Glossar

K

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau

  • Kleinsäuger sind Säugetiere von geringer Körpergröße. Zu den Kleinsäugern zählen beispielsweise Igel, Maulwurf, Eichhörnchen, Mäuse und Kaninchen.

  • Im engen Sinn definiert als statistisches Durchschnittswetter, das in einer Region über Monate bis hin zu Tausenden von Jahren herrscht. Der klassische, von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definierte Zeitraum (= Klimanormalperiode) sind 30 Jahre. Einbezogen sind die Variablen Temperatur, Niederschlag und Wind.

    Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

  • Im Wesentlichen die mess- und beobachtbaren Elemente des Wetters, die zur Beschreibung des Klimas herangezogen werden.

    Klimaelemente sind unter anderem: Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Wind, Niederschlag, Bewölkung, Sicht, Sonnenscheindauer, Strahlung (siehe auch Klimafaktoren)

    Quelle: DWD (2014): Wetterlexikon

  • Auch klimatologische Wirkungsfaktoren genannt; Faktoren, welche die Klimaelemente (unter anderem Temperatur, Feuchte) und damit das Klima eines Ortes beeinflussen. Die wesentlichen natürlichen Klimafaktoren sind geographische Breite, topographische Höhe, Entfernung vom Meer und anderen größeren Wasserflächen, Bodenart und Bodenbedeckung. Hinzu kommen anthropogene Faktoren wie Bebauung und Abwärme.

    Quelle: DWD (2014): Wetterlexikon

  • Bestimmte Veränderungen innerhalb eines Systems, die in Folge des Klimawandels auftreten. Klimafolgen können sowohl negativer (Risiken) als auch positiver Natur (Chancen) sein.

    Nach: UKCIP (2014): Glossary

  • Der systematische Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ausgehend von identifizierten Risiken werden Anpassungsmaßnahmen entwickelt, umgesetzt und schließlich auch evaluiert.

    Nach: Kind C., Mohns T., Sartorius C. (2010): Klimafolgenmanagement in Unternehmen – Hindernisse und Erfolgsfaktoren. UmweltWirtschaftsForum

  • Ein Klimamodell beschreibt ein Klimasystem mit Zahlen. Einbezogen sind – je nach Komplexität – mehr oder weniger viele physikalische, chemische und biologische Eigenschaften. Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse werden berechnet – etwa der Zusammenhang von Temperatur, Meeresströmungen und Eisbildung. Interaktive Klimamodelle werden verwendet, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen, Veränderungen zu simulieren und Prognosen zu erstellen.

    Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

  • Das Resultat eines Versuchs, eine Schätzung der effektiven Entwicklung des Klimas in der Zukunft vorzunehmen, zum Beispiel auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala. Weil die zukünftige Entwicklung des Klimasystems stark von den Ausgangsbedingungen abhängen kann, bestehen solche Prognosen in der Regel aus Wahrscheinlichkeitsangaben (siehe auch Klimaprojektion, Klimaszenario).

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Versuchen vorherzusagen, wie sich das Klima verändert, wenn unterschiedliche Mengen und Arten von Treibhausgasen emittiert werden. Sie basieren häufig auf häufig auf Klimamodellsimulationen.

    Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- beziehungsweise Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen zum Beispiel über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.

    Quellen: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie und IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Zusätzliches Risiko für Schutzgüter (beispielsweise Bevölkerung oder Infrastruktur) und Aktivitäten durch potentielle Klimafolgen.

    Quelle: KomPass

  • Auch Mitigation; bezeichnet alle auf die Begrenzung der globalen Erwärmung gerichteten Maßnahmen, das heißt vor allem Maßnahmen zur Minderung der durch menschliches Handeln verursachten Treibhausgas-Emissionen.

    Quelle: BMU (2013): Energiewende A-Z

  • Bezeichnet die zeitlichen und räumlichen Schwankungen des Klimas um einen mittleren Zustand herum. Die Variabilität kann durch natürliche Prozesse innerhalb des Klimasystems zustande kommen (interne Variabilität) oder durch menschliche Einflüsse verursacht sein (externe Variabilität).

    Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

  • Auch Exposition; beschreibt den Reiz des heutigen Klimas bzw. des Klimas zu einem Zeitpunkt in der Zukunft. Die Differenz zwischen beiden Zeitpunkten beschreibt die Klimaveränderungen, wie steigende Temperaturen, Veränderungen im Niederschlag, Veränderungen von Wetterextremen. Systemisch betrachtet, ist die Veränderung des Klimasignals der Reiz, der innerhalb eines bestehenden Systems potentielle Klimafolgen verursacht.

