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Letzte Änderung: 04.03.2010
Der Export von sogenanntem Elektroschrott hat immer wieder für Aufsehen gesorgt. Denn Altgeräte werden in den Importländern unter katastrophalen Bedingungen für Umwelt und Gesundheit verwertet und entsorgt. Eine neue Studie von Ökopol im Auftrag des UBA zeigt: Auch der Verbraucher ist gefragt, wenn es um die Lösung der Problematik geht.
Noch 1990 lag die Klimabelastung durch die Siedlungsabfallwirtschaft bei rund 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.
2006 ist gegenüber 1990 eine Gesamtentlastung von 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten durch Recycling und energetische Verwertung statt Deponierung erreicht worden.
Die Biogasbranche kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Umweltschutz insgesamt liefern. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Anlagen nach dem Stand der Technik gebaut und betrieben werden. Der vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit fachlicher Begleitung des UBA erstellte Bericht ist eine Bestandsaufnahme der in der Biogasbranche eingesetzten Technik. Schwerpunkte liegen im Bereich Immissionsschutz und Anlagensicherheit.
Das UBA kontrolliert die von der EU-Verpackungsrichtlinie vorgegebenen Verwertungsquoten für Verpackungsabfälle. Die Studie „Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2007” weist einen Anstieg der Verwertungsquote um 0,4 Prozentpunkte auf 79,2 % aus.
Wofür entscheiden Sie sich beim Getränkekauf? Für die pfandlosen, aber umweltschädlichen Einwegflaschen - oder lieber für Mehrwegflaschen und ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen wie den Getränkekarton? Die UBA-Studie zeigt: Der Anteil von Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen sank 2007 weiter auf 54,7% gegenüber von fast 60% im Vorjahr.
Immer öfter sind sie auf Verpackungen verschiedenster Konsumgüter zu sehen: Die Radio-Frequency-Identifications-Etiketten – kurz RFID-Tags – ersetzen zunehmend den bekannten Bar-Code. Wie würde sich ein massenhafter Einsatz dieser Etiketten auf das Recycling von Verpackungen auswirken? Der Bericht stellt mögliche Entwicklungsszenarien und die damit verbundenen Auswirkungen sowie recyclinggerechte Anforderungen an Herstellungs- und Aufbereitungsprozesse vor.
Seit 1995 ist FCKW in neuen Kühlgeräten verboten. Aber es gibt noch viele alte FCKW-haltige Kühlgeräte, die nur nach und nach entsorgt werden. Im neuen UBA-Ratgeber ist nachzulesen, wie viele FCKW-haltige Altgeräte pro Jahr anfallen und er gibt Tipps zur richtigen Entsorgung.
Sie möchten wissen, wie viel CO2 oder wie viel Abfall der Industriebetrieb nebenan erzeugt? Seit 2008 müssen große Industriebetriebe über ihre Schadstofffreisetzungen in Luft, Wasser und Boden sowie über Schadstoffe im Abwasser und die entsorgten Abfallmengen berichten. Diese Informationen stehen allen Bürgerinnen und Bürgern seit dem 3. Juni 2009 im Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (PRTR) Deutschland kostenlos über das Internet zur Verfügung.
Neben sinnvollen Neuerungen zur Vereinfachung und besseren Durchsetzbarkeit der RoHS-Richtlinie sind etliche Abschnitte des Revisionsvorschlages der EU-Kommission aus Sicht des UBA unzureichend: So erfolgt kein Ausschluss weiterer Schadstoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten und viele Verfahrensfragen sind nicht ausreichend geklärt.
Es klingt interessant: Ein großer Discounter bietet im Internet-Handel eine Papier-Brikettpresse an. Das Verbrennen von Papierbriketts in Kleinfeuerungsanlage, wie privaten Öfen und Kesseln, ist jedoch nicht erlaubt. Neben einem Bußgeld sind auch erhöhte Emissionen und Verschmutzungen der Anlagen nicht ausgeschlossen.
Abfallverbrennung kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, doch viele befürchten negative Folgen für ihre Gesundheit und die Umwelt. Wie sieht die Umweltbilanz der Abfallverbrennung aus – und was sind zentrale Herausforderungen und Chancen? Über diese und andere Fragen informiert ein Papier des UBA.
