Letzte Änderung: 15.05.2013
Im Umweltbundesamt werden vielfältige Aspekte des globalen Klimawandels bearbeitet. Die Themenseite Klimaschutz behandelt Klimaänderungen und deren Folgen in den verschiedenen Systemen und Sektoren sowie die internationale Klimapolitik mit der Weiterentwicklung des internationalen Vertragswerkes zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll).
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Die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom verursachte 2010 in Deutschland durchschnittlich 546 Gramm CO2. Mehr erneuerbare Energieträger und der Wechsel zu emissionsarmen Brennstoffen führten zu einem geringeren Wert als im Vorjahr. Für 2011 hat das UBA auf der Grundlage vorläufiger Daten jedoch einen gestiegenen „Spezifischen Emissionsfaktor“ von 564 g/kWh errechnet. Grund ist ein Anstieg der aus Kohle gewonnenen Strommenge. Schätzungen für 2012 ergeben derzeit einen Wert von 576 g/kWh.
Der Klimaschutz verlangt als globale Herausforderung von allen Ländern verantwortungsvolles Handeln. Schwellenländer gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Einerseits wegen ihres derzeitigen bereits hohen Emissionsniveaus, andererseits wegen der hohen zu erwartenden Wachstumsraten sowie ihren hohen THG-Minderungspotenzialen. Der Bericht des UBA untersucht an Brasilien, China, Indien, Mexiko, Südafrika und Südkorea, wie ambitioniert Minderungszusagen im Vergleich zu den Potenzialen sind.
Die 1.627 emissionshandelspflichtigen Energie- und Industrieanlagen in Deutschland haben im Jahr 2012 etwas mehr CO2 ausgestoßen als im Vorjahr: 452,4 gegenüber 450,3 Millionen Tonnen. Damit liegen die Emissionen zwar auf Höhe der jährlichen deutschen Emissionsobergrenze (Cap) der zweiten Handelsperiode, aber große Einsparpotenziale bleiben bislang ungenutzt. Würden im Energiesektor mehr Gas- statt Kohlekraftwerke genutzt, ließe sich der CO2-Ausstoß deutlich reduzieren.
Deutschland kann bei ambitionierter Klima- und Energiepolitik knapp 42 Prozent seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 einsparen. Bis 2030 können sogar fast 60 Prozent Minderung erreicht werden. Ohne weitere Fortschritte in der Klimapolitik werden hingegen nur Minderungen von 34 Prozent (2020) bzw. 44 Prozent (2030) erreicht. UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das nationale Klimaschutzziel mit den bislang verabschiedeten Maßnahmen nicht erreicht wird. Zusätzliche Maßnahmen sind erforderlich, damit Deutschland seiner Vorreiterrolle im Klimaschutz gerecht werden kann und seine Glaubwürdigkeit in den internationalen Verhandlungen aufrecht erhält.“
Eine vorausschauende räumliche Planung kann wesentlich dazu beitragen, dass zukünftige Siedlungsstrukturen das Klima ent- statt belasten. Nachverdichtung und Brachflächenrevitalisierung im Innenbereich statt „Bauen auf der grünen Wiese“ vermeiden zum Beispiel Autofahrten und damit Treibhausgase. Die Praxishilfe zeigt Akteurinnen und Akteuren der verschiedenen Planungsebenen Gestaltungsmöglichkeiten der Raumordnung und Bauleitplanung zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Obwohl rund 13 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes in Deutschland direkt oder indirekt aus der Landwirtschaft stammen, fehlen bislang noch konkrete Klimaschutzziele und Handlungskonzepte für diesen Bereich. Das UBA-Papier untersucht deshalb die Möglichkeiten und Grenzen eines Emissionshandels in der Landwirtschaft. Es zeigt, dass noch erheblicher Forschungsbedarf besteht und der Emissionshandel durch weitere Instrumente flankiert werden müsste. Dazu gehört auch eine Reform der EU-Agrarpolitik.
