Ökonomie des Klimawandels: Neue Managementinstrumente zur Minderung von Klimarisiken in Staat und Wirtschaft

Hintergrund und Ziele

Naturgefahren und deren Veränderung in Intensität und Häufigkeit sowie langsam einsetzende Veränderungen durch den Klimawandel sind ein wesentlicher Faktor der Vulnerabilität Deutschlands. Sie können zu hohen volks- und betriebswirtschaftlichen Schäden führen. Diese Verluste und Schäden durch Folgen des Klimawandels bedrohen Staat und Privatwirtschaft gleichermaßen. Risikodiversifizierung und Maßnahmen zur Eigenvorsorge stärken die Anpassungskapazität an den Klimawandel und dienen damit den Zielen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) (2008) und dessen Fortschreibung (2015). Jedoch ist die Umsetzung in Staat und Wirtschaft in Deutschland noch wenig untersucht. Das Vorhaben untersucht deshalb die Potentiale von Klimarisikoversicherungen, unternehmerischen Managementsystemen und der Finanzwirtschaft zur Unterstützung der gesamtgesellschaftlichen Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Zum einen werden bestehende Klimarisikoversicherungen in unterschiedlichsten Ländern untersucht, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie das Für und Wider einer Übertragbarkeit auf Deutschland. Weiterhin werden unternehmerische Berichtsmechanismen und Managementsysteme mit Fokus auf Klimarisiken analysiert und deren aktuelle Umsetzung und Anwendbarkeit von deutschen Unternehmen untersucht, mit dem Ziel Vorschläge für eine verbesserte Klimarisikoberichterstattung zu entwickeln. Hierzu werden auch good practice Fallstudien von Unternehmen erstellt, die bereits Klimarisikomanagement und Klimavorsorge im Management integriert haben. Drittens wird untersucht, wie die deutsche/europäische Finanzwirtschaft systematisch oder fallbezogen Klimarisiken und -resilienz eines Vorhabens bei ihren Tätigkeiten besser berücksichtigen könnte, um als Mittler ein verstärktes Anpassungshandeln in der Realwirtschaft zu erwirken.

Die Ergebnisse werden bei öffentlichen Projektworkshops diskutiert und in wissenschaftlichen Publikationen sowie zielgruppenorientierten Kommunikationsprodukten veröffentlicht.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • länderübergreifend

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektleitung 

Auftragnehmer: Frankfurt School of Finance & Management gGmbH
Projektleitung: Dr. Pieter Pauw

Beteiligte/Partner 

Frankfurt School of Finance & Management gGmbH
Dr. Pieter Pauw, Karsten Löffler, Prof. Dr. Ulf Moslener, Henriette Jahns, Sebastian Rink, Frederic Bettini, Menglu Zhuang, Dr. Christine Grüning

akzente kommunikation und Beratung GmbH
Thomas Loew, Sabine Braun, Marcus Blank, Elisabeth Senger, Philipp Dahl

Munich Climate Insurance Initiative (MCII)
Sönke Kreft, Shaily Yvas, Dr. Maxime Souvignet, unter Mitarbeit von Dr. Simone Sandholz & Dr. Armin Haas

Dr. Ludwig Glatzner
Büro für Umwelt, Qualität, Sicherheit

Ansprechpartner

Fachbegleitung im Umweltbundesamt: Kirsten Sander, Kompetenzzentrum für Klimafolgen und Anpassung (kirsten [dot] sander [at] uba [dot] de)

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Handlungsfelder:
 Bauwesen  Energiewirtschaft  Finanzwirtschaft  Industrie und Gewerbe  Landwirtschaft  Verkehr, Verkehrsinfrastruktur  Wald- und Forstwirtschaft