Wasserqualität in Badegewässern

Wie erhalte ich Informationen zur aktuellen Badegewässerqualität?

Die Liste der Badegewässer, die Badegewässerprofile, die Ergebnisse der Qualitätseinstufungen sowie aktuelle Daten zur Wasserqualität in der Badesaison 2016 findet Sie auf den Internetseiten der Bundesländer. Sie können diese über die Deutschlandkarte aufrufen.

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Wie sah die Badegewässerqualität in der Badesaison 2015 aus?

In der Badesaison 2015 gab es in Deutschland 2.292 Badegewässer, die nach der EG-Badegewässerrichtlinie überwacht wurden. Davon lagen 367 an der Küste von Nord- und Ostsee, 1.925 an Binnengewässern (1.893 an Seen; 32 an Flüssen).

Fast 98 Prozent der beurteilten Badegewässer in Deutschland erfüllten die Qualitätsanforderungen der EG-Badegewässerrichtlinie. 90 Prozent dieser Badegewässer erfüllten sogar die strengeren Anforderungen für ausgezeichnete Qualität. Dabei sind neue oder veränderte Badegewässer, die noch nicht beurteilt werden können, nicht berücksichtigt.

Eine schlechte Wasserqualität hatten in der Badesaison 2015 nur 5, das bedeutet etwa 0,2 Prozent der 2.292 Badegewässer. 47 Badegewässer waren zeitweise oder während der gesamten Badesaison 2015 geschlossen. Gründe für kurzzeitige Schließungen waren in 15 Fällen bestehende Probleme mit schlechter Wasserqualität und Cyanobakterien (Blaualgen). Längerfristige Schließungen gab es insbesondere wegen geringer Nutzung durch Badende, Starkregenereignissen und Sanierungsarbeiten. 5 Badegewässer blieben gemäß den Vorgaben der EG-Badegewässerrichtlinie geschlossen, weil sie in der Saison 2014 eine mangelhafte Qualität hatten und keine Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen wurden.

Die Qualität der Badegewässer in Deutschland

Am 24. März 2006 trat die novellierte europäische Richtlinie über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung in Kraft. Die Richtlinie wurde in Deutschland in 16 Länderverordnungen umgesetzt. Seit der Badesaison 2008 werden die Badegewässer nach der neuen Richtlinie überwacht. Für die Einstufung der Badegewässer nach den Vorgaben der neuen Richtlinie werden Daten aus vier Jahren benötig. Die erste Einstufung erfolgte im Jahr 2011.

Die Ergebnisse der wasserhygienischen Untersuchungen aus den Bundesländern fasst das Umweltbundesamt zusammen, prüft sie auf Stimmigkeit und leitet sie über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an die Europäische Kommission. Diese erstellt eine Qualitätseinstufung aller europäischen Badestellen. Die Ergebnisse werden als Jährlicher Bericht zur Badewasserqualität auf Englisch veröffentlicht. Die EU bietet auch einen Data viewer zur Badewasserqualität auf Englisch an. Für die Saison 2015 sind die Ergebnisse oben kurz zusammengefasst.

Die Bundesländer sind für die Überwachung der Badegewässer verantwortlich und haben informative Badegewässerseiten im Internet eingerichtet. Die meisten Bundesländer stellen auch aktuelle Daten im Internet zur Verfügung. In den Ländern, die noch keine zentrale Internetinformation bereitstellen, erteilen die zuständigen Gesundheits-oder Umweltbehörden Auskunft.