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Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH

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Letzte Änderung: 08.05.2013

Workshop zu Arzneimitteln in Boden, Klärschlamm und Gülle

Kläranlage © Rob Bouwman – Fotolia.comArzneimittel sind biologische hochaktive Wirkstoffe, deren Effekte auf die Umwelt immer stärker diskutiert werden. Human- und Tierarzneimittel gelangen über Abwässer und Klärschlämmen auf  Felder, wo sie sich anreichern oder direkt in Gewässer eingetragen werden. Welche Probleme das verursacht, ist Thema eines vom UBA veranstalten Workshops, der am 18. und 19. Juni 2013 in Dessau-Roßlau stattfindet.

Forschungsstrategie zu Nanotechnologie erfolgreich

 Lotuseffekt; © Tournee, www.fotolia.comNanotechnologie: hoch innovativ, dynamisch. Eröffnet sie neue Chancen, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen? Welche Auswirkungen hat sie auf Mensch und Umwelt? Diesen Fragen gingen BAuA, BfR, UBA, PTB und BAM mit der Bilanzierung von über 80 Forschungsprojekten nach. Ergebnis:  Mess- und Testverfahren sind entwickelt, Belastungen für Mensch und Umwelt erkannt sowie Risiken bewertet. Die wichtigsten Ergebnisse aus den untersuchten Projekten sind in der „Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes“ veröffentlicht.

Quecksilber in Deutschland

Quecksilberperlen; Marcel © www.fotolia.comIndustrie und Kraftwerke emittieren das giftige Quecksilber. Es verteilt sich weltweit und reichert sich über Flüsse und Meere in Fischen an. Mit den Karten des UBA können Sie ermitteln, ob sich ein Betrieb in Ihrer Nähe befindet, der mehr als zehn Kilogramm Quecksilber pro Jahr emittiert. Durch Industrie und Energieverbrauch steigt die Quecksilberkonzentration immer noch an. Deshalb hat die UNEP die Minamata Konvention gegen Quecksilberverschmutzung verhandelt. Das meiste Quecksilber nehmen wir aber nicht über die Luft, sondern beim Fischessen auf. Da in Deutschland relativ wenig Fisch gegessen wird, liegt die Quecksilberbelastung von Müttern und Kindern im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt.

PFC-Planet: Chemikalien sind überall

Startbildschirm der App „PFC-Planet“ des Umweltbundesamts © UBAChemikalien im Trinkwasser und in der Muttermilch? Was viele nicht ahnen, ist Alltag. Eine App des Umweltbundesamts erklärt, wie Perfluorchemikalien (PFC) in Nahrungskette und Körper gelangen – und welche Konsequenzen das hat. Videos und animierte Schaubilder zeigen aber auch, was dagegen getan werden kann. Noch einfacher informieren können Sie sich mit der kostenlosen App „PFC-Planet“ für das iPad. Nutzen Sie außerdem Ihr Auskunftsrecht zu besonders besorgniserregenden Chemikalien in Produkten über unser Informationsportal REACH-info.

Verbot von Pestiziden: EU will Bienensterben stoppen

Biene auf einer Rapsblüte © Thomas Stüber – Fotolia.comBienen versorgen uns nicht nur mit leckerem Honig. Sie bestäuben auch etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen. Umso beunruhigender klingen Berichte über massenhaftes Bienensterben. Zu den Ursachen zählen bestimmte Pflanzenschutzmittel. Drei dieser Pestizide sollen nun EU-weit verboten werden – zumindest für Pflanzen, die auch Bienen anlocken. Green Radio spricht darüber mit Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes.

