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Letzte Änderung: 27.07.2011
Lärm ist ein subjektives Phänomen, das sich nicht ohne Weiteres messen lässt. Ein Geräusch wird dann zu Lärm, wenn neben den akustischen, wie u. a. der Schalldruck des Geräusches, auch psychologischer Druck kommt.
Für die Menschen in Deutschland ist Lärm eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen. Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage an etwa 2.000 Erwachsenen zum „Umweltbewusstsein in Deutschland 2010“ hervor.
Lärmbelästigung der Bevölkerung nach Geräuschquellen 2010
Gestört und belästigt (Angaben in %) |
|||||
| Geräuschquelle | äußerst |
stark |
mittelmäßig |
etwas |
überhaupt nicht |
| Straßenverkehr | 2 |
9 |
16 |
28 |
45 |
| Nachbarn | 1 |
4 |
7 |
25 |
63 |
| Flugverkehr | 1 |
3 |
7 |
18 |
71 |
| Industrie und Gewerbe | 1 |
2 |
9 |
16 |
72 |
| Schienenverkehr | 0 |
2 |
7 |
13 |
78 |
55 % der Befragten gaben an, sich in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehr gestört oder belästigt zu fühlen, 11 % fühlten sich sogar „äußerst“ oder„stark belästigt“.
Nach dem Straßenverkehr ist der Luftverkehr die bedeutendste verkehrsbedingte Ursache für Lärmbelästigungen in Deutschland: Bundesweit fühlt sich fast jeder Dritte durch Fluglärm belästigt.
Durch Schienenverkehr fühlt sich etwas mehr als ein Fünftel der Bevölkerung belästigt.
Industrie und Gewerbe belästigen fast ein Drittel der Bevölkerung.
Der Umfrage zufolge zählen auch Geräusche der Nachbarn zu den bedeutenden Lärmbelästigungsursachen. So fühlten sich dadurch knapp 40% der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt.
Lärm wirkt nicht allein auf das Gehör, sondern kann auch das Herz-Kreislaufsystem belasten und die Betroffenen einem erhöhten Erkrankungsrisiko aussetzen.