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Letzte Änderung: 08.02.2012
Wie sich der Einsatz von Airguns bei seismischen Forschungstätigkeiten auf Meeressäuger in der Antarktis auswirkt, kann derzeit erst in Ansätzen beantwortet werden. Das Umweltbundesamt hat sich mit einer vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zu diesem Thema vorgelegten Risikoanalyse kritisch auseinandergesetzt und offene Fragen herausgearbeitet. Neben dem Forschungsbedarf wird auch der Genehmigungsrahmen aufgezeigt.
In einem Projekt des Beratungshilfeprogramms schulten Fachleute bulgarische staatliche und nicht-staatliche Naturschutzeinrichtungen zum Aufbau und Management des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Zusammen wurden Arbeitshilfen in der Landessprache entwickelt, zum Beispiel für das Überprüfen von Bauvorhaben auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen der Schutzgebiete.
Der Probebetrieb der seit 28. Februar 2009 in Dienst gestellten neuen Forschungsstation „Neumayer III“ ist abgeschlossen. Das UBA hat den Betrieb der Station nach Prüfung der Umweltauswirkungen mit einigen Umweltschutzauflagen weiter genehmigt. Was Besucherinnen und Besucher der Antarktis beachten müssen, fasst das UBA in einem Leitfaden zusammen.
Seit 3. März 1981 ist Deutschland aktiv beim Schutz der Antarktis dabei. Tourismus und wissenschaftliche Erforschung haben zur Folge, dass sich im antarktischen Sommer sehr viele Menschen in diesem noch weitgehend unbeeinflussten natürlichen Ökosystem aufhalten. Jede geplante Unternehmung in die Antarktis bedarf der Genehmigung durch das UBA.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat ihren vierten Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick“ (SOER 2010) veröffentlicht. Die Umweltbehörden von 38 europäischen Ländern, so auch das Umweltbundesamt, haben an dieser Bestandsaufnahme mitgearbeitet. Der Bericht enthält themenspezifische Bewertungen zentraler Umweltthemen wie Klimawandel, biologische Vielfalt, Landnutzung, Luftverschmutzung, Meeresumwelt und Konsum. Der Bericht bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über umweltpolitische Trends und Prognosen zu informieren.
Die Sicherung der Lebensqualität in europäischen Städten ist eine schwierige Aufgabe für Politiker auf allen Verwaltungsebenen – mit vielfältigen Perspektiven. Der Bericht der Europäischen Umweltagentur zeigt Ideen auf, wie Städte ein ausbalanciertes und mit nachhaltiger Entwicklung kompatibles Konzept für Lebensqualität entwickeln können.
Das Beratungshilfeprogramm setzt seit 2000 auf Umweltschutz durch Wissenstransfer. Staaten in Mittel- und Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien nehmen eine länderspezifische Beratung wahr: z.B. zu Abfallwirtschaftsplanung in Rumänien oder zur Uranbergbausanierung in Kirgisistan. Einige laufende Projekte beschäftigen sich mit dem Aufbau von Organisationsstrukturen im Umweltbereich.
Im Rahmen eines vom Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) begleiteten Beratungshilfeprojekts wurden 2011 leitende Mitarbeiter des estnischen Umweltamts zu Fragen des Strahlenschutzes geschult. Die Schulung übernahmen Fachleute des BfS, des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und des Max-Rubner-Instituts.
Ziel des Beratungshilfeprojekts war es, die lokale Naturschutzorganisation „Armenian Society for the Protection of Birds (ASPB)“ institutionell und fachlich zu unterstützen, damit ihre Mitglieder sich überregional vernetzen und effektiv und dauerhaft für den Schutz von Biodiversität und Umwelt arbeiten können. Das Projekt ist nun abgeschlossen.
Die baltischen Republiken beabsichtigen, in größerem Umfang Offshore-Windenergieanlagen zu installieren. Bisher fehlen Vorgaben, wie die Folgen für die Meeresumwelt in der Umweltverträglichkeitsprüfung ermittelt und bewertet werden können. Das UBA hat einen im Rahmen des Beratungshilfeprogramms entwickelten Leitfaden herausgegeben, der eine auf die baltischen Republiken zugeschnittene Folgenprüfung vorschlägt.
Das Regionale Umweltzentrum Zentralasien (CAREC), gegründet im Jahr 1999 im Rahmen des Umwelt-für-Europa-Prozesses, arbeitet in den Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan an der Verbesserung der Umweltsituation. Ziel eines Beratungshilfeprojekts war u.a. die Neuordnung der Organisations-, Management- und Finanzstrukturen von CAREC, um seine Position in der Region zu stärken.
Die BMU-Broschüre „Umweltpolitische Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa” ist in neuer Auflage erschienen. Sie stellt unterschiedliche Programme der Umweltzusammenarbeit dar und gibt einen Überblick über die bi - und multilaterale Kooperation mit den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens während der letzten Jahre. Projektbeispiele aus dem Beratungshilfeprogramm und EU-Twinning-Projekte, an denen das UBA mitwirkte, illustrieren die Zusammenarbeit.
Die Baikalinsel Olchon wird jeden Sommer zum Tourismuszentrum der Region Irkutsk. Ein deutlich sichtbares Problem ist der Müll, der am Strand und in den Wäldern liegt. Im Rahmen einer deutsch-russischen Hochschulkooperation, gefördert durch das Beratungshilfeprogramm des BMU, entwickelten Lehrkräfte und Studenten gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und Verwaltung ein Abfallwirtschaftskonzept für die Insel.
Das Beratungshilfeprogramm des BMU fördert mit dem Projekt „Aufbau eines Nationalparksystems in Turkmenistan” einen wichtigen Beitrag zum globalen Schutzgebietsnetzwerk, das auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über biologische Vielfalt verhandelt wurde.
Um die Antarktis in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten, gelten für alle Besucher international verbindliche Verhaltensregeln. Ein aktualisierter Leitfaden und ein Faltblatt informieren Besucher und Touristen, wie sie die einzigartige antarktische Tier- und Pflanzenwelt schützen und auf ihre eigene Sicherheit achten.