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Letzte Änderung: 05.01.2012
Kälteanlagen der gewerblichen Kühlung dienen der Frischhaltung und Tiefkühlung von Verkaufswaren, vor allem Lebensmitteln. Sie sind im Lebensmitteleinzelhandel, in Gaststätten, Blumengeschäften und anderen Bereichen installiert. Je nach Anwendungsbereich und -zweck kann zwischen verschiedenen Ausführungen unterschieden werden. Eine grundsätzliche Unterscheidung kann in zentrale und dezentrale Systeme erfolgen.
Die verschiedenen Ausführungen von zentralen und dezentralen Anlagen unterscheiden sich in ihrer Flexibilität, Größe, Kältemittelfüllmenge und Kälteleistung, aber auch in ihren spezifischen (auf eine „Einheit Kühlgut“ bezogenen) Energieverbräuchen.
Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel waren im Jahr 2006 etwa 30.000 Kälteanlagen installiert. Meist handelt es sich dabei um Direktverdampfer-Verbundanlagen mit HFKW-134a oder HFKW-Gemischen wie R404A, aber auch mit H-FCKW-22.
Wer aus Gründen der langfristigen Rechtssicherheit und/oder zum Schutz des Klimas auf HFKW verzichten möchte, hat dazu bereits heute die Möglichkeit. Mit unterschiedlichen Konzepten werden Kohlenwasserstoffe, CO2 und Ammoniak als Kältemittel in Gewerbekälteanlagen eingesetzt. Entsprechende Anlagen sind in mehreren Ländern Europas realisiert und haben den Stand der Technik erreicht. Aufgrund ihrer im Vergleich zu Standard-HFKW-Anlagen besseren Klimabilanz können diese Anlagen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die Installation entsprechender Anlagen kann im Rahmen des neu eingerichteten Förderschwerpunkts „Umweltfreundlicher Einzelhandel“ im ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm gefördert werden. Gefördert werden die Errichtung und der Ausbau von Verkaufsräumen und -gebäuden im Einzelhandel. So beispielsweise der Austausch veralteter Heizungs- oder Kühlanlagen. Der Förderschwerpunkt ist zunächst bis zum 31.12.2011 befristet. Die Bedingungen für die Förderung sind im Merkblatt sowie der Anlage zum Merkblatt dargelegt.
Der vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veranstaltete „Runde Tisch Supermarktkälte“ dient dem Erfahrungsaustausch von Betreibern, Anlagen- und Komponentenbauern mit der Politik und dem Handwerk. Sein Ziel ist die Förderung der breiten Markteinführung besonders energieeffizienter und klimafreundlicher Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln im Supermarkt.
Förderung der breiten Markteinführung besonders energieeffizienter und klimafreundlicher Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln im Supermarkt.
| Redner | Titel |
| Wolfgang Müller Bundesumweltministerium |
Kältetechnik im Kontext der Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung PDF / 276 KB |
| Stefan Krakowka Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle |
Erfahrungen mit und Entwicklungen der Förderrichtlinie für gewerbliche Kälteanlagen PDF / 42 KB |
| Bernd Heinbokel VDMA Arbeitskreis "Energieeffizienz Kältetechnik" |
Transparenz schaffen für energieeffiziente Supermarktkälteanlagen PDF / 74 KB |
| Christoph Brouwers Carrier Kältetechnik Deutschland GmbH |
Sicher in die Zukunft - CO2 - das natürliche Kältemittel für die Supermarktanwendung PDF / 4,18 MB |
| Jan Kröger Epta Deutschland GmbH |
Systemlösungen und Betriebserfahrungen in der Gewerbekälte PDF / 335 KB |
| Bodo Jawoscheck Kaiser`s Tengelmann AG |
Energieeffiziente und klimaschonende Kälteanlagen im Einzelhandel - am Beispiel des ersten Tengelmann Klimamarktes in Mülheim an der Ruhr PDF / 7,23 MB |
Fast 60 Teilnehmer zeigten die Bedeutung des Themas klimafreundliche Supermärkte für die Betroffenen. Zukünftig soll der „Runde Tisch Supermarktkälte“ immer im Frühjahr stattfinden. In den Jahren, in denen die „Euroshop“ stattfindet, wird eine gemeinsame Veranstaltung mit dem VDMA angestrebt.
Sofern nicht anders angegeben, sind alle in den Vorträgen verwendeten Grafiken/Bilder firmeneigen und/oder dem Referenten liegt vom Urheber eine Erlaubnis zur Veröffentlichung vor oder die verwendeten Grafiken/Bilder stehen zur freien Verfügung.
Am 5. September 2008 fand im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau die Abschlussveranstaltung „Klimafreundliche Kälteanlagen für den Supermarkt“ statt, auf der u.a. die Ergebnisse des Berichts „Vergleichende Bewertung der Klimarelevanz von Kälteanlagen und –geräten für den Supermarkt“ vorgestellt wurden. Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über die deutschland- und europaweit für Supermarktanwendungen angebotenen Kälteanlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln.
Deren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sind konventionellen Anlagen mit synthetischen, halogenhaltigen Kältemitteln gegenübergestellt. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Überblick über die Emissionen kältetechnischer Einrichtungen im Lebensmitteleinzelhandel. Insgesamt zeigen die durchgeführten TEWI-Analysen, dass Anlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln die günstigste Klimabilanz haben.
Aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fand auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts am 23. Mai 2007 die internationale Konferenz „Co2ol Food – klimafreundlich Kühlen im Supermarkt“ in Berlin statt.