Strom aus Erdwärme (Geothermie) kann besonders effizient gewonnen werden, wenn man zum Antrieb der Dampfturbinen fluorierte Kohlenwasserstoffe einsetzt. Doch dabei ist es nicht zu vermeiden, dass ein kleiner Teil des sehr klimaschädlichen Gases aus den Anlagen entweicht – ein Zielkonflikt beim Ausbau der eigentlich klimaschonenden erneuerbaren Energie. Ein Kurzgutachten im Auftrag des UBA zeigt, dass der Ausstoß fluorierter Kohlenwasserstoffe aus der Geothermie bis zum Jahr 2050 bei maximaler Ausschöpfung des Ausbaupotentials und ungünstigen Annahmen zur Emissionsrate relevante Größenordnungen annehmen könnte.
„Wir haben die Wahl: Entweder setzen wir unser Wissen über den Klimawandel in die TAT
um. Oder wir schauen tatenlos zu, wie sich die Lage verschlimmert. Beides hat seinen
Preis“, so Frau Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik. Um Lösungen und Hemmnisse für die Senkung der Treibhausgasemissionen zu finden, startete sie eine europaweite Informationskampagne. Veranstaltungen in den EU-Mitgliedstaaten und eine Website stellen kosteneffiziente Praxisbeispiele vor. Gleichzeitig ist die Online-Diskussion und der Wettbewerb um die beste und originellste Lösung eröffnet.
Kommunen, die berechnen wollen, was die Anpassung an den Klimawandel in ihrer Stadt oder Gemeinde kostet, finden Hilfe in einem neuen Leitfaden des UBA. Als besonders rentabel erweist sich die Begrünung von Dächern gegen sommerliche Hitze. Ebenfalls wirtschaftlich: renaturierte Auenwälder als natürlicher Hochwasserschutz und hitzeresistente Straßenbeläge. Kostspieliger dagegen sind Dämme gegen Überflutung oder der Ausbau der Kanalisation.
Verantwortlich dafür, dass Hitze, Starkregen und Hochwasser häufiger auftreten, ist der Klimawandel. In welchen Städten sich die Hitzeauswirkungen besonders verschärfen könnten und welche eine Chance haben, ihnen zu begegnen, ist im kürzlich veröffentlichten EEA-Bericht zusammengetragen. Mit den darin enthaltenen Karten aus dem interaktiven „Eye on Earth information service“ können Sie selbst nachsehen, ob Ihre Stadt dazu gehört.
Einem Dorf in Ghana den Umstieg auf Solarstrom ermöglichen oder eine Kläranlage auf Haiti energieeffizienter machen – der „Clean Development Mechanism“ (CDM) erlaubt es Industrieländern, ihre Kyoto-Klimaschutzverpflichtungen zum Teil auch durch Projekte in Entwicklungsländern zu erfüllen. Deutschen Unternehmen, die entsprechende Technik anbieten, kann dies auch neue Märkte im Ausland erschließen. Der Anteil deutscher Technik im CDM-Markt beträgt heute knapp 20 Prozent, könnte aber zum Beispiel durch bessere Informationsangebote noch gesteigert werden, wie eine Studie im Auftrag des UBA herausfand.
Die globale Mitteltemperatur steigt seit Ende der 1970er Jahre steil nach oben, fortgesetzt durch das Jahr 2010 als wärmstes und niederschlagsreichstes Jahr seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Das La NiñaLa Niña-Ereignisse treten periodisch auf und beeinflussen die Witterung weltweit. La Niña-Jahre fallen meist kühler aus. -Jahr 2011 mit herabgesetzten Meeresoberflächentemperaturen in Teilen des äquatorialen Pazifiks nimmt nach Auswertungen der amerikanischen Ozean-Atmosphärenbehörde Platz 11 ein. Mit 2011 rangieren alle Jahre des 21. Jahrhunderts unter den 13 wärmsten.