Pflanzenschutzmittel gefährden Amphibien

Knoblauchkröte; Omika © www.fotolia.comDie Hälfte aller Amphibien steht auf der Roten Liste. Mitverantwortlich dafür könnte der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sein, wie jetzt eine Studie im Auftrag des UBA zeigt. Bisher berücksichtigen weder die Produktzulassung noch die landwirtschaftliche Praxis ausreichend das Risiko für Frosch-, Kröten- und Molcharten. Aber Amphibien nutzen landwirtschaftliche Flächen als Lebensraum und überqueren sie auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern. Deshalb empfiehlt das UBA, in den EU-Vorschriften die Risikobewertung für Amphibien vorzusehen, die Lebensräume der Tiere stärker zu vernetzen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Chemikalien aus dem Griff kriegen

Fahrradgriff mit giftigen PAK? © Jens Kernchen - Fotolia.comOb Fahrradgriff, Mousepad oder Spielzeug – Alltagsprodukte können Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Viele PAK sind krebserregend, verändern das Erbgut oder gefährden die Fortpflanzung. Sie werden in der Umwelt kaum abgebaut und können sich im Körper anreichern. Leider lassen sich Produkte mit PAK nicht einfach am Aussehen erkennen. Angestoßen durch eine deutsche Initiative schlägt die Europäische Kommission daher erstmals einheitliche Grenzwerte für PAK in Produkten vor. Noch Fragen? Lesen Sie unser neues PAK-Hintergrundpapier.

Umwelthormone in Kunststoffen: Studie entwickelt geeignete Testmethoden

Multiwellplatte mit Testgefäßen, in denen in-vitro verschiedene Wasserproben auf Umwelthormone untersucht werden; Quelle: © Martin Wagner, Goethe Universität Frankfurt / MainKunststoffe sind eine bisher unterschätzte Quelle für den Eintrag hormonähnlicher Substanzen in die Umwelt. Umwelthormone können zum Beispiel die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen stark beeinflussen. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, wie solche Substanzen erkannt und charakterisiert werden können. Testmethoden, die ohne den Einsatz von Wirbeltieren auskommen, wurden auf den Prüfstand gestellt, optimiert oder neu entwickelt.

REACH: Leitfaden zum Scaling hilft bei der sicheren Verwendung von Stoffen

Lupe auf einem Taschenrechner © laurent hamels – fotolia.comUnter der EU-Chemikalienverordnung REACH müssen die Bedingungen für die sichere Verwendung von Stoffen von Herstellern, Importeuren und Formulierern an ihre Kunden weitergegeben und von diesen eingehalten werden. Scaling kann helfen zu prüfen, ob eine Anwendung von den Vorgaben abgedeckt ist. Dieses Gutachten, die dazugehörigen Excel-Vorlagen und ein Leitfaden unterstützen Registranten und Formulierer bei der Entwicklung von Scaling-Hilfen und nachgeschaltete Anwender bei der Durchführung des Scalings.

Leitlinien zur Berücksichtigung von multiplen Stoffeinträgen in die Umwelt für die Expositionsschätzung unter REACH

Abfluss mit Chemiekalie; Quelle: WoGi © fotolia.comEine einzelne Chemikalie kann in verschiedenen Produkten enthalten und für verschiedene Anwendungen im Einsatz sein und von mehreren Herstellern und Importeuren auf den Markt gebracht werden. Die Emissionen der einzelnen Verwendungen können sich in der Umwelt addieren und insgesamt ein unannehmbares Risiko darstellen. Die Berücksichtigung aggregierter Stoffeinträge bei der Expositionsbewertung unter REACH wurde untersucht und es werden Vorschläge für die Umsetzung gegeben.

REACH-Leitfaden als Hilfe für Kunststoffrecycler

Auch für Kunststoffrecycling-Betriebe gilt das europäische Chemikalienrecht REACH. Danach müssen Hersteller, Importeure und Anwender von Chemikalien deren Sicherheit beurteilen und eingesetzte Stoffe bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki registrieren. Gerade bei Recyclingstoffen ist das oft schwierig, da deren Zusammensetzung variiert oder gar nicht bekannt ist. Das gemeinsam mit der Kunststoff- und Automobilindustrie durchgeführte Forschungsvorhaben beinhaltet eine systematische Bestandsaufnahme der aus der REACH-Verordnung resultierenden Anforderungen an die im Abfallrecycling tätigen Akteure sowie eine Übertragung auf die konkrete Situation im Kunststoffrecycling. Kunststoffverwertern werden Wege zur sachgerechten Ermittlung von Stoffinformationen aufgezeigt und Hinweise zur Dokumentation und zur Weitergabe an Kunden gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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