Stakeholderdialog Risikomanagement in Planungsprozessen

Berlin
Deutschland
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Dialoge zur Klimaanpassung: Risikomanagement in Planungsprozessen

Vor dem Hintergrund bereits spürbarer Klimaänderungen wird es immer wichtiger, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Zunehmende Extremwetterereignisse, steigende Temperaturen und ein Anstieg des Meeresspiegels erfordern Anpassungsmaßnahmen in Wirtschaft und Gesellschaft. Doch wie kommen Entscheidungsträger/innen prägnant und schnell an relevante Informationen über Klimafolgen und damit verbundene Risiken und Chancen? Welche Handlungsstrategien gibt es und welche Best-Practice-Beispiele sind nachahmenswerte Vorbilder? Zu diesen Fragen veranstaltet das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung Dialoge mit Entscheidungsträger/innen aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Verwaltung.

Die langfristige Unsicherheit der Klimaentwicklung, fehlende Regionalisierung von Zukunftsszenarien und die häufig eher kurzfristige Orientierung politischer Entscheidungsträger sind große Herausforderungen für die systematische Erfassung und das Management von Klimarisiken im Rahmen von Planungsprozessen.

Es stellt sich u. a. die Frage, was Kommunen und Planungsbehörden dazu beitragen können, um ein weiteres Anwachsen der Schadenspotenziale in gefährdeten Regionen zu begrenzen und private Akteure zu mehr Eigenvorsorge und risikobewussteren Investitionsentscheidungen anzuregen. Hierzu ist eine Vertiefung der Kooperation und Abstimmung zwischen Planungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern, der Versicherungswirtschaft und potenziell gefährdeten privaten Akteuren notwendig.

Im Rahmen eines eintägigen Workshops am 6. Juni 2012 in Berlin kamen rund 25 Akteure zusammen, die sich in aus verschiedenen Perspektiven mit Risikomanagement in Planungsprozessen beschäftigen. Diskutiert wurde etwa der gegenwärtige Stand der Abstimmung zwischen Planungsträgern, kommunalen Entscheidungsträgern, der Versicherungswirtschaft und gefährdeten Akteuren. Zudem gingen die Expert/innen der Frage nach, wo aktuell die Hindernisse und Blockaden liegen, die ein vorausschauenderes, effizienteres und gerechteres Risikomanagement behindern. Auch wurden erfolgversprechende Beispiele eines integrierten Risikomanagements diskutiert.

Veranstalter: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt (KomPass)
Fachbegleitung UBA: Clemens Haße (2009-08/2012)
Auftragnehmer: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Veranstaltungsdokumentation

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