Das derzeitige EU -Klimaziel von 20 Prozent Treibhausgas-Minderung bis zum Jahr 2020 gibt ein nur schwaches Signal für die internationale Staatengemeinschaft ab, wenn die EU als Region demnächst ein neues, weltweit geltendes und anspruchsvolles Abkommen zum Klimaschutz verhandeln will. Nur die Erhöhung auf 30 Prozent spornt zu weiteren Investitionen in den Klimaschutz an und erhält damit gleichzeitig das Vertrauen der internationalen Staatengemeinschaft in ihren ambitioniertesten Partner. Das UBA zeigt in seinem Positionspapier, wie die Wirtschaft treibhausgasemissionsarm werden kann.
Die Strahlung der Sonne ist der Motor des Klimas auf der Erde. Änderungen der Sonnenstrahlung können daher Klimaänderungen bewirken. Aber auch andere Faktoren beeinflussen das Klima. Für die globale Erwärmung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind vor allem die zunehmenden Treibhausgase in der Atmosphäre verantwortlich. Das belegt eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien. Ein neues UBA-Hintergrundpapier fasst die Diskussion zusammen.
Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Klimagase bis zum Jahr 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Auch die meisten Bundesländer haben Minderungsziele verabschiedet. Eine vom UBA betreute Masterarbeit untersuchte diese Länderziele und analysierte, inwieweit sie ausreichend sind, um dem Klimaziel der Bundesregierung gerecht zu werden.
Bis 2020 will Deutschland 40 Prozent weniger Klimagase als 1990 ausstoßen. Damit das klappt, muss vor allem mehr Energie gespart werden, ergab eine neue UBA-Studie. Die Chancen stehen gut, denn allein beim Stromverbrauch ließen sich rund 25 bis 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen. Aber auch Gebäude und Fahrzeuge können laut UBA effizienter werden.
BBK, THW, DWD und UBA erwarten in einigen Jahrzehnten ganzjährig mehr Starkniederschläge in Deutschland. „Dies erhöht den Handlungsdruck, die Vorsorge gegenüber den Folgen des unvermeidbaren Klimawandels zu verstärken”, erklärt Jochen Flasbarth, Präsident des UBA. Um Schäden und damit Kosten zu deren Beseitigung zu vermeiden, empfiehlt das UBA Ländern und Kommunen infrastrukturelle Vorsorgemaßnahmen zu Anpassung an den Klimawandel.
Die meisten Industriestaaten und einige Entwicklungsländer haben 2009 im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung Ziele zur Treibhausgasminderung bis 2020 eingereicht. Eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt unter anderem: Die EU kann bei vernachlässigbaren Kosten ihr 30 %-Minderungsziel bis 2020 im Alleingang erreichen.
Immer wieder tauchen in den Medien Aussagen und Darstellungen zum Klimawandel auf, die nicht mit den Erkenntnissen der Klimawissenschaft übereinstimmen. Obwohl meist fachfremd, stellen die sogenannten „Klimawandelskeptiker“ eine breite Palette an Gegenthesen zum heutigen Stand der Klimaforschung auf. Die neue UBA-Broschüre „Und sie erwärmt sich doch“ nimmt eine Reihe dieser Thesen unter die Lupe. Außerdem zeigt das UBA, welche Kreise gezielt Zweifel am wissenschaftlichen Kenntnisstand verbreiteten und auf welche Weise sie dabei vorgingen.
In Deutschland gibt es 1,8 Millionen Hektar Moorflächen, aber nur knapp 5 Prozent davon sind intakt. Der Großteil der deutschen Moore wird entwässert und emittiert deshalb CO2. Mit intakten Mooren jedoch könnten jährlich über 40 Millionen Tonnen CO2 gebunden werden. Als mögliches Finanzierungskonzept zur Renaturierung von Mooren schlägt eine Studie der DEHSt im UBA vor, einen nationalen Moorklimaschutzfonds zu schaffen.
