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Letzte Änderung: 05.10.2012
NEU: 4. Runder Tisch Supermarktkälte am 25. September 2012
Kälteanlagen der gewerblichen Kühlung dienen der Frischhaltung und Tiefkühlung von Verkaufswaren, vor allem Lebensmitteln. Sie sind im Lebensmitteleinzelhandel, in Gaststätten, Blumengeschäften und anderen Bereichen installiert.
Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel waren im Jahr 2006 etwa 30.000 Kälteanlagen installiert. Meist handelt es sich dabei um Direktverdampfer-Verbundanlagen mit HFKW-134a oder HFKW-Gemischen wie R404A, aber auch mit H-FCKW-22.
Wer auf HFKW verzichten möchte, hat dazu bereits heute die Möglichkeit. Mit unterschiedlichen Konzepten werden halogenfreie Stoffe wie Kohlenwasserstoffe und CO2 als Kältemittel in Gewerbekälteanlagen eingesetzt. Entsprechende Anlagen sind in mehreren Ländern Europas realisiert und haben den Stand der Technik erreicht.
Bedingt durch steigende Energiekosten nimmt in der Branche die Bereitschaft zu, sich mit dem Thema Energieeffizienz zu befassen. Denn es gibt erhebliche technisch und wirtschaftlich realisierbare Energieeinsparpotenziale. Beim Neubau ist es heute bereits üblich, den Supermarkt als energetisches Gesamtsystem zu betrachten. Dabei wird auch die bei der Kälteerzeugung entstehende Wärme zur Brauchwarmwassererwärmung oder Heizung des Gebäudes genutzt. Bei der Sanierung sind individuelle Konzepte gefragt, die den jeweiligen Anforderungen gerecht werden. Viele Beispiele belegen, dass durch die energetische Modernisierung von Lebensmittelmärkten im Vergleich zum Standardmarkt bei gleicher Dienstleistung in bedeutendem Maße (bis fast 50%) Energie eingespart werden kann.
Für Maßnahmen zur energetischen Sanierung bestehender Kälteanlagen sowie für die Installation von Anlagen ohne halogenierte Kältemittel kann eine Förderung innerhalb des vom Bundesumweltministerium aufgelegten Klimaschutz-Impulsprogramms für gewerbliche Kälteanlagen beantragt werden.
Der vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veranstaltete „Runde Tisch Supermarktkälte“ dient dem Erfahrungsaustausch von Betreibern, Anlagen- und Komponentenbauern mit der Politik und dem Handwerk. Sein Ziel ist die Förderung der breiten Markteinführung besonders energieeffizienter und klimafreundlicher Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln im Supermarkt.
Schwerpunkt beim diesjährigen „Runden Tisch Supermarktkälte“ war der sichere Umgang mit den natürlichen Kältemitteln Kohlenwasserstoff und Kohlendioxid. Die Referenten und fast 60 Teilnehmer diskutierten Vorschriften zur Herstellung und zum Betrieb von Kälteanlagen und ‑geräten. Es gibt bereits viele bestehende Anlagen mit diesen Kältemitteln, die den sicheren Umgang demonstrieren. In den Bereichen Ausbildung/Schulung und Komponenten gibt es gegenwärtig noch Verbesserungspotential, Festgehalten wurde, dass die Verwendung brennbarer Kältemittel beherrschbar ist, Erforderlich ist aber gleichzeitig eine umfassende Information von Betreibern und Installations-/Wartungspersonal.
Der Nachmittag widmete sich Wirtschaftlichkeits- und TEWI-Vergleichen verschiedener Kältesysteme mit und ohne Wärmerückgewinnung. Die vorgetragenen Ergebnisse zeigten eindeutige Wirtschaftlichkeits- und TEWI-Vorteile integraler Konzepte (Systemlösung für die gesamte thermische Versorgung) gegenüber separat geplanten Anlagen für z.B. Heizung und Kühlung.. Transkritische CO2-Anlagen erwiesen sich im Vergleich zu R134a/ CO2 Kaskaden Systemen energetisch als nochmals deutlich vorteilhafter.
Sofern nicht anders angegeben, sind alle in den Vorträgen verwendeten Grafiken/Bilder firmeneigen und/oder dem Referenten liegt vom Urheber eine Erlaubnis zur Veröffentlichung vor oder die verwendeten Grafiken/Bilder stehen zur freien Verfügung.
| Redner | Titel |
Katja Becken |
Nationale Klimaschutzinitiative: „Kohlenwasserstoffe sicher als Kältemittel einsetzen“ PDF / 927 KB |
Peter Tünte |
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Carsten Hoch |
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Dr. Siegfried Römer |
Anwendungsaspekte von R290 aus Sicht eines Aggregateherstellers PDF / 1,71 MB |
Bernd Heinbokel |
Fast 60 Teilnehmer zeigten die Bedeutung des Themas klimafreundliche Supermärkte für die Betroffenen. Zukünftig soll der „Runde Tisch Supermarktkälte“ in den Jahren, in denen die „Euroshop“ stattfindet, als gemeinsame Veranstaltung mit dem VDMA durchgeführt werden.
Sofern nicht anders angegeben, sind alle in den Vorträgen verwendeten Grafiken/Bilder firmeneigen und/oder dem Referenten liegt vom Urheber eine Erlaubnis zur Veröffentlichung vor oder die verwendeten Grafiken/Bilder stehen zur freien Verfügung.
Förderung der breiten Markteinführung besonders energieeffizienter und klimafreundlicher Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln im Supermarkt.
| Redner | Titel |
| Wolfgang Müller Bundesumweltministerium |
Kältetechnik im Kontext der Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung PDF / 276 KB |
| Stefan Krakowka Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle |
Erfahrungen mit und Entwicklungen der Förderrichtlinie für gewerbliche Kälteanlagen PDF / 42 KB |
| Bernd Heinbokel VDMA Arbeitskreis "Energieeffizienz Kältetechnik" |
Transparenz schaffen für energieeffiziente Supermarktkälteanlagen PDF / 74 KB |
| Christoph Brouwers Carrier Kältetechnik Deutschland GmbH |
Sicher in die Zukunft - CO2 - das natürliche Kältemittel für die Supermarktanwendung PDF / 4,18 MB |
| Jan Kröger Epta Deutschland GmbH |
Systemlösungen und Betriebserfahrungen in der Gewerbekälte PDF / 335 KB |
| Bodo Jawoscheck Kaiser`s Tengelmann AG |
Energieeffiziente und klimaschonende Kälteanlagen im Einzelhandel - am Beispiel des ersten Tengelmann Klimamarktes in Mülheim an der Ruhr PDF / 7,23 MB |
Am 5. September 2008 fand im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau die Abschlussveranstaltung „Klimafreundliche Kälteanlagen für den Supermarkt“ statt, auf der u.a. die Ergebnisse des Berichts „Vergleichende Bewertung der Klimarelevanz von Kälteanlagen und –geräten für den Supermarkt“ vorgestellt wurden. Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über die deutschland- und europaweit für Supermarktanwendungen angebotenen Kälteanlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln.
Deren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sind konventionellen Anlagen mit synthetischen, halogenhaltigen Kältemitteln gegenübergestellt. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Überblick über die Emissionen kältetechnischer Einrichtungen im Lebensmitteleinzelhandel. Insgesamt zeigen die durchgeführten TEWI-Analysen, dass Anlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln die günstigste Klimabilanz haben.
Aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fand auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts am 23. Mai 2007 die internationale Konferenz „Co2ol Food – klimafreundlich Kühlen im Supermarkt“ in Berlin statt.