Die Praxishilfe stellt Handlungsempfehlungen für Erstbehandler und weitere Akteure zusammen, um deren tägliche Datenerfassung in den Betrieben zur Erfüllung ihrer Informationspflicht gegenüber der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) oder den Statistischen Landesämtern zu erleichtern und zu vereinheitlichen.
Die Ergebnisse von Forschungsprojekten zur ”Umsetzung der Ergebnisse des BMBF-Verbundes ”Sickerwasserprognose” in konkrete Vorschläge zur Harmonisierung von Methoden” und zum „Aufkommen, Qualität und Verbleib mineralischer Abfälle”, die das Umweltbundesamt begleitend zu den Verordnungsvorhaben des Bundesumweltministeriums "Ersatzbaustoffverordnung" und "Fortschreibung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung" vergeben hatte, liegen jetzt vor.
In einem Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes wurden die ökologischen Auswirkungen verschiedener Entsorgungsoptionen für Siedlungsabfälle untersucht. Ergebnisse: Die Hausmüllverbrennung in Deutschland hat Optimierungspotenziale bei der Energienutzung. Die meisten Kraft- und Zementwerke, die Siedlungsabfälle mitverbrennen, haben vor allem bei den Schadstoffemissionen Verbesserungsbedarf.
Seit dem Inkrafttreten des Elektrogesetzes ergeben sich für Hersteller, Entsorger, Zertifizierer und Kommunen in der Entsorgung von Elektroaltgeräten neue Pflichten. Seit dem 31.12.2006 müssen Verwertungs- und Recyclingquoten erfüllt und Mengenströme dokumentiert werden. Der Leitfaden Monitoring hilft Erstbehandlern, ein einheitliches Vorgehen für die neuen Dokumentations- und Meldepflichten einzuführen.
Seit dem 01.03.2010 stellt u.a. das Inverkehrbringen von Batterien ohne vorherige Anzeige der Marktteilnahme im Batteriegesetz-Melderegister eine Ordnungswidrigkeit dar. Das Batteriegesetz-Melderegister ist seit dem 01.12.2009 über die Internetseite des UBA erreichbar. Hersteller im Sinne des Batteriegesetzes (BattG) sind verpflichtet, das Inverkehrbringen von Batterien gegenüber dem UBA anzuzeigen.
Abfälle in Meeren, vor allem Plastikmüll, sind ein gravierendes ökologisches, ökonomisches und ästhetisches Problem. Woher der Müll stammt und wie man dem Eintrag entgegentreten kann, beschreibt ein neues Papier des UBA . Die jährlich in die Nordsee gekippten 20 000 Tonnen Müll haben sich mittlerweile auf ca. 600 000 Kubikmeter auf und im Meeresboden angesammelt. Die Strände des Nordostatlantiks weisen im Durchschnitt 712 Müllteile pro 100 Meter Küstenlinie auf. Das ist eine Gefahr für Meereslebewesen – sie strangulieren sich in Müllteilen oder verschlucken sie, ersticken daran oder verhungern. Die EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie verlangt eine gemeinschaftliche Bewertung aller menschlichen Belastungen auf die Meeresumwelt.
Die Verwertung von getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen kann sowohl einen ökologischen als auch ökonomischen Nutzen bringen. Hinweise, Vorschläge und Beispiele für Verwertungswege, die für Umwelt und Gebührenzahler lohnenswert sind, gibt die gemeinsam von BMU und UBA herausgegebene neue Broschüre.
Die CD-ROM „Best Practice Municipal Waste Management” informiert in vier Sprachen über bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung und fördert zugleich den Technologietransfer. Strukturierte Datenblätter informieren über den EU-Rechtsrahmen, Abfallwirtschaftsprinzipien und -verfahren. Ausländische Zielgruppen schätzen dabei die Verlinkung mit deutschen Technologie-Anbietern. Die CD-ROM kann bestellt oder nach Registrierung komplett heruntergeladen werden. Auch einzelne Datenblätter können heruntergeladen werden.
