleLärm- und Schadstoffemissionen müssen auch im Schienenverkehr verringert werden. Das emissionsabhängige Trassenpreissystem setzt ökonomische Anreize für Eisenbahnverkehrsunternehmen, statt der alten, lauten Güterwaggons emissionsärmere Fahrzeuge einzusetzen. Das im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Rechtsgutachten zeigt, dass emissionsabhängige Trassenpreise in Deutschland rechtlich möglich sind und in welcher Form sie erhoben werden können.

Erhöhter Arzneimittelverbrauch durch Fluglärm

Flugzeug über WohnhausFluglärm führt dazu, dass die Betroffenen häufiger den Arzt aufsuchen und die Ärzte diesen mehr Medikamente verschreiben. Dies ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Im Umfeld eines deutschen Flughafens mit Nachtflugbetrieb wurden Daten von mehr als 800.000 Personen – dies sind mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung der betroffenen Region – analysiert.

Viele Pkw so laut wie vor 25 Jahren

Autos im StauObwohl die Lärm-Grenzwerte in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach verschärft wurden, sind viele Pkw heute noch so laut wie vor 25 Jahren. Ein Praxistest im Auftrag des Umweltbundesamtes ergab, dass die Hersteller nur beim Antriebsgeräusch von Pkw und Lkw im vergangenen Vierteljahrhundert deutliche Fortschritte erzielt haben. Dagegen machen Reifen heute kaum weniger Lärm auf der Fahrbahn als früher.

Lärmabhängige Landeentgelte an Flughäfen wirksam       

Passagierflugzeug am TerminalEine Verringerung des Fluglärms lässt sich durch Landeentgelte erreichen, die von der Geräuschemission der Flugzeuge abhängen. Eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes macht konkrete Vorschläge für ein wirksames lärmabhängiges Landeentgeltsystem, das zukünftig berücksichtigt werden sollte.

Verschärfung der Lärmgrenzwerte von zivilen Flugzeugen

PassagierflugzeugEine erhebliche Verringerung des Fluglärms lässt sich durch eine Verschärfung der Lärmgrenzwerte von zivilen Strahlenflugzeugen erreichen. Eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes macht vor dem Hintergrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen bzgl. ziviler Strahlentriebwerke konkrete Vorschläge für die Fortschreibung der internationalen Lärmgrenzwerte.

 

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