Die Deutschen sind eines der reisefreudigsten Völker. Doch Flugreisen beschleunigen den Klimawandel. Green Radio spricht mit Stefan Baumeister, Geschäftsführer von Myclimate Deutschland darüber, wie sich der CO2-Ausstoß einer Reise ausgleichen lässt. Welchen Stellenwert das Thema Klimaschutz für deutsche Touristen generell hat, weiß Bente Grimm, Projektleiterin am Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa.
Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben von 1990 bis 2011 in der Tendenz immer weniger Treibhausgase ausgestoßen. 2011 sank der Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang im Sektor private Haushalte und Kleinverbrauch mit 18,6 Prozent aufgrund der milden Witterung in der Heizperiode. Im Verkehrssektor hingegen stiegen die Emissionen um 1,4 Prozent. Insgesamt war 2011 nach 2009 das Jahr mit dem zweitgeringsten Treibhausgas-Ausstoß seit 1990.
Der Klimawandel ist nicht nur in fernen Ländern bemerkbar, sondern auch bei uns können in Zukunft extreme Hitze, Starkregen und Stürme zunehmen und in Städten große Schäden anrichten. Wie man den Folgen des Klimawandels begegnen kann, zeigt das vom UBA geförderte Onlineportal www.KLIMASCOUT.de. Fragen wie z. B.: „Wie schütze ich mich vor extremer Hitze oder drohendem Hochwasser?“, „Wie verhalte ich mich richtig bei Unwetterwarnungen?“ oder „Was kann ich als Kleingärtner beachten, wenn ein Sturm kommt?“ werden beantwortet.
Das zeigen erste, vorläufige Berechnungen des UBA. Insgesamt wurden 2012 rund 931 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2Äq) freigesetzt. Den Anstieg dominieren die CO2-Emissionen mit einem Plus von 2 Prozent gegenüber 2011. Der Grund: Es wurde mehr Strom aus Braun- und Steinkohle erzeugt und beim Heizen kam witterungsbedingt mehr Gas zum Einsatz. Deutschland übertrifft aber weiter seine Kyoto-Ziele deutlich. Im Vergleich zu 1990 sind die Treibhausgas-Emissionen um 25,5 Prozent gesunken, nötig gewesen wären nur minus 21 Prozent im Mittel der Jahre 2008 bis 2012. Noch für 2011 sahen die Treibhausgasemissionen mit ihrem Minus von 2,9 Prozent (27 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente) gegenüber 2010 gut aus.
Der EU-Emissionshandel ist ein mengensteuerndes Instrument: Indem das Emissionsbudget (Cap) vor jeder Handelsperiode festgelegt wird, ist das Emissionsminderungsziel eindeutig definiert. Der Zertifikatspreis spiegelt die Knappheit im Markt wieder und setzt Anreize für emissionsarme Investitionen und Innovationen. Wenn sich jedoch Rahmenbedingungen stark und dauerhaft ändern, wie der unerwartet große Überschuss an Zertifikaten in der zweiten Handelsperiode, und dadurch in diesem Fall der Zertifikatspreis so stark sinkt, dass kaum Anreize für Investitionen bestehen, kann eine Anpassung des Caps nötig sein. Eine neue Studie im Auftrag des UBA schlägt Kriterien für eine Anpassung vor.
Die durch den Klimawandel steigenden Meerestemperaturen stellen eine sehr große Gefahr für die Korallenriffe mit ihrer unendlichen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten dar, so eine vom UBA beauftragte Studie. Die globale Erwärmung müsste auf etwa 1,2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, um zumindest 50 Prozent der Korallenriffe zu erhalten. Die Einhaltung der 2 °C-Obergrenze, die zurzeit von der UN-Staatengemeinschaft angestrebt wird, würde demnach bei Weitem nicht ausreichen, um die Korallenriffe wirksam zu schützen.