Die 1999 in Kraft getretene EU-Deponierichtlinie hat sich positiv auf die Abfallpolitik der EU-Mitgliedsstaaten ausgewirkt, so ein Bericht der Europäischen Umweltagentur. Einige Staaten haben die Deponierung unbehandelter Haushaltsabfälle fast vollständig beendet. Andere nutzen jedoch noch zu 90% den Entsorgungsweg Deponie. Die Studie vergleicht Abfallpolitiken und Maßnahmen von Estland, Finnland, Deutschland, Flandern (Belgien), Ungarn und Italien.
Während die Einfuhr zustimmungspflichtiger Abfälle im Jahr 2008 ein neues Rekordniveau erreichte, ging der Export zurück. Das hohe Niveau ist insbesondere auf die hochwertigen Entsorgungsstrukturen in Deutschland und ökonomische Gründe zurückzuführen. Die Importe von Hausmüll aus Italien, die große Medienaufmerksamkeit bewirkt hatten, sind im Vergleich zum Gesamtaufkommen an Siedlungsabfällen gering.
Statt der Verbrennung von Gartenabfällen im eigenen Garten plädiert das UBA für Kompostierung oder energetische Nutzung von holzreichen Bestandteilen in Heiz(kraft)werken. Denn der Gartenfeuerqualm enthält neben zahlreichen Schadstoffe auch viel Feinstaub. Deshalb kann es an den "Brenntagen" zur Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte kommen.
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt legen die Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zu „Ursachenforschung und Limitierungsstrategien für zunehmende Kupfergehalte in Bioabfällen” vor. Es werden die mehrjährigen Untersuchungen von 378 ausgewählten Bioabfallkompostierungsanlagen ausgewertet, entsprechende Eintragspfade für Kupfer aufgedeckt sowie Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Einträge vorgestellt.
Das UBA erstellte für einen einheitlichen Vollzug des ElektroG Handlungsempfehlungen für die Zertifizierung der Erstbehandler, die Dokumentation der Quoten sowie die Aktivitäten der Entsorger. Hersteller von Elektrogeräten erhalten Hinweise zur Wahrnehmung der individuellen Produktverantwortung.
Deutsche Müllverbrennungsanlagen werden heute auf einem technisch anspruchsvollen und ökologisch hohen Niveau sowie mit sehr geringen Emissionen betrieben. Rückstände (Schlacken) werden größtenteils verwertet. Aber bei der Energienutzung gibt es noch Optimierungspotenziale. Das ermittelte ein UBA-Forschungsprojekt.
Die europäische Chemikalienverordnung REACH enthält eine Reihe von Schnittstellen zum Abfallrecht. Nach einer allgemeinen Einführung gibt ein Bericht des UBA eine Übersicht über mögliche Auswirkungen der REACH-VO auf verschiedene Abfallströme wie z.B. Papier, Glas, Kompost, Kraftwerksnebenprodukte, Rückstände der Metallindustrie, Batterien etc.
Die optimierte Nutzung und Verwertung von Bioabfällen und biogenen Reststoffen kann einen positiven Beitrag zum Ressourcenschutz leisten. Durch zahlreiche kleinere Maßnahmen sind künftig weitere Ressourcenschonungspotenziale erschließbar. Deren Identifizierung und Erarbeitung von Lösungsansätzen zur künftig verbesserten Nutzung und Verwertung dieser Materialströme standen im Mittelpunkt eines Projektes des Umweltbundesamtes.
Der tödliche Unfall in einer niedersächsischen Biogasanlage im
November 2005 hatte vielerorts Diskussionen über die Sicherheit
in Biogasanlagen ausgelöst. Unter Leitung des Bundesverbandes der
landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und des Umweltbundesamtes haben
zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen diskutiert, um derartige Unfälle
zukünftig zu verhindern. Das aus den Arbeitsgruppen hervorgegangene
gemeinsame „Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen” steht
jetzt allen Interessierten zur Verfügung.
Das UBA veranstaltete zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt am 12. und 13. Dezember 2005 das Seminar "Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm". Hintergrund ist: Die erheblichen Phosphorressourcen im Abwasser werden zurzeit nur unzureichend verwertet. Die Bundesministerien für Umwelt und Forschung hatten deshalb einen nationalen Förderschwerpunkt Phosphorrecycling ausgeschrieben. Dieser soll helfen, die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm (Gülle, Tier- und Knochenmehl) wirtschaftlich zu betreiben. Darüber hinaus wurde auch eine Studie zu diesem Thema in Auftrag gegeben.