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Letzte Änderung: 24.05.2013
Mehrere fremde Arten sind in der Antarktis gefunden worden, darunter Springschwänze und Milben. Verursacher sind etwa 30.000 Touristen und mehrere tausend Forscher, die jedes Jahr antarktischen Boden betreten und so Bodenorganismen aus anderen Regionen der Welt in die empfindlichen antarktischen Ökosysteme einschleppen. Wie das künftig verhindert werden kann, empfiehlt ein im Auftrag des UBA erstellter Bericht.
Jochen Flasbarth, Präsident des UBA hat als Leiter der deutschen Delegation beim UNEP-Verwaltungsrat in Nairobi am 20.02.2013 den Vorsitz der Partnerschaft zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsweisen (SCP) an die amtierende Präsidentin der Afrikanischen Umweltministerkonferenz (AMCEN), Dr. Terezya Luoga Huvisa, Umweltministerin von Tansania, übergeben.
Die Fildes-Region (King George Island) hat die größte Stationsdichte in der Antarktis. Damit unterliegt sie einem hohen Nutzungsdruck. Aus dem jüngsten Bericht der deutschen Polarforscher geht hervor, dass Bauaktivitäten sowie Flug- und Schiffsverkehr zu enormen Umweltbelastungen - Störungen brütender Pinguine, Zerstörung von Gelegen oder Ölkontaminationen von Boden und Gewässern - führen. Selbst Schutzgebiete sind durch die logistischen Aktivitäten belastet.
In einem Beratungshilfeprojekt in Georgien berieten Fachleute des Umweltbundesamtes und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nationale und lokale Behörden zu kleinen Wasserversorgungen. Ziel des Projekts war es, durch Pilotprojekte die Umweltrisiken in Trinkwassereinzugsgebieten, die Trinkwasserqualität sowie die Wirksamkeit aktueller Kontrollmaßnahmen in kleinen Wasserversorgungen durch gezielte Felduntersuchungen systematisch zu erfassen und zu beurteilen.
Zur Weiterentwicklung der organisatorischen, rechtlichen und technischen Maßnahmen zum sachgerechten und sicheren Umgang mit medizinischen Abfällen in der Russischen Föderation führen deutsche Experten mit Vertreterinnen und Vertretern relevanter russischer Institutionen einen Workshop in Moskau und eine Studienreise in Deutschland durch.
Der Probebetrieb der seit 28. Februar 2009 in Dienst gestellten neuen Forschungsstation „Neumayer III“ ist abgeschlossen. Das UBA hat den Betrieb der Station nach Prüfung der Umweltauswirkungen mit einigen Umweltschutzauflagen weiter genehmigt. Was Besucherinnen und Besucher der Antarktis beachten müssen, fasst das UBA in einem Leitfaden zusammen.
In einem Projekt des Beratungshilfeprogramms schulten Fachleute bulgarische staatliche und nicht-staatliche Naturschutzeinrichtungen zum Aufbau und Management des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Zusammen wurden Arbeitshilfen in der Landessprache entwickelt, zum Beispiel für das Überprüfen von Bauvorhaben auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen der Schutzgebiete.
Seit 3. März 1981 ist Deutschland aktiv beim Schutz der Antarktis dabei. Tourismus und wissenschaftliche Erforschung haben zur Folge, dass sich im antarktischen Sommer sehr viele Menschen in diesem noch weitgehend unbeeinflussten natürlichen Ökosystem aufhalten. Jede geplante Unternehmung in die Antarktis bedarf der Genehmigung durch das UBA.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat ihren vierten Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick“ (SOER 2010) veröffentlicht. Die Umweltbehörden von 38 europäischen Ländern, so auch das Umweltbundesamt, haben an dieser Bestandsaufnahme mitgearbeitet. Der Bericht enthält themenspezifische Bewertungen zentraler Umweltthemen wie Klimawandel, biologische Vielfalt, Landnutzung, Luftverschmutzung, Meeresumwelt und Konsum. Der Bericht bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über umweltpolitische Trends und Prognosen zu informieren.
Die Sicherung der Lebensqualität in europäischen Städten ist eine schwierige Aufgabe für Politiker auf allen Verwaltungsebenen – mit vielfältigen Perspektiven. Der Bericht der Europäischen Umweltagentur zeigt Ideen auf, wie Städte ein ausbalanciertes und mit nachhaltiger Entwicklung kompatibles Konzept für Lebensqualität entwickeln können.
Um die Antarktis in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten, gelten für alle Besucher international verbindliche Verhaltensregeln. Ein aktualisierter Leitfaden und ein Faltblatt informieren Besucher und Touristen, wie sie die einzigartige antarktische Tier- und Pflanzenwelt schützen und auf ihre eigene Sicherheit achten.
Forschungstätigkeiten Deutschlands in der Antarktis bedürfen der Genehmigung des UBA. Dabei sind Umweltschutz und Forschungsfreiheit in einen angemessenen Ausgleich zu bringen. Die relevanten rechtlichen Regelungen hat das UBA durch drei voneinander unabhängige Gutachten analysieren lassen. Ergebnis: Dem UBA kommt bei der Genehmigungsentscheidung ein Beurteilungsspielraum zu, der gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar ist. Die Gutachten stellen genauer dar, wie das nationale Recht den verfassungsrechtlichen und völkerrechtlichen Vorgaben Rechnung tragen muss.
