Bebauung und Versiegelung

Straße mit Asphalt und Bürgersteig mit Betonpflasterzum Vergrößern anklicken
Mehr und mehr Grün weicht Asphalt und Beton
Quelle: ThomBal / Fotolia.com

Jede Baumaßnahme betrifft unmittelbar den Boden. Je nach Intensität der baulichen Veränderungen verliert der Boden dabei komplett oder teilweise seine wertvollen Funktionen. Bedeckt mit Beton oder Asphalt geht ein Lebensraum verloren. Der Wandel von natürlichen, aber auch landwirtschaftlich genutzten Böden ist ein Flächenverbrauch, der reduziert werden kann.

Als Folge großflächiger Versiegelung des Bodens entsteht besonders in Ballungsräumen das Stadtklima. Es ist gekennzeichnet durch erhöhte Lufttemperaturen im Vergleich zu Wäldern und „Grünen Oasen“. Auch bildet sich hier weniger Grundwasser neu, weil der Regen nicht mehr den Poren des Bodens zugeführt, sondern über Kanalsysteme abgeleitet wird.

Der ungebremste Verlust an natürlichem Boden führt zu einer Verinselung von Landschaften und Lebensräumen. Räumliche Korridore, besonders für die heimische Tierwelt, werden langfristig eingeschränkt. Derzeit liegt die tägliche Umwidmung von unbebautem Boden in bebaute oder anderweitig genutzte Flächen in Deutschland bei circa 80 Hektar am Tag. Das zeigt eine leicht abnehmende Tendenz in den letzten Jahren, ist jedoch weit von dem Ziel der Bundesregierung entfernt, den Verbrauch auf 30 Hektar am Tag im Jahr 2020 zu senken.

Schaubild zeigt den täglichen Flächenverbrauch: 2011 waren es 81 Hektar. Ziel für das Jahr 2020 sind maximal 30 Hektar pro Tag.
Tägliche Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche von 1993 bis 2011
Quelle: Umweltbundesamt

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Bodenversiegelung - Wie wir uns der besten Flächen berauben

Straßen und Parkplätze versiegeln den Erdboden, sodass dieser immer weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt. Oft gehen dadurch auch landwirtschaftliche Flächen verloren, die vorher Menschen mit Nahrung versorgt haben. Green Radio hat mit Jean Charles Munch, Direktor am Institut für Bodenökologie des Helmholtz-Zentrums München über dieses globale Problem gesprochen.

Quelle:
Green Radio