Der Klimawandel ist bereits spürbar – auch in Deutschland. Wie wirkt aber ein verändertes Klima auf Mensch und Umwelt? Und was können wir tun, um uns darauf einzustellen? Das UBA stellt in Themenblättern das Wissen zu Risiken des Klimawandels zusammen und zeigt mögliche Maßnahmen zur Anpassung auf.
Das alte Pförtnerhäuschen der Wetterstation liegt verlassen am Waldrand. Alex hatte entdeckt, dass die Tür nicht abgeschlossen ist. Seitdem trifft er sich hier oft mit Pia. Heute wollen die beiden für ihr Klimaprojekt in der Schule malen und basteln. Noch ahnen sie nicht, dass sie sich bald Hals über Kopf in ein unglaubliches Abenteuer stürzen werden … In dieser spannenden Geschichte für Kinder ab 8 Jahre geht es um den Klimawandel und was wir dagegen tun können.
Die Städte Stuttgart, Arnsberg und Wuppertal sowie die Münchener Wohnungsbaugenossenschaft WOGENO sind Gewinner des „Blauen Kompass 2011“. Der Preis prämiert die besten Ideen zur Anpassung an den Klimawandel in Deutschland. Er wurde am 12. Dezember 2011 erstmals von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen. Am Wettbewerb nahmen 59 Kommunen, Unternehmen und Verbände teil.
Seit Januar 2012 nimmt der Luftverkehr am europäischen Emissionshandel teil. Fluggesellschaften und Firmen mit Privatjets müssen dann für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid eine Emissionsberechtigung abgeben. Die Deutschland zugeordneten Airlines haben im Dezember erstmals einen Bescheid über ihre CO2-Zertifikate erhalten. Damit erfahren die Unternehmen, welche Menge an Zertifikaten ihnen für den europäischen Emissionshandel bis 2020 kostenlos zusteht.
Erwartungsgemäß bestätigte der Europäische Gerichtshof am 21.12.2011, dass auch internationale Airlines zum Emissionshandel verpflichtet sind.
Bewusste, zielgerichtete, großtechnische Eingriffe in das Klimasystem, die die globale anthropogene Erwärmung verringern sollen, werden als Geo-Engineering bezeichnet. Bekannte Beispiele dieser Art sind die Ausbringung von Schwefelaerosolen in die Atmosphäre und die Ozeandüngung. Wie tragfähig sind solche Vorschläge? Das UBA informiert über Risiken, mögliche Kriterien zur Bewertung, rechtlichen Rahmen und gibt erste Empfehlungen für den Umgang mit dem Thema. Die neue Studie des BMBF bewertet den Einsatz von Geo-Engineering und zeigt, dass jeder Einsatz dieser Technologien potenziell globale Auswirkungen haben könnte.
Der kostenlose Klimalotse ist der erste Leitfaden, der bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt. In fünf Schritten können Risiken und Chancen des Klimawandels erkannt und möglichen Maßnahmen entwickelt werden. Der Lotse richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen.
In zahlreichen Ländern und Regionen der Welt existieren oder entstehen Emissionshandelssysteme, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu begrenzen.
Diese enthalten meist Vorkehrungen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie gegenüber Ländern mit geringeren Klimaschutzauflagen. Eine UBA-Kurzstudie hat die verschiedenen Ansätze untersucht und verglichen. Ein Ziel war, frühzeitig mögliche Hindernisse für die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen zu einem globalen Kohlenstoffmarkt zu identifizieren.
Der globale Klimawandel ist längst auch in Deutschland real. Wie das Umwelt- und Planungsrecht darauf reagieren muss, beantwortet eine neue UBA-Studie. Sie zeigt: Einige Rechtsgebiete, wie das Gewässerschutzrecht, sind schon auf einem guten Weg. Andere, wie das Raum- und Fachplanungsrecht, müssen noch angepasst werden, damit bei der Zulassung von Infrastrukturprojekten die Folgen des Klimawandels, wie eine Zunahme von Extremwetterereignissen, stärker berücksichtigt werden.