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Letzte Änderung: 20.03.2012
Das Beratungshilfeprogramm des Bundesumweltministeriums fördert die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie die Staaten der Kaukasusregion und Zentralasiens bei ihren Bemühungen, den Umweltschutz voranzutreiben.
Die neuen Mitgliedsstaaten und die EU-Beitrittskandidaten werden schwerpunktmäßig bei der Übernahme und Umsetzung der Umweltgesetzgebung der Europäischen Union unterstützt. Auch die Russische Föderation ist ein wichtiges Partnerland in der Umweltzusammenarbeit. Grenzüberschreitende Kooperationen spielen vor allem in den Westbalkanstaaten, im Südkaukasus sowie in den neuen EU-Nachbarn eine zentrale Rolle. Mit dem bilateralen Beratungsprogramm flankiert Deutschland ebenfalls den „Umwelt für Europa” - Prozess und die von den Umweltministern der Economic Commission for Europe der Vereinten Nationen (UN-ECE) vereinbarte Umweltstrategie für die Nachfolgestaaten der Sowjetunion.
Das Beratungshilfeprogramm wurde zu Beginn des Jahres 2000 aufgelegt. Jährlich stehen Mittel in Höhe von 2,74 Millionen Euro zur Verfügung. 40 bis 50 Projekte mit einem breiten thematischen Spektrum werden so pro Jahr unterstützt; aktuell laufen 35 Projekte. Das Umweltbundesamt ist im Auftrag des Bundesumweltministeriums für das Programmmanagement verantwortlich. Es arbeitet mit Projektpartnern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft bzw. mit Nichtregierungsorganisationen aus dem In- und Ausland zusammen.
Eine Übersicht über die Beratungshilfeprojekte finden Sie in der Projektdatenbank des Beratungshilfeprogramms.
Eine Kurzbeschreibung bietet das Faltblatt Beratungshilfeprogramm auf Deutsch, Englisch und Russisch.
Viele Projekte werden von fachbezogenen Arbeitsgruppen initiiert, die auf Basis der bilateralen Umweltabkommen mit den mittel- und osteuropäischen Staaten, der Russischen Föderation und der Ukraine regelmäßig tagen. Die Projekte unterstützen den Transfer von umwelt- und finanzierungstechnischem Know-how oder die Umsetzung und den Vollzug von Rechtsvorschriften der Europäischen Union.
Ziel ist es darüber hinaus, Synergien zu anderen internationalen "Geberaktivitäten" herzustellen und diese zu unterstützen. In diesem Sinne werden beispielsweise auch Projekte realisiert, die die fachliche Vorbereitung, Begleitung und Vertiefung von Twinning- Partnerschaften mit deutscher Beteiligung zum Inhalt haben. Das Programm fördert jedoch nicht nur bilaterale Projekte, sondern ausdrücklich auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Regionen der sogenannten „Neuen Nachbarschaft“ der Europäischen Union.
Die Vorbereitung von Investitionsvorhaben auf dem Gebiet des Umweltschutzes, vorrangig in den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft sowie erneuerbare Energien, ist ein weiterer Schwerpunkt des Programms, ebenso wie Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltbewusstseins, vor allem durch die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen.