Streusalz und Alternativen

verschneite Landstraße mit "Achtung Glätte"-Straßenschildzum Vergrößern anklicken
Streusalz schädigt Bäume, Pflanzen, Gewässer, Fahrzeuge und Bauwerke
Quelle: Igor Link / Fotolia.com

FAQ

  • Was passiert mit dem verwendeten Streusalz?

     Die Salze Natrium-, Calcium- und Magnesiumchlorid bestehen aus Ionen („geladene Teilchen“), die nicht zersetzt werden, sondern beständig sind und in der Umwelt verbleiben. Beim Streuen auf innerörtlichen Straßen mit Regen- oder Mischwasserkanalisation fließt das Streusalz mit dem Schmelzwasser in das Kanalsystem ab. Nach Durchlaufen der Kläranlage gelangt es in Bäche oder Flüsse. Es kann auch dir… weiterlesen

  • Welche alternativen Streumittel stehen zur Verfügung?

     Abstumpfende Mittel schmelzen das Eis nicht ab, sondern erhöhen die Griffigkeit, indem sie sich mit der Glätteschicht verzahnen. Für diesen Zweck werden vor allem gebrochene Gesteine („Splitt“, Spezialsande) eingesetzt, die nach dem Abtauen mit dem Straßenkehricht eingesammelt und weiterverwendet oder entsorgt werden. Sofern der Schwermetallgehalt gering ist, führt der Einsatz von Splitt kaum zu… weiterlesen

  • Welche weiteren Probleme können durch Streusalze entstehen?

    Bei Haustieren kann längeres Laufen auf mit Streusalz behandeltem Untergrund zu Entzündungen der Pfoten führen. Diese sind im Winter durch Schnee, Eisklumpen und -kanten sowie durch Streusand und Split ohnehin strapaziert und deshalb besonders empfindlich. Beim Ablecken durch die Tiere aufgenommenes Salz kann Verdauungsprobleme bewirken. Bei Wildtieren sind ähnliche Probleme zu vermuten. Die Salze… weiterlesen

  • Welche Umweltwirkungen haben andere Auftau- und Flugzeugenteisungsmittel?

    Harnstoff Die Anwendung von Harnstoff als chloridfreiem Enteisungsmittel führt zu einer unerwünschten Düngung von Gewässern und Böden. Harnstoff sollte daher nicht als Enteisungsmittel verwendet werden.Mehrwertige, gering flüchtige Alkohole und Ether Wassermischbare Polyalkohole mit geringer Flüchtigkeit (zum Beispiel Propylenglykol oder Diethylenglykol sowie ihre Etherverbindungen) werden regelmä… weiterlesen

  • Erhöht der Einsatz von Streusalzen und abstumpfenden Streumitteln die Feinstaubbelastung?

    Der Streumittel-Einsatz auf Fahrbahnen macht sich in schneereichen Wintern auch in der Staubbelastung der Luft bemerkbar: Streusalzlösungen und Partikel werden von der Fahrbahnoberfläche in die Luft aufgewirbelt. Abstumpfende Mittel können durch die dynamischen Belastungen des Verkehrs zerkleinert und teilweise auf Feinkorngröße (PM10, PM2,5) zermahlen werden. Die gesetzlichen Vorgaben der Europäi… weiterlesen

  • Wie kann ich beim privaten Winterdienst auf Streusalz verzichten?

    Auf Gehwegen hat Streusalz in der Regel nichts verloren; sein Einsatz ist daher dort in vielen Kommunen bzw. Ländern auch verboten (zum Beispiel Berliner Naturschutzgesetz). Um der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, muss Schnee regelmäßig geräumt werden. Je kürzer die Zeit zwischen Schneefall und Räumung, desto leichter lässt sich der Schnee vollständig vom Gehweg entfernen. Glät… weiterlesen

  • Wie wird Streusalz im staatlichen und kommunalen Winterdienst verwendet?

    Das wichtigste Instrument des Winterdienstes ist und bleibt die mechanische Räumung. Je nach den Umgebungsbedingungen und Anforderungen wird die Räumung durch den Einsatz von Streumitteln ergänzt. Der staatliche und kommunale Winterdienst sollte „differenziert“ erfolgen, d. h. je nach Witterung, den spezifischen Straßenverhältnissen und der umgebenden Vegetation sollte entschieden werden, welches… weiterlesen

  • Führt Streusalz zu Schäden an der Vegetation und in Böden?

    Streusalz kann am Straßenrand wachsende Pflanzen schädigen. Gelangt das Salz mit verspritztem Schnee oder Wasser direkt auf die Pflanzen, kommt es zu Kontaktschäden (zum Beispiel Verätzungen der Pflanze). Noch entscheidender: Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher erst oft zeitverzögert.… weiterlesen

  • Zu welchen Schäden führt Streusalz in Gewässern?

    Grundwasser Durch die Versickerung gelangt das salzhaltige Schmelzwasser in das Grundwasser. Grundwasser-Messstellen in der Nähe großer Straßen weisen daher häufig erhöhte Konzentrationen insbesondere von Chlorid auf. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung (250 mg/L) wird aber in der Regel deutlich unterschritten. Da Grundwasser nur sehr langsam erneuert wird und unsere wichtigste Trinkwasserquel… weiterlesen

  • Was ist Streusalz?

    Unter Streusalz (auch Auftausalz oder Tausalz) versteht man Salze, die zur Verhinderung von Eisbildung oder zum Auftauen von Eis und Schnee auf Straßen und Gehwegen ausgebracht werden. Überwiegend wird als Streusalz „technisches“ Natriumchlorid (NaCl, „Kochsalz“, jedoch nicht in zum Verzehr geeigneter Qualität), daneben auch Calcium- und Magnesiumchlorid oder andere Salze verwendet. Außerdem enthä… weiterlesen

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Eis und Schnee machen den Spaziergang oder Arbeitsweg schnell zur Rutschpartie. Ein verbreitetes Mittel, bei Glätte für Sicherheit auf Straßen, Rad- oder Gehwegen zu sorgen ist Streusalz. Doch mit seinem Einsatz gehen einige unerwünschte Nebenwirkungen einher. Welche sind das? Und: Gibt es umweltschonendere Alternativen?

Streusalz schädigt Bäume und andere Pflanzen entlang von Straßen und Wegen. Es greift Oberflächen von Gebäuden und Fahrzeugen an und kann Böden und Gewässer belasten. Die Beseitigung der Schäden verursacht jährlich hohe Kosten. Deshalb sollte der Einsatz von Streusalz, wenn irgend möglich, vermieden werden. Sowohl im privaten als auch im kommunalen und staatlichen Winterdienst steht die mechanische Räumung von Schnee und Eis immer an erster Stelle. Je früher sie durchgeführt wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten und die Chance, ganz auf Streumittel verzichten zu können. Je nach Gefahrenlage können nach der Räumung abstumpfende oder auftauende Mittel ergänzend zum Einsatz kommen. Viele Gemeinden verbieten, auf Gehwegen Salz zu streuen. Alternativ sollten auch dort abstumpfende Mittel verwendet werden. Umweltfreundliche salzfreie Streumittel erkennt man im Handel am Umweltzeichen „Blauer Engel“.

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 Streusalz  Streumittel  Winterdienst  Glättebekämpfung  Glatteis