Lärmbelästigung

Grafik der Lärmbelästigung in Deutschland: Die meisten Menschen fühlen sich vom Straßenverkehrslärm belästigt. Es folgen Nachbarschafts-, Schienenverkehrs-, Industrie-/Gewerbe- und Fluglärm.zum Vergrößern anklicken
Straßenlärm wird von den Deutschen als größte Lärmquelle benannt - gefolgt vom Nachbarschaftslärm
Quelle: Umweltbundesamt

Die Hauptwirkungen des Umweltlärms sind Belästigungen. Lärm wirkt sich negativ auf die Kommunikation, die Erholung und die Entspannung aus. Aber auch konzentriertes Arbeiten und das psychische Wohlbefinden werden durch Lärm negativ beeinflusst. Diese Beeinträchtigungen tragen wesentlich zur Lärmbelästigung der Betroffenen bei.

Wie stark sich die Menschen in Deutschland durch Lärm belästigt fühlen, kann anhand der regelmäßig durchgeführten, repräsentativen Umfragen des UBA beurteilt werden (s. Publikationen). Nach der Untersuchung aus dem Jahr 2012 fühlen sich rund 54 Prozent der Befragten in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehr gestört oder belästigt. An zweiter Stelle der verkehrsbedingten Lärmbelästigungen steht der Schienenverkehr: Bundesweit fühlt sich fast jeder Dritte durch Schienenverkehr beeinträchtigt. Der Fluglärm stört etwas mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Der Umfrage zufolge zählen aber auch Geräusche der Nachbarn zu den bedeutenden Ursachen der Lärmbelästigung. So fühlten sich dadurch knapp 42 Prozent der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt (Abbildung).

Die Lärmbelästigung ist der wichtigste Indikator für die Entscheidung, welche Geräuschbelastungen als erheblich oder unzumutbar angesehen werden müssen. Sie bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung von sachgerechten Kriterien und Maßnahmen zur Lärmvorsorge und zum Schutz gegen Lärm.