Das Projekt wurde 2010 - 2012 durchgeführt. Nun liegt eine Broschüre in Englisch und Russisch vor. Sie beschreibt die grundlegenden Schritte zur Entwicklung eines Abfallwirtschaftskonzeptes für die Stadt Khanty-Mansyisk und die Ergebnisse. Die Broschüre beschreibt Erfahrungen, die von Mitarbeitern anderer Stadtverwaltungen beim Aufbau einer nachhaltigen Abfallwirtschaft genutzt werden können.
Beim Besuch des UNEP-Exekutivdirektors Achim Steiner am 23. April 2013 im UBA Dessau standen Fragen zum internationalen Umweltschutz, wie die Vermüllung der Meere sowie der fortschreitende Verlust an fruchtbaren Böden, im Mittelpunkt der Gespräche. Außerdem ging es um die neue Rolle von UNEP nach dessen Aufwertung auf dem Rio+20-Gipfel 2012. UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Wir können beim Klima-, Bodenschutz oder der Verbreitung umweltgefährdender Chemikalien letztlich nur mit internationalen Vereinbarungen vorankommen.“
Das UBA unterstützt den Verein Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) dabei, eine breit angelegte Konsulation mit Regierungen,Tourismusagenturen und NGOs durchzuführen, um der nächsten Vertragsstaatenkonferenz im Oktober 2014 eine beschlussreife Strategie für eine nachhaltige Tourismusentwicklung vorzulegen.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) erhält größere Bedeutung. Ab sofort gehören alle Staaten der Vereinten Nationen der Institution an. Das beschlossen alle UN-Mitgliedstaaten zum Abschluss der fünftägigen UNEP-Konferenz in Nairobi. „Bei der Gründung des Programms Anfang der siebziger Jahre hatte der Umweltschutz weltweit kaum Bedeutung, und es hat sehr lange gedauert, die damals eingeführte Struktur zu ändern", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth, der die deutsche Delegation geleitet hatte. "Die Stärkung von UNEP war längst überfällig und ist ein sehr wichtiger Schritt."
Bestandsaufnahmen und Kartierungen von Naturressourcen sowie Umweltmonitoring und präventiver Umweltschutz sind heute ohne Satellitenfernerkundung undenkbar. Das DLR informierte in einem Beratungshilfeprojekt Experten aus verschiedenen Ministerien und einer Universität der Republik Baschkortostan (Russische Föderation) über den Einsatz der Fernerkundung im Umweltschutz.
Das UBA koordiniert einen Erfahrungsaustausch zwischen Laborpersonal der bulgarischen Umweltagentur (ExEA) und deutschen Umweltlaboratorien, um Defizite bei der Analyse chemischer Parameter zur Überwachung der Gewässer nach Wasserrahmenrichtlinie zu überwinden.
Infolge der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen seit Anfang der 1990er Jahre unterliegen die Ballungsgebiete der Russischen Föderation einem bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel. Dies hat gravierende Auswirkungen auf den Bestand alter Industriebetriebe und anderer gewerblicher Einrichtungen. Zahlreiche Brachflächen bestimmen auch in Kaliningrad das Bild in Gebieten früherer wirtschaftlicher Aktivitäten. Mit einem vom Umweltbundesamt fachlich begleiteten Beratungshilfeprojekt wollen Experten der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg die Mitarbeiter der Kaliningrader Stadtverwaltung und privater Unternehmen für das Thema Altlastensanierung sensibilisieren und deren Akzeptanz der Anforderungen modernen Flächenrecyclings erhöhen.
Im Rahmen eines vom Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) begleiteten Beratungshilfeprojekts wurden 2011 leitende Mitarbeiter des estnischen Umweltamts zu Fragen des Strahlenschutzes geschult. Die Schulung übernahmen Fachleute des BfS, des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und des Max-Rubner-Instituts.
Die baltischen Republiken beabsichtigen, in größerem Umfang Offshore-Windenergieanlagen zu installieren. Bisher fehlen Vorgaben, wie die Folgen für die Meeresumwelt in der Umweltverträglichkeitsprüfung ermittelt und bewertet werden können. Das UBA hat einen im Rahmen des Beratungshilfeprogramms entwickelten Leitfaden herausgegeben, der eine auf die baltischen Republiken zugeschnittene Folgenprüfung vorschlägt.
Die BMU-Broschüre „Umweltpolitische Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa” ist in neuer Auflage erschienen. Sie stellt unterschiedliche Programme der Umweltzusammenarbeit dar und gibt einen Überblick über die bi - und multilaterale Kooperation mit den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens während der letzten Jahre. Projektbeispiele aus dem Beratungshilfeprogramm und EU-Twinning-Projekte, an denen das UBA mitwirkte, illustrieren die Zusammenarbeit.