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Jahr der Luft 2013Letzte Änderung: 21.05.2013

Die Europäische Union hat 2013 zum Jahr der Luft ausgerufen

Jahr der Luft 2013Aber „Gute Luft“ – was ist das eigentlich? Und was können wir tun, damit sie besser wird? Wie steht es um den Schutz der Ökosysteme vor Luftschadstoffen und was hat das Klima damit zu tun?

Das Umweltbundesamt möchte Sie an dieser Stelle regelmäßig über diese und andere Themen in Zusammenhang mit unserem wichtigsten Lebenselixier, der Luft informieren. Sie erfahren, wie sich die Luftqualität entwickelt hat und welche Schadstoffe unsere Gesundheit gefährden. Wir nennen Verursacher und zeigen Maßnahmen auf.  

Zahl der Woche

 

Ca. 2 Millionen rote Blutkörperchen werden im Körper eines Menschen pro Sekunde neu gebildet. Foto: © ag visuell, www.fotolia.com

Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren Sauerstoff aus unserer Atemluft von der Lunge bis in alle Körpergewebe des Menschen, die mit Sauerstoff versorgt werden müssen. Erythrozyten werden im Knochenmark gebildet und leben etwa 120 Tage. Sie enthalten den Blutfarbstoff Hämoglobin, an den der Sauerstoff in der Lunge gebunden und von dem sich dieser im zu versorgenden Gewebe wieder ablöst. 

 „Zahl der Woche“ 2013 im Rückblick
Woche Zahl Erläuterung
1 u. 2 2,5 2,5 μm ist die maximale Größe von lungengängigen Feinstaubpartikeln
3 3 3 Monate lebt jeder Mensch in Deutschland statistisch gesehen kürzer wegen Dieselrußpartikeln
4 643 An 643 Messstationen wird derzeit in Deutschland täglich die Luftqualität gemessen
5 2285 2285 μg/m3 betrug die PM10-Konzentration in der ersten Stunde des neuen Jahres an der Berliner Luftmessstation Steglitz-Schildhornstraße
6 870 870 µg/m3 betrug der Tagesmittelwert der Schwefeldioxidkonzentration am 6. Februar 1990 im Südraum Leipzigs
7 900 Circa 900 Mikrogramm/m3 Luft, so hoch war die PM2,5-Konzentration am Abend des 12. Januar in Peking
8 1649 1649 erfand Otto von Guericke die Luftpumpe
9 21 Die Atemluft enthält 21 Volumenprozent Sauerstoff
10 4 Kleiner als 4 µm (PM4) ist die für die Krebserzeugung relevante Partikelgröße für einatembares kristallines Silizium (Quarzfeinstäube).
11 9.188 9.188 Industrieanlagen sind derzeit nach der IVU-RL in Deutschland genehmigt.
12 33 33 BVT-Merkblätter Bester Verfügbarer Techniken stehen für die aus Umweltsicht bedeutendsten Industriebranchen zur Verfügung.
13 14.373 14.373 Tankstellen gibt es in Deutschland (Stand 1/2012, EID)
14 10.000.000 Eine Megacity ist eine Metropole mit mehr als 10 Millionen Einwohnern.
15 20 Anwohner der Londoner City zahlen eine Staugebühr in Höhe von 20 £ pro Monat.
16 10 Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für PM2,5 einen Jahresgrenzwert von 10 µg/m3.
17 600.000 In Teheran gibt es ca. 600.000 Fahrzeuge, die älter als 20 Jahre sind.
18 70 Ca. 70 Prozent des gesamten chinesischen Energieverbrauchs wurden 2009 durch die Verfeuerung von Kohle gedeckt.
19 4.000.000 Pro Jahr atmet ein erwachsener Mensch durchschnittlich ca. 4.000.000 Millionen Liter Luft.
20 80 Über 80 Prozent der EU-Bürger sind einer Feinstaubbelastung ausgesetzt, die oberhalb dessen liegt, was nach den WHO-Luftgüteleitlinien von 2005 als unbedenklich gilt.

Monatsbeitrag Mai

 

Gesundheitliche Auswirkungen von Luftverunreinigungen

Luftverschmutzung kann die Gesundheit zum Teil erheblich beeinträchtigen. Die Folge des sowohl lokalen, regionalen als auch grenzüberschreitenden gesundheitlichen Umweltproblems sind Gesundheitsstörungen. Sie können akut auftreten und dabei kurzfristig ein Problem darstellen, zum Beispiel wenn Atemwege gereizt sind. Aber bei langfristiger Exposition kann es zu chronischen Erkrankungen kommen, beispielsweise der Lunge oder des Herz-Kreislaufsystems. Luftverschmutzung gilt zudem als Ursache für Todesfälle, die durch diese Erkrankungen mit verursacht werden.

In der Europäischen Union werden die geltenden Rechtsvorschriften durch die Strategie zur Luftreinhaltung ergänzt. Ziel ist eine Luftqualität, die keine erheblichen negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt hat und keine entsprechenden Gefahren verursacht. Die Strategie zur Luftreinhaltung legt Ziele zur Verringerung der Luftverschmutzung fest und schlägt Maßnahmen vor, um diese Ziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Dazu gehören die Aktualisierung der Rechtsvorschriften, die gezieltere Ausrichtung dieser Vorschriften auf die gefährlichsten Schadstoffe und die stärkere Einbeziehung der Industrie und Politik, die die Luftverschmutzung beeinflussen können. Außerdem legt die EU in der Luftreinhaltungsstrategie Gesundheits- und Umweltziele sowie Ziele für die Verringerung der Emissionen der wichtigsten Luftschadstoffe fest. Dadurch sollen die Bürger der EU vor allem vor der Exposition gegenüber Feinstaubpartikeln und bodennahem Ozon effektiv geschützt werden.

Auch Ergebnisse aus Gesundheitsforschung und –wissenschaft tragen in regelmäßigen Abständen mit neueste Ergebnissen und Erkenntnissen zur Weiterentwicklung politischer Entscheidungen und Regelwerke, wie zum Beispiel EU-Richtlinien, bei. Das garantiert einen nachhaltigen Gesundheitsschutz für die Bevölkerung in der EU. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die WHO kürzlich aktuelle Ergebnisse einer von der EU in Auftrag gegebenen internationalen Übersichtsstudie zu den aktuellen Erkenntnissen über die gesundheitlichen Aspekte der Luftverschmutzung (REVIHAAP).

WHO-Informationen zu weiteren luftbezogenen Gesundheitsthemen

Weltnichtrauchertag  31. Mai 2013

Global werden jährlich fast 6 Millionen Menschen durch Tabak getötet, davon sterben mehr als 600.000 Nichtraucher durch Passivrauchen. Wenn wir nicht handeln, werden bis 2030 jedes Jahr 8 Millionen Menschen sterben.  Mehr als 80 Prozent der Todesfälle werden Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sein. Jedes Jahr hebt der Weltnichtrauchertag am 31. Mai die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Tabakkonsum hervor und setzt sich für wirksame Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums ein. Tabakkonsum ist die am besten vermeidbare Todesursache weltweit und dafür verantwortlich, dass jeder zehnte Mensch stirbt.  

Rauchfreie Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien

Der Weltfußballverband FIFA will eine tabakrauchfreie Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Zuschauer und Akteure sollen das Turnier in 100 Prozent rauchfreien Stadien genießen. Die FIFA folgt damit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 

 

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