    Quelle: Greiving, S. / Schneiderbauer, S. / Zebisch M. (2012): Vulnerabilität – Begriffliche und konzeptionelle Einordnung und Stand der Forschung (unveröffentlicht)

  • Die simulierte Reaktion des Klimasystems auf Emissionsszenarien von Treibhausgasen und Aerosolen oder Strahlungsantriebsszenarien. Klimasimulationen basieren häufig auf Klimamodellen.

    Nach: UK Climate Projections (2012): Climate simulation

  • Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus fünf Hauptbestandteilen besteht: der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Kryosphäre, der Landoberfläche und der Biosphäre sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Bestandteilen. Das Klimasystem verändert sich über die Zeit unter dem Einfluss seiner eigenen inneren Dynamik und durch äußere Antriebe wie Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Einflüsse wie die Änderung der Zusammensetzung der Atmosphäre und der Landnutzung.

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Eine plausible und häufig vereinfachte Beschreibung des zukünftigen Klimas, die auf einer in sich konsistenten Reihe klimatologischer Beziehungen beruht und ausdrücklich für die Verwendung bei der Untersuchung der potenziellen Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels erstellt wurde. Es dient häufig als Input in Wirkmodelle. Klimaprojektionen dienen oft als Rohmaterial für die Erstellung von Klimaszenarien, aber Klimaszenarien benötigen normalerweise zusätzliche Informationen zum Beispiel über das beobachtete derzeitige Klima. Ein Klimaänderungsszenario ist die Differenz zwischen einem Klimaszenario und dem derzeitigen Klima.

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Bezeichnet die zeitlichen und räumlichen Schwankungen des Klimas um einen mittleren Zustand herum. Die Variabilität kann durch natürliche Prozesse innerhalb des Klimasystems zustande kommen (interne Variabilität) oder durch menschliche Einflüsse verursacht sein (externe Variabilität).

    Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

  • Eine klimarelevante Größe, beispielsweise Durchschnittstemperatur oder Niederschlag.

    Nach: UK Climate Projections (2009): Online climate change projections report 1.2 What information is provided?

  • Der Begriff des Klimawandels bzw. der anthropogenen Klimaänderung bezieht sich in erster Linie auf die aktuelle vom Menschen verursachte Veränderung des globalen und regionalen Klimas. Allgemein umfasst eine Klimaänderung die langfristigen Veränderungen des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist.

    Quelle: ARL (2013): Glossar Klimawandel und Raumentwicklung

  • Bestimmte Veränderungen innerhalb eines Systems, die in Folge des Klimawandels auftreten. Klimafolgen können sowohl negativer (Risiken) als auch positiver Natur (Chancen) sein.

    Nach: UKCIP (2014): Glossary

  • Bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, die aufgrund einer Änderung im Mittelwert oder im Schwankungsbereich seiner Eigenschaften identifiziert werden kann und die über eine längere Periode von typischerweise Jahrzehnten oder noch länger andauert.

    Klimaänderung kann durch interne natürliche Schwankungen oder durch äußeren Antrieb oder durch an dauernde anthropogene Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre oder der Landnutzung zustande kommen.

    Es ist zu beachten, dass das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) im Artikel 1 Klimaänderung definiert als: 

    Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen.

    Das UNFCCC unterscheidet also zwischen Klimaänderung verursacht durch die Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre aufgrund menschlicher Aktivitäten und Klimavariabilität aufgrund natürlicher Ursachen.

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, wie Öl, Gas und Kohle, sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen und anderen industriellen Prozessen. Es ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas, das die Strahlungsbilanz der Erde beeinflusst. Es ist das Bezugsgas, gegenüber welchem die anderen Treibhausgase gemessen werden, und hat deshalb ein Globales Erwärmungspotential (GWP).

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Emissionen anderer Treibhausgase als Kohlendioxid (CO2) werden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial in CO2-Äquivalente umgerechnet (CO2 = 1).

  • Der Begriff beschreibt den Kohlenstofffluss (in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Kohlendioxid) durch die Atmosphäre, das Meer, die terrestrische Biosphäre und die Lithosphäre.

    Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

  • Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung

  • Als Koniferen werden Nadelholzgewächse bezeichnet. Hierzu zählen beispielsweise Tannen, Fichten und Lärchen.

  • Stellt die Entwicklung der Menge beziehungsweise Konzentration von Treibhausgasen und Aerosolen in der Atmosphäre dar. Da Treibhausgase und Aerosole unterschiedliche Verweilzeiten in der Atmosphäre haben, verläuft die Entwicklung von Emissionsszenarien und Konzentrationsszenarien nicht unbedingt parallel. Konzentrationsszenarien werden von Emissionsszenarien abgeleitet und dienen als Input für Klimamodelle und Klimaprojektionen.

    Quelle: KomPass

  • Laut Bundeswaldgesetz ist Körperschaftswald „Wald, der im Alleineigentum der Gemeinden, der Gemeindeverbände, der Zweckverbände sowie sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts steht“.