Ökostrom

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Mit erneuerbaren Energien die Umwelt schützen
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Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Wechseln Sie zu einem gelabelten Ökostromtarif (Grüner Strom Label, ok-power).
  • Senken Sie die Stromkosten durch energieeffiziente Geräte und bewusstes Verhalten.
 

Gewusst wie

Die Stromerzeugung verursacht in Deutschland am meisten Treibhausgasemissionen. Strom aus erneuerbaren Energien kann diese stark senken.

Gelabelte Ökostromtarife: Die Situation auf dem Ökostrommarkt ist eine besondere: Es wird in Europa mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als explizit über Ökostromtarife nachgefragt wird. Deshalb ist es wichtig, dass man bei der Wahl eines Ökostromtarifs auf gelabelte Produkte zurückgreift. Das Grüner Strom-Label sowie das ok-power-Label garantieren, dass durch den Ökostrombezug Neuanlagen gefördert werden. Zusätzlich ist es möglich, die Geschäftspolitik des Ökostromanbieters zu beachten: Setzt sich das Unternehmen für den Vorrang der erneuerbaren Energien ein? Mit der Wahl eines Ökostromtarifs kann man somit ein wichtiges politisches Signal zugunsten der erneuerbaren Energien senden.

Beim Strom-Wechsel zu beachten:

  • Sie brauchen keine Angst zu haben, beim Stromwechsel plötzlich im Dunkeln zu sitzen. Klappt etwas nicht, hat Ihr Netzbetreiber die Pflicht, Sie weiterhin zu versorgen.
  • Stromwechsel geht in der Regel einfach und schnell: Sie schließen einen Vertrag mit Ihrem neuen Anbieter. Der kümmert sich um alles Weitere, einschließlich Kündigung beim alten Anbieter.

Stromkosten sparen: Bei den Stromkosten gibt es in den meisten Haushalten noch sehr große Einsparpotenziale. Beachten Sie hierbei unsere zahlreichen Tipps zum Thema Energiesparen. Auch die Stromsparinitiative „1.000 kWh Strom sparen“ gibt hierzu hilfreiche Hinweise.

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Hintergrund

Umweltsituation: Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland konnten im Jahr 2012 Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 145 Mio. t CO2-Äquivalente (CO2e) vermieden werden, davon rund 102 Mio. t CO2e durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 37 Mio. t CO2e durch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung (AGEE-Stat 2014, UBA 2013). Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist deshalb eine der wichtigsten Strategien zur Minderung von Treibhausgasen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wiederum ist das zentrale Instrument, das den Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland vorantreibt. 2012 wurden in Deutschland insgesamt 143,5 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, davon ca. 118 TWh (82 %) mit EEG-Vergütungsanspruch (AGEE-Stat 2014).

Gesetzeslage: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert in der Regel den Erzeugern erneuerbaren Stroms die Abnahme des Stroms zu festen Preisen.  Es  ist das wichtigste Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Der Strom wird über das EEG-Umlagesystem von den Stromverbraucherinnen und -verbrauchern gemeinsam bezahlt und kann somit nicht einzelnen Stromkunden „zugeordnet“ werden. Auch wer Ökostrom bezieht, zahlt deshalb mit jeder Kilowattstunde die EEG-Umlage. Strom, der über das EEG gefördert wird, darf deshalb nicht als Ökostrom angeboten werden.

Damit grüner Strom nicht mehrfach verkauft wird, gibt es das sogenannte Herkunftsnachweisregister (HKNR) für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. In Deutschland wird das HKNR  vom Umweltbundesamt geführt. Für verkauften Ökostrom müssen in entsprechender Menge Herkunftsnachweise entwertet werden. Nur dann darf Ökostrom in der Stromkennzeichnung ausgewiesen werden. Die Stromkennzeichnung wird in Deutschland auf der Stromrechnung für alle Verbraucher ausgewiesen. Hier wird aufgeführt, aus welchen Quellen der verkaufte Strom stammt.

Marktbeobachtung: Die Nachfrage nach Ökostromtarifen entwickelte sich in den letzten Jahren dynamisch. Der Marktanteil hat sich zwischen 2009 und 2012 mehr als verdoppelt. Rund 15,2 % aller Stromkunden (ca. 7,3 Mio. Letztverbraucher) bezogen 2011 Ökostrom (Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt 2013). Dies entspricht 10 % der gesamten Elektrizitätsabgabe. Auf den Haushaltssektor entfielen dabei 41 % des gelieferten Ökostroms, der Rest entfiel auf Unternehmen, die öffentliche Hand und andere Letztverbraucher (ebd.). Nach einer im Rahmen des UBA-Projektes „Marktanalyse Ökostrom“  durchgeführten Analyse steht dieser Nachfrage ein Angebot von deutschlandweit 810 Stromanbietern mit mehr als 3.800 unterschiedlichen Ökostromtarifen gegenüber (UBA 2014). Das Wachstumspotenzial von Ökostromtarifen scheint noch nicht ausgeschöpft. Die Preisdifferenzen sind oft minimal und die Kaufbereitschaft ist bei Konsumenten vorhanden. Nach den Reaktorkatastrophen in Fukushima im März 2011 spiegelte sich diese Kaufbereitschaft in stark steigenden Kundenzahlen der Ökostromhändler wider.

Weitere Informationen finden sich unter:

 

Quellen

  • AGEE-Stat (Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik) (2014). Erneuerbare Energien in Zahlen. Internet-Update ausgewählter Daten.
  • Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt (2013): Monitoringbericht 2013.
  • UBA (2014): Marktanalyse Ökostrom (im Erscheinen).
  • UBA (2013): Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger. Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2012. Climate Change 15/2013.
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